Studio-Effekte von INA GRM.

Aussergewöhnliche Effekte für das kreative Sounddesign von INA GRM.

Waves - SuperTap

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Das Waves SuperTap ist weit mehr als ein gewöhnliches Delay. Es ist ein hochgradig modulierbares Echo-System, das auf dem Konzept von „Taps“ basiert – also einzelnen Verzögerungspunkten, die im Stereofeld völlig frei platziert werden können.

In der Welt der digitalen Effekte ist es ein Urgestein, das vor allem für rhythmische Komplexität und präzises Panning geliebt wird.

Die Architektur: Taps und Kontrolle

SuperTap gibt es meist in zwei Versionen: mit 2 Taps oder 6 Taps. Jeder dieser Taps funktioniert wie ein eigenständiges Delay-Signal, für das du folgende Parameter individuell einstellen kannst:

  • Gain & Pan: Du kannst jedes Echo lautstärkemäßig anpassen und exakt im Panorama (L/R) positionieren.
  • Delay Time: Die Verzögerung kann in Millisekunden oder synchron zum Host-Tempo (BPM) eingestellt werden.
  • Rotation: Einzigartig bei SuperTap ist das grafische Display, auf dem du die Taps im Raum „verschieben“ kannst, um komplexe Stereo-Patterns zu erzeugen.

Die integrierte Modulations-Sektion

Was SuperTap von einfachen Delays abhebt, ist die eingebaute Bearbeitungskette für die Echos:

  1. EQ-Sektion: Jeder Tap kann durch einen eigenen Filter (High-Pass, Low-Pass, Shelf etc.) geformt werden. Das ist ideal, um „analoge“ Echos zu simulieren, die mit jeder Wiederholung dumpfer werden.
  2. Modulation (LFO): Du kannst die Tonhöhe oder die Amplitude der Echos modulieren. Das erzeugt wunderschöne Chorus-Effekte, Flanging oder leicht „eiernde“ Vintage-Tape-Delays.
  3. Feedback: Hier bestimmst du, wie stark das Signal zurück in den Eingang gespeist wird, um unendliche Echoschleifen zu erzeugen.

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Warum sollte man SuperTap nutzen?

  • Rhythmische Präzision: Dank des Tap-Tempo-Buttons und der BPM-Synchronisation lassen sich punktierte Achtel oder Triolen perfekt auf den Song abstimmen.
  • Räumliche Tiefe: Durch die freie Platzierung der Taps im Stereofeld kannst du Sounds erschaffen, die regelrecht um den Kopf des Hörers „tanzen“, ohne dass der Mix verwaschen wirkt.
  • Sound-Design: Es eignet sich hervorragend für Slapback-Echos, metallische Resonanzen oder epische, weite Hall-ähnliche Texturen.

Typische Einsatzgebiete

  • Vocals: Für den klassischen „Doubling“-Effekt (kurzes Delay mit leichtem Pitch-Modulation) oder weite Stereo-Echos, die den Gesang stützen.
  • Gitarren: Um Rhythmus-Gitarren breiter zu machen oder Lead-Soli mehr Sustain und Tiefe zu geben.
  • Percussion: Kurze, rhythmische Taps können einen einfachen Beat in ein komplexes, treibendes Percussion-Pattern verwandeln.
  • Synthesizer: Verleiht trockenen digitalen Sounds einen organischen, bewegten Charakter.

Profi-Tipp: Das "Ducking" simulieren

Obwohl SuperTap kein eingebautes Ducking hat, kannst du einen ähnlichen Effekt erzielen, indem du die Echos mit dem internen EQ sehr dunkel filterst und sie im Panorama weit nach außen schiebst. So bleibt die Mitte frei für das trockene Signal (z. B. die Stimme), während der Hall-Effekt nur an den Seiten wahrnehmbar ist und nicht mit dem Original kollidiert.

Firma: Waves


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