Studio-Effekte von Amek

Der grandiose Equalizer je nach Projekt für den guten Sound

Amek


Amek war ein britischer Hersteller von professionellen Audiomischpulten und Studiotechnik, der in den 1970er, 1980er und 1990er Jahren zu den weltweiten Größen der professionellen Tonstudiotechnik gehörte.

Studio-Effekte von Amek.

Hier sind die wichtigsten Stationen und Merkmale der Firmengeschichte:

1. Gründung und Anfänge

  • Gründung: Das Unternehmen wurde 1973 von Graham Langley (einem Toningenieur und Entwickler) und Nick Franks in England (nahe Manchester) gegründet. Der Name „Amek“ leitet sich aus den Vornamen der Gründer ab (bzw. basierte auf einer Idee Langleys aus den 1960er Jahren).
  • Fokus: Anfangs konzentrierte sich die Firma auf kleinere Mischpulte, Audioprozessoren, Frequenzweichen und Effektgeräte (wie Phaser). Schnell stieg Amek jedoch in den Markt für große Studio- und Live-Konsolen auf.

2. Der Aufstieg und legendäre Mischpulte

Amek erarbeitete sich einen Ruf für exzellente Klangqualität, musikalische Equalizer und innovative Schaltungstopologien. Einige Modelle wurden zu echten Branchenklassikern:

  • Amek Angela (1983): Eines der populärsten und erfolgreichsten Studio-Mischpulte der 1980er Jahre, bekannt für seinen charakteristischen, warmen Sound und hohe Flexibilität.
  • Amek Mozart, Hendrix & Einstein: In den späten 80ern und 90ern brachte Amek hochentwickelte In-Line-Konsolen auf den Markt. Modelle wie der Einstein waren wegweisend, da sie erstmals kostengünstige Automatisierungs- und Recall-Systeme (wie Recall-by-Langley) in einem kompakteren Format boten.
  • TAC (Total Audio Concepts): Unter dieser Schwestermarke vertrieb Amek erfolgreich robust ausgelegte Live- und Studiopulte (wie die Scorpion- oder Matchless-Serie), die vor allem in den Bereichen Touring und semi-professionelle Studios weite Verbreitung fanden.

3. Die Ära Rupert Neve

Ein Meilenstein in der Firmengeschichte war die Zusammenarbeit mit dem legendären Audio-Pionier Rupert Neve, der ab Ende der 1980er Jahre als Berater und Designer für Amek tätig wurde.

  • Serie 9098: Neve entwickelte für Amek neue Vorverstärker- und Equalizer-Schaltungen, die in High-End-Outboard-Geräte und Konsolen einflossen.
  • Amek 9098i (Ende der 1990er): Dieses analoge Flaggschiff-Großmischpult kombinierte kompromisslose analoge Audiowege mit Rupert-Neves Übertrager-Designs und der hochentwickelten Supertrue-Computerautomation. Es gilt bis heute als eines der technologisch und klanglich ausgereiftesten analogen Mischpulte überhaupt.

4. Übernahme und das Ende der Marke

  • Harman International: Im Jahr 1993 übernahm der AKG-Mutterkonzern Harman International Anteile an Amek, bis Harman das Unternehmen 1997 vollständig kaufte.
  • Einstellung der Marke: Unter dem Dach von Harman wurde die Marke Amek im Laufe der Jahre schrittweise zugunsten anderer Konzerneinträge (wie Soundcraft oder Studer) zurückgefahren. Im Jahr 2005 wurden Produktion und Betrieb unter dem Namen Amek endgültig eingestellt.

Bedeutung heute

Auch wenn Amek als eigenständige Firma nicht mehr existiert, genießen Vintage-Konsolen wie die Angela, die Mozart oder die 9098-Serie in professionellen Tonstudios nach wie vor einen legendären Ruf. Dank Plugin-Entwicklern (wie Plugin Alliance) sind Emulationen der klassischen Amek-Equalizer und -Konsolen bis heute in modernen Digital Audio Workstations (DAWs) sehr gefragt.


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