
Synthx V ist Arturias detailverliebte Emulation des extrem seltenen und exklusiven Elka Synthex aus den frühen 80er Jahren. Das italienische Original gilt als einer der am besten klingenden analogen Polysynths aller Zeiten, wurde aber nur in sehr geringen Stückzahlen (ca. 1.800) produziert.
Berühmt wurde er vor allem durch Jean-Michel Jarre, der ihn für seinen legendären "Laser Harp"-Sound auf dem Album Rendez-vous einsetzte.
1. Das Herzstück: Die DCOs und das Filter
Obwohl der Synthex digital gesteuerte Oszillatoren (DCOs) nutzte (was ihn stimmstabil machte), war sein gesamter Signalweg rein analog.
- Multimode-Filter: Eines seiner Alleinstellungsmerkmale war das hochgelobte CEM 3320 Filter. Es bietet Tiefpass (24 dB), Bandpass (6 dB und 12 dB) sowie Hochpass (12 dB). Besonders das Bandpass-Filter ist für die seidigen, laserartigen Leads verantwortlich.
- Cross-Modulation: Der Synthex war berühmt für seine Fähigkeit, durch Cross-Modulation extrem metallische und komplexe Klänge zu erzeugen, die dennoch eine analoge Wärme behielten.
2. Der integrierte Sequenzer
Das Original besaß einen der fortschrittlichsten 4-Spur-Sequenzer seiner Zeit. Arturia hat diesen Geist eingefangen und für die moderne DAW-Welt optimiert:
- Du kannst komplexe polyphone Phrasen erstellen, die perfekt mit deinem Host-Tempo synchronisiert sind.
- Die Handhabung ist deutlich intuitiver als am Originalgerät, wo die Programmierung oft kryptisch war.
3. Der berühmte Chorus
Ein großer Teil des Synthex-Sounds stammt von seinem internen analogen Chorus. Er verleiht dem Sound eine enorme Breite und Tiefe, ohne ihn „matschig“ zu machen. Arturia hat diesen speziellen Schaltungstyp präzise emuliert, um diesen majestätischen Stereo-Eindruck zu garantieren.
4. Arturias Modernisierungen
Wie gewohnt wurde das Plugin mit Features ausgestattet, die das Original nicht hatte:
- Multi-Layer-Architektur: Du kannst Sounds layern oder splitten, um massive, orchestrale Texturen zu bauen.
- Modulations-Matrix: Ein modernes Routing-System für fast grenzenlose Modulationsmöglichkeiten.
- Effekt-Rack: Zusätzlich zum klassischen Chorus gibt es ein komplettes Set aus Reverb, Delay und Distortion, um den Sound zu finalisieren.
5. Technische Daten
| Merkmal | Details |
| Plattform | VST, AU, AAX (PC & Mac), Standalone |
| Filter-Typ | Multimode (LP, BP, HP) basierend auf CEM 3320 |
| Besonderheit | Emulation des legendären "Laser Harp"-Presets |
| Kategorie | Seltener italienischer Analog-Polysynth |
Fazit: Der Synthx V ist ein Spezialist für epische, edle Sounds. Er klingt weniger "amerikanisch-fett" als ein Moog oder Prophet, sondern eher "europäisch-elegant" und breit. Wenn du nach dem ultimativen 80er-Jahre-Cineastik-Sound oder den speziellen Jarre-Texturen suchst, ist dies dein Plugin.
Firma: Arturia

