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Vienna Symphonic Library - Contrabassoon

Vienna Symphonic Library Contrabassoon

Das Contrabassoon (Kontrafagott) der Vienna Symphonic Library ist das „Schwergewicht“ der Holzbläserfamilie. Als eines der tiefsten Instrumente im gesamten Orchester klingt es eine volle Oktave tiefer als das Standardfagott und liefert ein fundamentales, erdigen Grollen, das bis an die untere Grenze des menschlichen Hörbereichs reicht.

VSL hat dieses gewaltige Instrument mit Fokus auf die enorme physische Präsenz und die charakteristische Textur der tiefsten Register aufgenommen.

1. Der Klangcharakter: Urgewalt und Textur

Das Kontrafagott zeichnet sich durch ein sehr spezifisches Klangprofil aus, das dem Orchester eine einzigartige Erdung verleiht:

  • Das Sub-Bass-Register: In der tiefsten Lage ist der Klang weniger ein klarer Ton als vielmehr eine spürbare Vibration. Die Obertöne sind reich und „knurrend“, was für eine enorme organische Tiefe sorgt.
  • Die Ansprache: VSL hat die natürliche Trägheit der riesigen Luftsäule eingefangen. Man hört förmlich, wie das große Doppelrohrblatt in Schwingung gerät.
  • Klangfarbe: Es klingt wesentlich rauer und hölzerner als eine Tuba und bietet eine weniger metallische Alternative für extrem tiefe Basslinien.

2. Einsatzgebiete

  • Das orchestrale Fundament: Es verdoppelt oft die Kontrabässe oder die Tuba eine Oktave tiefer, um den Orchesterklang massiv und unerschütterlich zu machen.
  • Dunkle Atmosphäre: In der Filmmusik (besonders im Horror- oder Thriller-Genre) wird es für unheimliche, fast schon physisch bedrohliche Pedaltöne genutzt.
  • Charakter-Momente: Bekannte klassische Beispiele sind der Beginn von Ravels Ma Mère l'Oye (Das Biest) oder die tiefen Bläsersätze bei Brahms und Mahler.

3. Artikulationen & Spielbarkeit

Trotz seiner Größe bietet die VSL-Library die nötige Flexibilität für komplexe Arrangements:

  • Performance Legato: Besonders in den tiefen Lagen ist ein sauberes Legato technisch schwer zu spielen. VSL bietet hier perfekt abgestimmte Übergänge, die den Fluss der Musik beibehalten, ohne den typischen Charakter des Instruments zu glätten.
  • Kurze Noten (Staccato): Diese haben einen sehr trockenen, fast perkussiven Charakter. Ein Kontrafagott-Staccato im Fortissimo hat einen unglaublichen „Wumms“.
  • Sustains & Dynamics: Die Library erlaubt feine Schwelltöne (Crescendo/Diminuendo), was besonders wichtig ist, um das Instrument organisch in die Dynamik des restlichen Holzbläsersatzes einzubinden.

4. Integration: VI Series & Synchronized

  • VI Series (Silent Stage): Die absolut trockene Aufnahme. Da das Kontrafagott sehr tiefe Frequenzen abstrahlt, ist die korrekte räumliche Platzierung mit MIR Pro entscheidend, um den Mix nicht zu „vermatschen“ und dem Instrument seinen festen Platz hinter den Fagotten zuzuweisen.
  • Synchronized Contrabassoon: Optimiert für den Synchron Player. Durch den natürlichen Hall der Synchron Stage Vienna (Stage A) gewinnt das Instrument an Luftigkeit und Tiefe. Die tiefen Frequenzen regen den Raum natürlich an, was für ein sehr authentisches und mächtiges Klangerlebnis sorgt.

5. Technische Übersicht

Merkmal Details
Tonumfang Reicht bis zum tiefen Subkontra-B (Bb0) oder C1
Klangfarbe Extrem tief, grollend, kernig, reich an Textur
Besonderheit Tiefstes Instrument der Holzbläser
Empfehlung Unverzichtbar für epische Breite und orchestrale Erdung


Fazit:
Das VSL Contrabassoon ist kein Instrument für filigrane Melodien, sondern das akustische Fundament. Es verleiht Ihren Produktionen eine Schwere und eine organische Qualität, die im digitalen Bereich ihresgleichen sucht.

Nie war eine Orchester-Library so gut [...], nie gab es so viele, qualitativ höchstwertige Samples in Verbindung mit einem intelligent gemachten Sampleplayer. Gerade letzterer stellt nicht nur für alle Computer-Orchestratoren einen großen Sprung nach vorne dar, sondern er festigt auch die Positionierung von VSL als Speerspitze technischer Innovation gepaart mit orchestraler Authentizität gegenüber der Konkurrenz. 
Martin Gerke, Sound & Recording, März 2007

While Woodwinds I is fine for basic woodwind arrangements, certain instruments on Woodwinds II are indispensable for serious orchestral work. The combined cost of the two collections is hefty, but quality usually comes at a price; if you need a comprehensive woodwind section capable of every musical nuance under the sun, the pair offer an immaculate solution.
5 Stars, Sound on Sound, November 2006

It’s fair to say that Vienna Instruments are pushing the boundaries of how sampled instruments sound and play. Offering unprecedented control over articulations and expression, VSL’s Vienna Instruments afford professional composers and mockup masters with one of the most comprehensive and sophisticated instruments on the market. The recording quality is uniformly excellent, the performances are consistently superb, and the range of articulations is exhaustively comprehensive.
John Krogh, Keyboard, August 2006

The Vienna Instruments combine full instrumentation with the greatest musical depth of any orchestral sound library. The Vienna Instruments Player has the power to make orchestral samples sound more realistic than ever before, and its highly flexible switching system reduces the strain of setting up arrangements.
Dave Stewart, Sound on Sound, July 2006

Sometimes it’s hard to believe that you’re actually playing what you hear – the transitions are that smooth. Nothing else can do that. [The player’s] interface is very clear, and it takes no time to learn your way around it. I was able to load 1.745 GB of samples into the 2GB installed on the Windows machine, which is absolutely phenomenal – over half a gig more than anything else has ever loaded on that computer. Still subjectively, VSL’s greatest strength – apart from the subtlety of expression you’re able to achieve with such a vast selection of articulations – is somewhat intangible: the notes all have a meaning. This especially true for the short woodwinds; rather than just going “toot”, their possibilities are immediately obvious. All the major software samplers have improved by leaps and bounds in many important areas, but they haven’t necessarily focused their efforts on making the wonderful new libraries they spawned easy to manage. The Vienna Instruments player sets new standards in that category, and also in its memory access performance. That, combined with the incredible breadth of the library itself, allows you to do some things nothing else can do.
Nick Batzdorf, Virtual Instruments Magazine June/July 2006

Firma: Vienna Symphonic Library

Vienna Symphonic Library - Contrabassoon