Studio-Effekte von INA GRM.

Aussergewöhnliche Effekte für das kreative Sounddesign von INA GRM.

Waves - Manny Marroquin EQ

MannyM EQ

Das Waves Manny Marroquin EQ ist ein „Best-of“-Equalizer, der auf der persönlichen Philosophie des achtfachen Grammy-Gewinners basiert. Anstatt eine einzelne Konsole zu emulieren, hat Manny Marroquin für dieses Plugin seine Lieblings-Frequenzbereiche aus sechs verschiedenen legendären Hardware-Geräten extrahiert und in einem Interface kombiniert.

Das Ergebnis ist ein extrem musikalischer 4-Band-EQ (plus High- und Low-Pass-Filter), der weniger für chirurgische Eingriffe und mehr für das klangliche „Shaping“ und die Charakterbildung gedacht ist.

Die DNA des Plugins: 6 Legenden in einem Gehäuse

Manny hat für jedes Band genau das Gerät ausgewählt, das in diesem Bereich am besten klingt. Wenn du also eine Frequenz änderst, wechselst du im Hintergrund quasi zwischen verschiedenen EQ-Schaltkreisen:

  1. Quad Eight: Bekannt für seinen extrem sauberen und doch charaktervollen Klang (oft in High-End-Konsolen der 70er genutzt).
  2. Neve 1073: Die Legende für "Bauch" und warme Mitten.
  3. Motown EQ: Berühmt für den druckvollen Sound der klassischen Soul-Ära.
  4. API 550: Geschätzt für seinen "proportionalen Q" und den knackigen Punch.
  5. Avalon 2055: Der Inbegriff von seidigen, teuren Höhen.
  6. SSL 9000J: Bekannt für Präzision und moderne Definition.

Aufbau und Features

1. Die vier Bänder

Jedes Band bietet eine Auswahl an festen Frequenzen, die Manny als die "Sweet Spots" für die meisten Instrumente identifiziert hat.

  • Low: Perfekt für das Fundament (Kick, Bass).
  • Low-Mid: Ideal, um Mulm zu entfernen oder Wärme hinzuzufügen.
  • High-Mid: Der Bereich für Präsenz und Durchsetzungsfähigkeit.
  • High: Für den "Air"-Effekt und die Brillanz.

2. High-Pass & Low-Pass Filter

Diese Filter sind extrem effektiv, um den Mix aufzuräumen. Der High-Pass räumt den Keller auf, während der Low-Pass hilft, Instrumente im Mix weiter "nach hinten" zu schieben.

Warum sollte man den Manny Marroquin EQ nutzen?

  • Musikalischer Workflow: Du musst nicht wissen, welcher EQ für welche Frequenz am besten ist – Manny hat die Entscheidung bereits für dich getroffen. Du wählst einfach eine Frequenz und drehst am Gain.
  • Charakter-Mischung: Da verschiedene Bänder verschiedene Emulationen nutzen, entsteht eine einzigartige Klangfarbe, die du mit keinem anderen Einzel-EQ erreichen würdest.
  • Schnelligkeit: Es gibt keine komplexen Kurven-Einstellungen. Du arbeitest mit deinen Ohren und den vorgegebenen Frequenzpunkten, was oft zu besseren Ergebnissen führt als das endlose Starren auf eine Spektralanalyse.

Typische Einsatzgebiete

  • Vocals: Nutze das High-Band (Avalon-Style), um dem Gesang diesen teuren "High-End-Schimmer" zu verleihen, ohne dass es scharf klingt.
  • Drums: Verwende die Low-Mids und Mitten, um Snare und Kick den nötigen "Smack" zu geben.
  • Akustikgitarren: Ideal, um die Mitten sanft auszuhöhlen und die Saitenpräsenz hervorzuheben.

Profi-Tipp: Das "Goldene" Hochton-Band

Wenn dein Mix etwas zu "muffig" klingt, gehe zum High-Band und wähle 12.5 kHz oder 15 kHz. Hebe den Gain vorsichtig an. Durch die integrierte Avalon-Emulation klingen die Höhen hier nicht statisch oder digital-spitz, sondern bekommen eine wunderschöne, luftige Weichheit, die besonders Vocals und Overheads veredelt.

Firma: Waves


Waves - Manny Marroquin EQ