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Steinberg - Dorico Elements 6

Steinberg Dorico Elements6

Dorico Elements 6 (veröffentlicht im Frühjahr 2025) stellt den bisher größten Sprung für die „Mittelklasse“ von Steinbergs Notationssoftware dar. Während die Elements-Version früher stark eingeschränkt war, hat Steinberg mit der Version 6 die Grenzen deutlich verschoben, um sie zu einem ernsthaften Werkzeug für Komponisten, Arrangeure und Studenten zu machen.

Hier ist eine umfassende Beschreibung der wichtigsten Funktionen und Neuerungen:

Das neue Kernkonzept: „Unbegrenzte Möglichkeiten“

Die wichtigste Änderung in Dorico Elements 6 ist der Wegfall der Instrumenten-Beschränkung.

  • Keine Spieler-Limits mehr: Früher war Elements auf eine bestimmte Anzahl von Instrumenten (z. B. 24) begrenzt. In Version 6 können Sie Partituren für Ensembles jeder Größe erstellen – vom Soloinstrument bis zum riesigen Orchester-Apparat.
  • Vollwertiges Arrangement: Sie haben Zugriff auf alle wichtigen Schreib-Modi, die auch in der Pro-Version vorhanden sind, was den Workflow deutlich flüssiger macht.

Top-Features in Version 6

1. Intelligente Korrekturhilfe (Proofreading)

Dorico fungiert nun noch stärker als „digitaler Assistent“. Die neue Proofreading-Funktion erkennt automatisch potenzielle Fehler in der Notation (z. B. unmögliche Intervalle, rhythmische Unstimmigkeiten oder Kollisionen) und markiert diese, bevor die Partitur in den Druck geht.

2. Fill View

Zusätzlich zur klassischen Seitenansicht und der fortlaufenden Partituransicht (Galley View) gibt es nun den Fill View. Dieser nutzt den Bildschirmplatz optimal aus, indem er die Noten dynamisch skaliert – ideal für die Arbeit am Laptop oder an kleineren Monitoren, um immer die maximale Lesbarkeit zu gewährleisten.

3. Erweiterte Playback-Optionen

Dorico Elements 6 profitiert massiv von Steinbergs Audio-Expertise:

  • Key Editor: Ein integrierter MIDI-Editor (ähnlich wie in Cubase) erlaubt das präzise Bearbeiten von Velocity, CC-Daten und Pitchbend direkt in der Notationssoftware.
  • Neue Sounds: Die Integration neuer Percussion-Sounds (u. a. von Tapspace) sorgt für ein deutlich realistischeres Klangbild bei Schlagwerk-Passagen.
  • Custom MIDI Triggers: Sie können eigene Befehle definieren, um Artikulationen in Ihren VST-Libraries präziser anzusteuern.

4. Verbesserte Gitarren-Notation (Version 6.2)

Mit den Updates auf 6.1 und 6.2 wurden die Gitarren-Funktionen massiv ausgebaut. Es gibt neue Styles für Bending, Tapping und verbesserte Darstellungen für Flageoletts (Harmonics), die sich am Standard moderner Musikverlage orientieren.

Vergleich: Was unterscheidet Elements von Pro?

Obwohl Elements 6 enorm aufgewertet wurde, bleiben einige Profi-Funktionen der Pro-Version vorbehalten:

  • Engrave Mode: In Elements können Sie das Layout weitgehend automatisch steuern, haben aber keinen Zugriff auf den grafischen Feinabstimmungs-Modus (Engrave Mode), um jedes Symbol manuell auf den Millimeter zu verschieben.
  • Library Manager: Das komplexe Management von benutzerdefinierten Symbolen und Hausstilen ist in Pro umfangreicher.
  • Divisi & Condensing: Die automatische Zusammenfassung von zwei Flötenstimmen in ein System (Condensing) ist weiterhin ein Pro-Feature.

Zusammenfassung der technischen Details

Bereich Details in Dorico Elements 6
Maximale Spieler Unbegrenzt
Eingabe Maus, Tastatur, MIDI-Keyboard oder Stream Deck
Audio-Engine Steinbergs preisgekrönte Engine (wie in Nuendo/Cubase)
Format-Support MusicXML (Import/Export), MIDI, PDF, Audio (WAV/MP3)
Betriebssysteme Windows 10/11, macOS (Apple Silicon nativ)


Fazit:
Dorico Elements 6 ist die ideale Wahl für alle, die professionelle Partituren erstellen möchten, ohne die extrem tiefgreifenden grafischen Bearbeitungswerkzeuge der Pro-Version zu benötigen. Durch das Aufheben des Spieler-Limits ist es nun auch für komplexe orchestrale Übungen und Arrangements voll einsatzbereit.

Firma: Steinberg