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Vienna Symphonic Library - Clarinet (Eb)

Vienna Symphonic Library Clarinet Eb

Die Clarinet (Eb) der Vienna Symphonic Library ist die „kleine Schwester“ der B-Klarinette und das schrillste Mitglied der Klarinettenfamilie. In Es gestimmt, liegt sie eine Quarte höher und ist berühmt-berüchtigt für ihren extrem durchsetzungsstarken, oft beißenden und ironischen Charakter.

VSL hat dieses charaktervolle Instrument in der Silent Stage eingefangen, um sowohl seine technische Brillanz als auch seine bizarre klangliche Seite abzubilden.

1. Der Klangcharakter: Spitz und Virtuos

Die Es-Klarinette hat ein sehr markantes Profil:

  • Die Höhe: In der oberen Lage klingt sie extrem hell und schneidend. Sie wird oft genutzt, um dem Holzbläsersatz eine grelle Krone aufzusetzen, die selbst über lautem Blech hörbar bleibt.
  • Die Mittellage: Hier besitzt sie eine fast freche, nasale Qualität. Sie klingt weniger edel als die B-Klarinette, dafür aber wesentlich charakterstärker.
  • Die Tiefe: In der Tiefe klingt sie etwas hohl und trocken, was oft für komödiantische oder unheimliche Effekte genutzt wird.

2. Einsatzgebiete

  • Spätromantik: Unverzichtbar für Werke von Richard Strauss (Till Eulenspiegel) oder Gustav Mahler, die das Instrument oft für groteske oder schrille Momente einsetzten.
  • Moderne Klassik: In Werken von Strawinsky (Le Sacre du printemps) wird sie für ihre rhythmische Präzision und ihre klangliche Härte geschätzt.
  • Blasorchester: In großen symphonischen Blasorchestern übernimmt sie oft die Rolle, die im Streichorchester den hohen Violinen zukommt.
  • Filmmusik: Ideal für Action-Szenen, Zeichentrick-Vertonungen (Mickey-Mousing) oder Momente, die eine nervöse, aufgekratzte Stimmung erfordern.

3. Artikulationen & Technik

Trotz ihrer geringen Größe ist die Es-Klarinette ein technisches Kraftpaket:

  • Performance Legato: Ermöglicht rasante, fließende Bindungen. Durch die kurzen Wege im Instrument klingen die Übergänge bei VSL besonders knackig und direkt.
  • Staccato & Repetitions: Die Es-Klarinette spricht extrem schnell an. Die Library bietet sehr präzise kurze Noten, die ideal für hektische, wirbelnde Figuren sind.
  • Sforzato: Ein plötzlicher, lauter Akzent auf der Es-Klarinette hat eine enorme Schockwirkung und durchschneidet jeden Mix.
  • Triller: Diese klingen auf der Es-Klarinette besonders flirrend und brillant.

4. Integration: VI Series & Synchronized

  • VI Series (Silent Stage): Die trockene Aufnahme ist hier besonders wichtig, da die Es-Klarinette oft sehr solistisch und prägnant eingesetzt wird. Mit MIR Pro kann man sie genau positionieren, um ihre Ortbarkeit im Raum zu erhalten.
  • Synchronized Clarinet (Eb): Optimiert für den Synchron Player. Die Einbettung in den Hall der Synchron Stage Vienna hilft dabei, den scharfen Klang des Instruments etwas zu bändigen und organisch in den Orchesterkörper zu integrieren.

5. Technische Übersicht

Merkmal Details
Stimmung In Es (Eb) gestimmt (klingt eine kleine Terz höher als notiert)
Klangfarbe Schrumpf-brillant, schneidend, frech, agil
Besonderheit Höchste Klarinette im Standard-Orchester
Empfehlung Perfekt für groteske, humorvolle oder extrem energetische Passagen


Fazit:
Die VSL Clarinet (Eb) ist kein Instrument für den Hintergrund. Sie ist ein Spezialist für Akzente, Virtuosität und Charakter. Wenn deine Musik mehr „Biss“ und eine Prise Ironie im Holzbläsersatz braucht, ist sie die perfekte Wahl.

Nie war eine Orchester-Library so gut [...], nie gab es so viele, qualitativ höchstwertige Samples in Verbindung mit einem intelligent gemachten Sampleplayer. Gerade letzterer stellt nicht nur für alle Computer-Orchestratoren einen großen Sprung nach vorne dar, sondern er festigt auch die Positionierung von VSL als Speerspitze technischer Innovation gepaart mit orchestraler Authentizität gegenüber der Konkurrenz. 
Martin Gerke, Sound & Recording, März 2007

While Woodwinds I is fine for basic woodwind arrangements, certain instruments on Woodwinds II are indispensable for serious orchestral work. The combined cost of the two collections is hefty, but quality usually comes at a price; if you need a comprehensive woodwind section capable of every musical nuance under the sun, the pair offer an immaculate solution.
5 Stars, Sound on Sound, November 2006

It’s fair to say that Vienna Instruments are pushing the boundaries of how sampled instruments sound and play. Offering unprecedented control over articulations and expression, VSL’s Vienna Instruments afford professional composers and mockup masters with one of the most comprehensive and sophisticated instruments on the market. The recording quality is uniformly excellent, the performances are consistently superb, and the range of articulations is exhaustively comprehensive.
John Krogh, Keyboard, August 2006

The Vienna Instruments combine full instrumentation with the greatest musical depth of any orchestral sound library. The Vienna Instruments Player has the power to make orchestral samples sound more realistic than ever before, and its highly flexible switching system reduces the strain of setting up arrangements.
Dave Stewart, Sound on Sound, July 2006

Sometimes it’s hard to believe that you’re actually playing what you hear – the transitions are that smooth. Nothing else can do that. [The player’s] interface is very clear, and it takes no time to learn your way around it. I was able to load 1.745 GB of samples into the 2GB installed on the Windows machine, which is absolutely phenomenal – over half a gig more than anything else has ever loaded on that computer. Still subjectively, VSL’s greatest strength – apart from the subtlety of expression you’re able to achieve with such a vast selection of articulations – is somewhat intangible: the notes all have a meaning. This especially true for the short woodwinds; rather than just going “toot”, their possibilities are immediately obvious. All the major software samplers have improved by leaps and bounds in many important areas, but they haven’t necessarily focused their efforts on making the wonderful new libraries they spawned easy to manage. The Vienna Instruments player sets new standards in that category, and also in its memory access performance. That, combined with the incredible breadth of the library itself, allows you to do some things nothing else can do.
Nick Batzdorf, Virtual Instruments Magazine June/July 2006

Firma: Vienna Symphonic Library


Vienna Symphonic Library - Clarinet (Eb)