Studio-Effekte von Lexicon

Ausgezeichnete Studio-Reverbs von Lexicon

Cinesamples Voices of War

Voices of War – Men of the North von Cinesamples ist eine spezialisierte Chor-Library, die sich radikal von klassischen Kirchen- oder Konzertchören unterscheidet. Sie wurde entwickelt, um den rauen, archaischen und kriegerischen Klang der Wikinger und nordischen Kulturen einzufangen – inspiriert durch Soundtracks wie God of War, Vikings oder The Witcher.

Hier sind die wichtigsten Details zu dieser Library:

1. Das Ensemble & Der Klang

Im Gegensatz zu SATB-Chören (Sopran, Alt, Tenor, Bass) handelt es sich hier um einen reinen Männerchor mit einem sehr tiefen, kraftvollen Timbre.

  • Klangcharakter: Rau, guttural (kehliger Gesang), donnernd und sehr präsent.
  • Besonderheit: Die Sänger wurden angewiesen, nicht in einem klassischen "Schöngesang"-Stil zu performen, sondern mit einer rauen, fast ungeschliffenen Energie, die perfekt für "Battle-Music" geeignet ist.

2. Artikulationen & Performance-Typen

Die Library ist in verschiedene Kategorien unterteilt, die über die Standard-Vokale hinausgehen:

  • Sustains & Legato: Klassische lange Töne (Ah, Oh, Mm) mit echtem Legato für flüssige Melodien.
  • Chants (Sprechgesang): Aggressive, rhythmische Rufe und Wortfetzen in einer altnordisch klingenden Kunstsprache.
  • Yells & Shouts: Kurze, kräftige Ausrufe, die sich ideal für Akzente in Kampfszenen eignen.
  • Whispers: Mystisches Flüstern und gehauchte Phrasen für spannungsgeladene Untertöne.
  • Drones: Tiefe, langanhaltende Borduntöne, die oft mit Obertonsingen oder kehligen Effekten kombiniert sind.

3. Das Interface & Mixer

Cinesamples verwendet hier ein sehr intuitives Interface:

  • The "Morph" Slider: Ermöglicht das nahtlose Überblenden zwischen verschiedenen Dynamikstufen oder sogar zwischen verschiedenen Artikulationen.
  • Mikrofon-Positionen: Es gibt drei klassische Mixe:
    • Close: Sehr trocken und intim, man hört das Knarren der Stimmen.
    • Decca Tree: Der klassische Orchester-Abstand für eine breite Bühne.
    • Ambient: Viel Hall für einen epischen, weit entfernten Klang.

4. Wort- und Phrasenbau

Die Library verfügt über einen Phrase Builder, mit dem man eigene rhythmische Ketten aus den aufgenommenen Silben erstellen kann. Dies ist besonders nützlich, um den Chor synchron zum Rhythmus der Perkussion (z. B. Taiko-Drums) schreien zu lassen.

5. Technische Daten

  • Größe: Ca. 11 GB (installiert).
  • Plattform: Läuft im kostenlosen Kontakt Player (NKS-kompatibel).
  • Aufnahmeort: Aufgenommen in der MGM Scoring Stage (jetzt Sony Pictures Studios) in Los Angeles, was ihr einen sehr großen, cineastischen Raumklang verleiht.

Fazit

Während Libraries wie Audiobro Eternity auf Vielseitigkeit und präzises Legato setzen, ist Voices of War – Men of the North ein Spezialist für Atmosphäre und Aggression. Sie ist die erste Wahl, wenn du einen Soundtrack brauchst, der nach kalten Fjorden, Schlachten und nordischer Mythologie klingt.

Firma: Cinesamples


Cinesamples Orchestral Chords

Orchestral Chords von Cinesamples ist eine spezialisierte Library, die darauf ausgelegt ist, schnell und effizient voll stimmige Orchesterakkorde zu liefern. Im Gegensatz zu herkömmlichen Libraries, bei denen man jede Sektion (Streicher, Blechbläser, Holzbläser) einzeln arrangieren muss, bietet dieses Tool fertige Ensembles, die bereits perfekt orchestriert sind.

Hier sind die Details zu diesem Workflow-Tool:

1. Das Konzept: Instant Orchestration

Die Library basiert auf der Idee der "Quick Scores". Mit einem einzigen Tastendruck spielst du einen voll instrumentierten Akkord.

  • Besetzung: Ein komplettes Symphonieorchester (Streicher, tiefes/hohes Blech, Holzbläser).
  • Zielgruppe: Komponisten unter Zeitdruck, die schnell einen vollen Sound für Skizzen benötigen, oder Einsteiger, die Hilfe bei der realistischen Stimmverteilung (Voicing) suchen.

