
- Hybrides Delay Plugin
- Bis zu 3500 ms Delay Zeit
- Verhalten mit variabler Tonhöhenverzögerungszeit
- Analoge Zeichen- und LoFi-Modi
- Unterstützung für unendliches Feedback
- LFO-gesteuerte Tonhöhenmodulation
- Tap-Tempo-Funktion
- Synchronisierung mit dem Host oder manuelle BPM
- Vollständiger MIDI-Support
Der Waves H-Delay (Hybrid Delay) ist wohl eines der populärsten Delay-Plugins der Welt. Wie der H-Comp kombiniert er das Beste aus zwei Welten: die Flexibilität digitaler Delays mit dem charmanten, unperfekten Klang alter Analog-Hardware (Tape und PCM42-Style).
Er ist berühmt für seinen intuitiven Workflow und seine Fähigkeit, von sauberen Echos bis hin zu dreckigen, psychedelischen Dub-Effekten alles abzudecken.
Die Kern-Features
1. Die Analog-Modi (1–4)
Dieser Regler bestimmt den Charakter der Echos.
- Modus 1 & 2: Emulieren klassische Röhren- und Transistorschaltungen (wärmer, leicht gesättigt).
- Modus 3 & 4: Gehen eher in Richtung Lo-Fi und Tape mit hörbarem Rauschen und stärkerer Färbung.
- Off: Für absolut saubere, digitale Echos.
2. Modulation (Depth & Rate)
Hiermit fügst du dem Delay-Signal eine Tonhöhenschwankung hinzu. In geringen Dosen klingt es nach dem natürlichen "Leiern" einer Bandmaschine (Wow & Flutter), was den Sound breiter und organischer macht. In hohen Dosen entstehen dramatische Chorus-Effekte.
3. LoFi-Button
Ein kleiner Knopf mit großer Wirkung. Er reduziert die Samplerate des Delay-Signals. Das Ergebnis ist ein dunklerer, körniger Sound, der perfekt ist, um Echos im Mix nach "hinten" zu schieben, damit sie der Lead-Stimme nicht im Weg stehen.
4. Filter-Sektion (HP & LP)
Eingebaute Hochpass- und Tiefpass-Filter erlauben es dir, das Echo präzise zu formen. Ein klassischer Trick ist der "Telephone-Effect", bei dem man beide Filter eng zusammenrückt, sodass nur die Mitten übrig bleiben.
Der legendäre "Ping-Pong"-Effekt
Mit einem einfachen Klick lässt du die Echos zwischen dem linken und rechten Lautsprecher hin- und herspringen. Zusammen mit dem BPM-Sync (der das Delay automatisch an dein Songtempo anpasst) ist das der Standard für weite, atmosphärische Gitarren oder Vocals.
Kreative Spielerei: Pitch-Shifting beim Drehen
Eines der coolsten Features des H-Delay ist das Verhalten beim Ändern der Delay-Zeit während der Wiedergabe:
- Wie bei einem echten analogen Tape-Delay verändert sich die Tonhöhe (Pitch), wenn du am Zeit-Regler drehst.
- Das lässt sich hervorragend automatisieren, um abgefahrene "UFO-Sounds" oder Tape-Stop-Effekte zu erzeugen.
Ideale Einsatzgebiete
- Vocals: Für Slapback-Echos (sehr kurze Zeit) oder epische Hall-Verlängerungen.
- Gitarren: Um Soli Tiefe zu verleihen.
- Synth-Leads: Durch die Modulation und den LoFi-Mode wirken sterile Synths sofort lebendig.
Fazit: Das H-Delay ist ein echtes "Set-and-forget"-Plugin. Es klingt fast immer gut, egal wo man die Regler hindreht. Es hat genug Dreck, um Charakter zu zeigen, bleibt aber sauber genug, um den Mix nicht zuzumatschen.
Von echten PCM42-Effekten der alten Schule wie Filtern, Flanschen und Phasing bis hin zu Slap-Back-Echo, Ping-Pong-Verzögerung und Tempo-Synchronisation mit Modulation liefert H-Delay den Sound, der über eine super intuitive Benutzeroberfläche gesteuert wird, mit der man gleich zur Sache kommt.
Firma: Waves

