
Metric AB von Adptr Audio (Plugin Alliance) gilt in der Audiowelt als der Goldstandard für das Referenz-Mixing. Während der Streamliner darauf spezialisiert ist, das Signal für Streaming-Codecs zu prüfen, dient Metric AB dazu, deinen Mix technisch und ästhetisch mit professionellen Referenztracks zu vergleichen.
Es ist das ultimative Tool, um die Frage zu beantworten: „Klingt mein Track so gut wie meine Lieblingsproduktion?“
1. Das Kernkonzept: Nahtloser A/B-Vergleich
Metric AB sitzt am Ende deiner Master-Kette. Mit einem einzigen großen Button kannst du zwischen deinem aktuellen Projekt (A) und bis zu 16 Referenz-Tracks (B) umschalten.
- Loudness Matching: Das wichtigste Feature. Metric AB gleicht die Lautstärke der Referenz-Tracks automatisch an deinen Mix an. Nur so ist ein objektiver Vergleich möglich, da unser Gehör das lautere Signal fast immer als „besser“ wahrnimmt.
- Instant Switching: Der Wechsel erfolgt latenzfrei und phasenkorrekt, sodass du kleinste Unterschiede in der Balance sofort hörst.
2. Tiefgreifende Analyse-Werkzeuge
Sobald du zwischen A und B schaltest, liefern dir sechs verschiedene Analyse-Modi detaillierte Einblicke:
- Spectrum: Vergleiche die Frequenzverteilung. Siehst du im Vergleich zur Referenz zu viel Bass oder fehlen die Höhen?
- Correlation: Überprüfe die Phasenlage und Stereobreite. Ein unverzichtbares Tool, um sicherzustellen, dass dein Mix auch in Mono funktioniert.
- Dynamics: Zeigt dir den „DR“ (Dynamic Range) und die Kurzzeit-Loudness an. Hier siehst du, ob du deinen Mix im Vergleich zur Referenz zu stark komprimiert hast.
- Stereo Image: Eine visuelle Darstellung (Goniometer), wie weit dein Mix im Stereofeld verteilt ist.
3. Filter-Listening (Fokus-Modus)
Ein extrem mächtiges Werkzeug ist die Möglichkeit, nur bestimmte Frequenzbereiche beider Signale zu hören:
- Du kannst mit einem Klick nur den Bereich unter 200 Hz (Subbass) vergleichen oder nur die Präsenz-Höhen.
- Dies hilft enorm dabei, herauszufinden, warum eine Kickdrum in der Referenz mehr drückt oder warum die Vocals dort klarer hervorstechen.
4. Playback-Sync
Du kannst die Referenz-Tracks so einstellen, dass sie an der exakt gleichen Stelle wie deine DAW starten (z. B. beim Chorus). Alternativ kannst du „Cue-Points“ setzen, um immer direkt in den Drop oder die Bridge des Referenz-Songs zu springen.
Vor- und Nachteile im Überblick
| Vorteil | Nachteil |
| Objektivität: Eliminiert den "Loudness-Bias" komplett. | CPU-Last: Die detaillierten Analyse-Grafiken können bei schwächeren Rechnern spürbar sein. |
| Workflow-Boost: Ersetzt mühsames Importieren von WAV-Files in die Session. | Eingewöhnung: Die Fülle an Diagrammen kann Einsteiger anfangs etwas überfordern. |
| All-in-One: Vereint Spektrumanalyse, Phasenmessung und Loudness-Meter in einem Fenster. |
Fazit: Warum Metric AB?
Metric AB ist wie ein „Zweitmeinungs-Generator“. Er bewahrt dich davor, stundenlang in die falsche Richtung zu mischen. Er ist perfekt für:
- Mixing-Engineers, die sicherstellen müssen, dass ihre Arbeit im Vergleich zu kommerziellen Hits besteht.
- Mastering-Engineers, die Frequenz-Kurven und Dynamik-Standards exakt einhalten wollen.
- Produzenten, die im Home-Studio arbeiten und ihre Raumakustik-Probleme durch visuelles Feedback ausgleichen müssen.
Es ist eines der wenigen Plugins, die den Klang nicht verändern, aber den Anwender dazu bringen, bessere Entscheidungen zu treffen.
Firma: Adptr Audio


Nutzungsbedingungen
Abonnieren
Bericht
Meine Kommentare