
Mit dem Twin 3 hat FabFilter das Konzept seines virtuell-analogen Synthesizers grundlegend modernisiert. Während der Vorgänger bereits für seine Flexibilität geschätzt wurde, hebt die Version 3 das Design, den Sound und die Effekte auf ein völlig neues Niveau.
Hier sind die wichtigsten Neuerungen und Merkmale:
1. Komplett überarbeitetes Interface
Das markanteste Update ist die Benutzeroberfläche. Sie wurde von Grund auf neu gestaltet, ist nun vollständig skalierbar und wirkt deutlich aufgeräumter.
- Verbesserter Workflow: Die Bedienung ist intuitiver geworden, was besonders beim komplexen Sounddesign hilft.
- Visualisierung: Wie bei FabFilters EQ-Klassiker Pro-Q 3 sieht man nun die Frequenzkurven und Modulationen in Echtzeit, was das Verständnis für den Klangprozess enorm erleichtert.
2. Oszillatoren und Filter-Power
Die Kern-Engine wurde massiv aufgebohrt:
- Vier Oszillatoren: Twin 3 bietet nun vier statt drei Oszillatoren. Diese verfügen über ein integriertes "Per-Oscillator-Drift", was den Klang deutlich lebendiger und organischer (analoger) macht.
- Vier Filter: Auch die Filteranzahl wurde verdoppelt. Es gibt jetzt vier Multimode-Filter mit neuen Charakteristiken (z. B. "Bell", "Low/High Shelf" und "Notch").
3. Die neue Effekt-Sektion
Einer der größten Kritikpunkte am Twin 2 war die limitierte Effekt-Sektion. Twin 3 liefert hier ordentlich nach:
- Vollwertige Effekte: Es gibt nun dedizierte Module für Reverb, Delay, Chorus, Phaser, Flanger und einen Compressor.
- Drive-Regler: Direkt in der Filter-Sektion integriert, um Sounds sofort mehr Sättigung und Biss zu verleihen.
4. Arpeggiator
Twin 3 führt einen integrierten Arpeggiator ein. Er bietet klassische Modi wie Up/Down, aber auch kreative Funktionen wie "Order" oder "Random", kombiniert mit Einstellungen für Note-Length und Velocity.
5. Modulation & Preset-Browser
- Smart Parameter Range: Wenn du eine Modulation zuweist, zeigt Twin 3 nun grafisch den Bereich an, in dem sich der Parameter bewegt.
- Neuer Browser: Das Suchen nach Sounds ist durch ein Tagging-System und eine Favoriten-Funktion wesentlich schneller geworden.
Twin 2 vs. Twin 3: Was ist neu?
| Feature | Twin 2 | Twin 3 |
| Oszillatoren | 3 | 4 |
| Filter | 2 | 4 |
| Interface | Statisch / Klassisch | Skalierbar / Modern |
| Effekte | Nur Delay | Delay, Reverb, Chorus, Comp, etc. |
| Arpeggiator | Nein | Ja |
Kurzfazit: Twin 3 ist nicht mehr nur ein Synthesizer für "cleane" Sounds, sondern durch die neuen Effekte und die vierte Oszillator-Ebene ein echtes Kraftpaket für alles von satten Vintage-Pads bis hin zu modernen, aggressiven EDM-Leads.
Firma: Fabfilter


Nutzungsbedingungen
Abonnieren
Bericht
Meine Kommentare