2. Intelligente Akkord-Belegung

Das Besondere ist die Art und Weise, wie die Akkorde auf dem Keyboard verteilt sind:

  • Akkord-Typen: Die Library bietet Major, Minor, Augmented, Diminished und verschiedene Sus-Akkorde.
  • Inversions (Umkehrungen): Über das Modwheel oder spezifische Tastenzonen kannst du zwischen verschiedenen Umkehrungen des Akkords blenden oder schalten.
  • Mapping: Oft liegen verschiedene Akkordtypen in verschiedenen Oktaven oder werden über Key-Switches gesteuert, sodass man mit einer Hand komplexe harmonische Fortschritte spielen kann.

3. Artikulationen & Dynamik

Obwohl es ein "One-Stop-Shop" für Akkorde ist, bietet die Library verschiedene Spielweisen:

  • Sustains: Lange, gehaltene Akkorde mit natürlichem Vibrato und Crescendo-Möglichkeiten über das Modwheel (CC1).
  • Staccato / Marcato: Kurze, prägnante Akkorde für rhythmische Akzente oder dramatische "Hits".
  • Low / High Ensembles: Es gibt oft getrennte Patches für tiefe Register (Celli, Bässe, Tuben, Fagotte) und hohe Register (Violinen, Flöten, Trompeten), um die Kontrolle über die Balance zu behalten.

4. Aufnahme & Sound

Wie fast alle Cinesamples-Produkte wurde auch Orchestral Chords in der Sony Pictures Scoring Stage in Los Angeles aufgenommen.

  • Klang: Der Sound ist typisch "Hollywood" – groß, breit und sehr cineastisch.
  • Mikrofon-Mixe: Es stehen die klassischen Cinesamples-Mixe zur Verfügung (Close, Stage, Surround), die nahtlos mit anderen Libraries der "Cine"-Serie (wie CineBrass oder CineStrings) harmonieren.

5. Technische Daten

Merkmal Details
Plattform Kontakt (Vollversion oder kostenloser Player, NKS-kompatibel)
Größe Vergleichsweise klein (ca. 2–4 GB), da keine Einzelsamples pro Note, sondern "nur" Akkorde gespeichert sind.
Workflow Ideal für das Layering unter Synthesizer oder zur schnellen Untermalung von Dialogen.


Fazit:
Orchestral Chords ist kein Ersatz für ein detailliertes Orchester-Arrangement, aber ein unschätzbares Werkzeug für Mockups und schnelles Layering. Es nimmt dem Komponisten die Entscheidung über das "Voicing" (welches Instrument spielt welche Note im Akkord) ab und liefert sofort einen fertigen, professionellen Orchesterklang.

Firma: Cinesamples


Cinesamples Deep Percussion Beds 1

Deep Percussion Beds 1 von Cinesamples ist keine klassische Perkussions-Library im Sinne von Einzelinstrumenten (Single Hits), sondern eine Sammlung von orchestralen und cineastischen Loops, die als rhythmische Basis („Beds“) für Soundtracks dienen.

Sie ist darauf ausgelegt, sofort Spannung und Vorwärtsbewegung zu erzeugen, ohne dass man komplexe Rhythmen Note für Note selbst programmieren muss.

1. Das Konzept: Rhythmische Fundamente

Die Library bietet fertige, tempo-synchrone Loops, die von professionellen Perkussionisten eingespielt wurden. Das Ziel ist es, den „Unterbau“ eines Tracks zu liefern, über den man dann eigene Akzente oder Melodien legt.

  • Tempo-Sync: Alle Loops passen sich automatisch dem Tempo deiner DAW an.
  • Natürliches Feeling: Da es sich um Aufnahmen echter Performances handelt, besitzen die Loops die subtilen Schwankungen und die Dynamik, die bei programmierten MIDI-Drums oft fehlen.

2. Struktur und Kategorien

Die Library ist in verschiedene „Beds“ unterteilt, die nach ihrer klanglichen Charakteristik oder Taktart sortiert sind:

  • 4/4 und 3/4 Beds: Eine große Auswahl an Standard-Rhythmen für Action-, Thriller- oder Drama-Szenen.
  • Low/Mid/High-Mapping: Innerhalb eines Patches sind die Loops oft so gemappt, dass die tiefen, wummernden Elemente (Toms, Gran Cassas) auf den unteren Tasten liegen und die helleren, treibenden Elemente (Shaker, Rims, kleine Toms) auf den höheren Tasten.
  • Variationen: Jedes „Bed“ verfügt meist über verschiedene Intensitätsstufen (Full, Sparse, Tops), sodass man das Arrangement während eines Stücks aufbauen kann.

3. Der Sound & Die Aufnahme

Wie bei Cinesamples üblich, wurde großer Wert auf den cineastischen Raumklang gelegt:

  • Aufnahmeort: Aufgenommen in der berühmten Sony Pictures Scoring Stage in Los Angeles.
  • Klangcharakter: Der Sound ist massiv und „breit“. Er passt perfekt zu den anderen Libraries der „Cine“-Serie (wie CinePerc).
  • Mikrofon-Mixe: Du hast Zugriff auf die klassischen Positionen (Close, Stage, Surround), um die Perkussion entweder sehr direkt oder weit hinten im Raum zu platzieren.

