
Während Volume 1 die „rohe Gewalt“ und die klassischen Spielweisen (Sustains/Staccatos) abdeckt, ist The New Acoustic Grand Ensembles Vol. 2 die Spielwiese für experimentelles Sounddesign und unkonventionelle Texturen.
8dio hat hier die 3, 6 und 9 Flügel nicht nur einfach angeschlagen, sondern sie wie riesige, perkussive Saiteninstrumente behandelt. Das Ergebnis ist eine Library, die sich perfekt für Horror, Suspense, Ambient und hybride Scores eignet.
1. Das Konzept: „Inside the Piano“
In Volume 2 wurde die Tastatur oft ignoriert. Stattdessen wurde direkt an den Saiten und am Korpus der Flügel gearbeitet. Durch die Vervielfachung (bis zu 9 Klaviere gleichzeitig) entstehen Klänge, die organisch, aber fast schon außerirdisch wirken.
2. Einzigartige Artikulationen
Die Liste der Spielweisen liest sich wie ein Katalog für modernes Sounddesign:
- Picked Strings: Die Saiten wurden mit Plektren oder den Fingern gezupft. Das klingt wie eine riesige, metallische Harfe oder ein monströses Pizzicato-Ensemble.
- Muted Strings: Die Saiten wurden abgedämpft, während sie gespielt wurden. Dies erzeugt einen perkussiven, „trockenen“ Sound, der hervorragend für moderne, minimalistische Rhythmen geeignet ist.
- Plucked & Ebow: Der Einsatz von E-Bows oder das kontinuierliche Zupfen erzeugt schwebende, unendliche Texturen, die sich perfekt als atmosphärische Unterleger (Pads) eignen.
- Strummed & Scraped: Das Streichen über die Saiten erzeugt gruselige, metallische Glissandi und „Screams“, die man so mit keinem Synthesizer hinbekommt.
3. Perkussive Elemente
Da 9 Flügel eine enorme Resonanzfläche bieten, wurde auch der Korpus genutzt:
- Body Knocks & Slaps: Das Schlagen auf das Holz der Instrumente. In der 9er-Konfiguration klingt das wie eine Armee von hölzernen Trommeln mit einer sehr tiefen, trockenen Resonanz.
4. Die "New" Edition Engine & Chaos
Wie gewohnt sorgt die neue Engine für maximale Flexibilität:
- Chaos FX: Besonders in Vol. 2 blüht die Chaos-Engine auf. Mit Bit-Crushing oder extremen Filtern lassen sich aus den gezupften Saiten düstere, industrielle Texturen bauen.
- Layering: Du kannst die verschiedenen Mikrofonpositionen mischen, um den Grad der Intimität (Close) oder der räumlichen Weite (Far) genau zu bestimmen.
Warum braucht man Volume 2 zusätzlich zu Volume 1?
Wenn Vol. 1 der „Körper“ deines Scores ist, dann ist Vol. 2 die „Atmosphäre“.
- Horror & Thriller: Die „Scrapes“ und „Muted“ Sounds erzeugen sofort Unbehagen.
- Fantasy: Die gezupften Saiten-Ensembles klingen wie eine magische, überdimensionale Zither.
- Hybrid Scoring: Es liefert organische Quellen, die man wunderbar mit Synthesizern layern kann, um dem Digitalen mehr „Leben“ einzuhauchen.
Zusammenfassend: Volume 2 macht aus dem Klavier-Ensemble ein riesiges, akustisches Effektgerät. Es ist die perfekte Ergänzung für dich, wenn du nicht nur den „Wall of Sound“ suchst, den du mit der Legion-Serie oder 8W bereits hast, sondern auch einzigartige, filigrane und unheimliche Texturen.
Firma: 8Dio


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