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Waves - Scheps Omni Channel

Scheps Omni Channel

Das Waves Scheps Omni Channel ist für viele Producer das ultimative „Island Plugin“ – also das eine Werkzeug, das man mitnehmen würde, wenn man nur eines wählen dürfte. Entwickelt mit Andrew Scheps, kombiniert es dessen jahrzehntelange Erfahrung in einem einzigen, extrem flexiblen Channel Strip.

Im Gegensatz zu klassischen Konsolen-Emulationen (wie dem SSL oder Neve) ist der Omni Channel nicht an eine spezifische Hardware gebunden. Er vereint Andrew Scheps' Lieblings-Klangfarben in einem modularen Design.

Die 5 Module des Omni Channel

Die Reihenfolge der Module lässt sich per Drag-and-Drop völlig frei verändern:

1. Pre (Sättigung & Filter)

Hier beginnt der Sound. Du hast die Wahl zwischen drei Sättigungstypen:

  • Odd: Erzeugt ungeradzahlige Harmonische (eher kantig/aggressiv).
  • Even: Erzeugt geradzahlige Harmonische (warm/röhrenartig).
  • Heavy: Eine Kombination aus beidem für extreme Verzerrung.
  • Zusätzlich gibt es sehr musikalische High- und Low-Pass-Filter sowie einen „Thump“-Regler für einen kontrollierten Bass-Boost.

2. DS2 (De-Esser)

Dies ist einer der besten De-Esser auf dem Markt. Er hat zwei identische Bänder, mit denen du nicht nur zischende „S“-Laute bändigen kannst, sondern jede störende Resonanz in jedem Frequenzbereich. Man kann ihn also auch als dynamischen EQ nutzen.

3. EQ (4 Bänder)

Ein extrem vielseitiger Equalizer:

  • Jedes Band bietet verschiedene Modi (Pultec-Style Shelfs, chirurgische Bells etc.).
  • Die Kurven sind so abgestimmt, dass sie auch bei extremen Einstellungen immer musikalisch klingen.

4. Compressor

Der Kompressor bietet drei fest eingestellte Charakteristiken:

  • VCA: Schnell und präzise (gut für Drums).
  • FET: Klassisch aggressiv (wie ein 1176).
  • OPTU: Langsam und singend (wie ein LA-2A).
  • Ein besonderes Feature ist der „Unified Chain“-Ansatz, der es ermöglicht, die Kompression extrem fein zu dosieren.

5. Gate

Ein hochmodernes Gate/Expander-Modul, das nicht nur zum Stummschalten von Pausen dient, sondern durch die Hüllkurven-Steuerung auch den Punch von Instrumenten (z. B. Snare oder Kick) massiv formen kann.

Die "Geheimwaffen" des Plugins

  • Der Insert-Slot: Du kannst ein beliebiges anderes Waves-Plugin innerhalb des Omni Channels laden. So wird der Channel Strip noch individueller.
  • MS/Duo/Stereo-Bearbeitung: Jedes Modul kann separat im Mid-Side-Modus oder im Duo-Modus (links/rechts getrennt) betrieben werden.
  • Focus-Presets: Andrew Scheps hat Presets erstellt, die nicht nur Einstellungen laden, sondern die wichtigsten Regler für diese Aufgabe markieren („Focus“), damit man sofort weiß, wo man drehen muss.

Warum sollte man den Scheps Omni Channel nutzen?

  1. Workflow: Alles, was du für $95\%$ deiner Mix-Entscheidungen brauchst, befindet sich in einem Fenster.
  2. Klangqualität: Er klingt extrem hochwertig und „teuer“, ohne dabei die CPU unnötig zu belasten.
  3. Vielseitigkeit: Er funktioniert auf Vocals genauso gut wie auf Drums, Bass oder dem Master-Bus.

Profi-Tipp: Die "Verschmelzung"

Versuche mal, den Omni Channel auf absolut jede Spur deines Mixes zu legen (ähnlich wie eine echte Konsole). Nutze in jedem Modul nur minimale Einstellungen: Ein bisschen Even Saturation, ein ganz dezenter Low-Cut und etwa $1$ bis $2$ dB Kompression. Die Summe dieser kleinen Eingriffe führt dazu, dass der Mix am Ende viel kompakter und professioneller wirkt, als wenn man nur auf wenigen Spuren extrem eingreift.

Firma: Waves

Waves - Scheps Omni Channel