4. Besonderheiten im Workflow

  • Multis: Die Library enthält vordefinierte „Multis“, bei denen mehrere Loops kombiniert werden, um mit einem einzigen Tastendruck eine riesige Perkussions-Wand zu erzeugen.
  • Einfaches Layering: Da die Sounds bereits professionell abgemischt und EQ-ed sind, fügen sie sich sofort in den Mix ein, ohne dass viel Nachbearbeitung nötig ist.

5. Technische Daten

Merkmal Details
Plattform Läuft im kostenlosen Kontakt Player (NKS-kompatibel)
Größe Ca. 3.5 GB
Inhalt Über 40 verschiedene Perkussions-Ensembles mit jeweils mehreren Variationen.

 

Fazit: Deep Percussion Beds 1 ist ein „Rettungsanker“ für Komponisten, die unter Zeitdruck stehen. Sie liefert nicht den aggressiven „In-your-face“-Sound von Trailermusik, sondern eher den treibenden, pulsierenden Rhythmus, den man aus modernen Blockbuster-Scores (ähnlich dem Stil von Hans Zimmer oder Junkie XL) kennt.

Es gibt mittlerweile auch ein Sequel (Deep Percussion Beds 2), das zusätzliche Taktarten (wie 5/4 und 7/8) und neue Klangfarben hinzufügt.

Firma: Cinesamples


Cinesamples Deep Percussion Beds 2

Deep Percussion Beds 2 ist die konsequente Fortsetzung der ersten Library und erweitert das Konzept der orchestralen Perkussions-Loops um komplexere Rhythmen und zusätzliche Klangfarben. Während Teil 1 das Fundament legte, bringt Teil 2 mehr Variation und rhythmische Tiefe ins Spiel.

Hier sind die spezifischen Details zu dieser Erweiterung:

1. Fokus auf ungerade Taktarten

Einer der größten Unterschiede zum ersten Teil ist die Einführung von Odd Meters. Das ist besonders nützlich für moderne, spannungsgeladene Scores, die sich vom Standard-4/4-Takt abheben wollen:

  • Taktarten: Enthalten sind Loops in 3/4, 5/4 und 7/8.
  • Einsatzgebiete: Diese Rhythmen eignen sich hervorragend für Verfolgungsjagden, unruhige Thriller-Szenen oder "unbequeme" Action-Sequenzen.

2. Ergänzendes Instrumentarium

Die Library nutzt zwar denselben massiven Orchester-Perkussions-Apparat der Sony Pictures Scoring Stage, legt den Fokus aber auf neue Texturen:

  • Ensembles: Neue Kombinationen aus großen orchestralen Toms, Taikos und tiefen Gran Cassas.
  • Textur-Layer: Es gibt mehr "Top-End"-Loops, die aus metallischen Klängen, Shaker-ähnlichen Rhythmen und feineren Schlagwerkzeugen bestehen, um den tiefen Betten mehr Definition zu verleihen.

3. Workflow-Verbesserungen

Das Interface und die Engine wurden für Teil 2 beibehalten und teilweise verfeinert:

  • Tempo-Sync: Wie beim Vorgänger synchronisieren sich alle Loops perfekt zum Host-Tempo deiner DAW.
  • Intensity Mapping: Die Loops sind so gemappt, dass du oft über die Tastatur oder das Modwheel zwischen einer reduzierten Version (nur die Basis) und einem vollen Ensemble-Mix wechseln kannst.
  • Kombinierbarkeit: Die Sounds sind klanglich exakt auf Deep Percussion Beds 1 und CinePerc abgestimmt, sodass du Loops aus beiden Libraries nahtlos layern kannst, ohne dass Phasenprobleme oder klangliche Brüche entstehen.

4. Der "Cine"-Sound

Die Library profitiert erneut von der erstklassigen Akustik der Sony Pictures Scoring Stage:

  • Drei Mix-Optionen: * Close: Für einen trockenen, modernen Sound.
    • Stage: Der klassische Decca-Tree-Sound, der sich sofort in ein Orchester-Arrangement einfügt.
    • Surround: Für maximale Räumlichkeit und Tiefe.

5. Technische Daten

Merkmal Details
Plattform Kontakt Player oder Kontakt Vollversion (NKS-kompatibel)
Größe Ca. 4 GB
Inhalt Fokus auf ungerade Taktarten und neue Ensemble-Kombinationen

 

Fazit: Wenn du bereits den ersten Teil nutzt und mehr rhythmische Vielfalt suchst – insbesondere für Projekte, die über den Standard-Viertakt hinausgehen –, ist Deep Percussion Beds 2 die perfekte Ergänzung. Sie bietet den gleichen hochwertigen "Out-of-the-box"-Sound, der sofort nach Hollywood-Kino klingt.

Firma: Cinesamples