Musik-Instrumente von Audio Blast

Authentischer Roland TB-303 Sound ohne Kompromisse

FXpansion BFD3

BFD3 ist ein professionelles, softwarebasiertes Schlagzeug-Studio (ein sogenannter „Acoustic Drum Virtual Instrument“), das ursprünglich von der Firma FXpansion entwickelt wurde. Mittlerweise gehört die Software zur Marke BFD Drums (unter dem Dach von inMusic Brands).

Es gilt in der Musikproduktion als eines der leistungsstärksten Werkzeuge, um realistische, akustische Schlagzeugspuren am Computer zu erstellen.

Hauptmerkmale von BFD3

  • Extremer Detailgrad: Im Gegensatz zu einfachen Drum-Maschinen basiert BFD3 auf riesigen Sample-Bibliotheken. Jede Trommel und jedes Becken wurde in verschiedenen Lautstärken und mit unterschiedlichen Schlagtechniken aufgenommen.
  • Klangliche Flexibilität: Die Software bildet nicht nur den Sound der Trommel ab, sondern auch die gesamte Studioumgebung. Man kann den Anteil der Raum-Mikrofone, das „Übersprechen“ (Bleed) in andere Mikrofone und die Position der Overheads präzise einstellen.
  • Integrierte Engine: BFD3 enthält ein eigenes Mischpult mit Effekten (EQ, Kompressoren, Reverb), sodass man das Schlagzeug direkt in der Software fertig mischen kann, bevor der Sound in die eigentliche Musiksoftware (DAW) fließt.
  • Groove-Bibliothek: Es enthält tausende von eingespielten Rhythmen (Grooves), die per Drag-and-Drop in ein Projekt gezogen werden können.

Warum nutzen Profis BFD3?

Während viele Drum-Plugins heute auf einen "fertigen", polierten Sound setzen, ist BFD3 für seine Rohheit und Authentizität bekannt. Die Aufnahmen klingen sehr natürlich und ungeschönt, was Toningenieuren die maximale Kontrolle gibt, das Schlagzeug so zu bearbeiten, als hätten sie es gerade selbst im Studio aufgenommen.

Einordnung im Markt

BFD3 ist der direkte Konkurrent zu anderen Schwergewichten wie:

  1. Toontrack Superior Drummer 3 (bekannt für seine enorme Library und moderne Features).
  2. XLN Audio Addictive Drums 2 (bekannt für Schnelligkeit und "Ready-to-mix"-Presets).
  3. Steven Slate Drums (SSD5).

Firma: FXpansion


bfd3 Modern Retro

BFD Modern Retro ist ein Expansion Pack, das eine Brücke zwischen zwei Welten schlägt: der legendären Hardware der 70er Jahre und der extrem hochauflösenden Aufnahmetechnik der Moderne.

Es wurde von demselben Team (Chocolate Audio) produziert, das auch für die Imperial Drums verantwortlich war, und konzentriert sich auf den massiven, aber kontrollierten Sound der großen Rock-Produktionen der 1970er Jahre.

1. Das Konzept: „Vintage-Power im modernen Studio“

Das Ziel von Modern Retro war es, zwei der begehrtesten Drum-Sets der Geschichte so detailliert wie möglich einzufangen. Der Sound ist nicht „lo-fi“ oder „dreckig“ (wie bei Dark Farm), sondern extrem klar, druckvoll und definiert – eben so, wie man ein Vintage-Kit heute in einem High-End-Studio für eine moderne Rock-Produktion aufnehmen würde.

2. Die Instrumente: Zwei Legenden

Die Library basiert auf zwei ikonischen Kits, die jeweils einen sehr unterschiedlichen Charakter haben:

  • Das „70s Low-Tuned“ Kit (Ludwig Vistalite):
    • Ein Acryl-Schlagzeug, bekannt durch John Bonham (Led Zeppelin).
    • Sound: Explosiv, laut, mit viel Attack und einem sehr markanten, resonanten Ausklingen. Es ist das ultimative Kit für „großen“ Rock-Sound.
  • Das „Retro-Modern“ Kit (Sonor Phonic):
    • Ein schweres Buchenholz-Kit aus den späten 70ern/frühen 80ern.
    • Sound: Sehr fokussiert, warm und präzise. Es bietet einen trockeneren, kontrollierteren Ton, der sich perfekt für komplexere Mixe eignet.

3. Besonderheit: Extreme Mikrofon-Optionen

Ein Alleinstellungsmerkmal von Modern Retro ist die Vielfalt der Kanäle im BFD3-Mixer:

  • Zwei Kick-Mikrofone: Ein Mix aus internem und externem Mikrofon für die perfekte Balance zwischen Klick und Bass-Schub.
  • Drei Snare-Mikrofone: Oben, unten und ein spezielles seitliches Mikrofon für mehr „Körper“.
  • Multiple Room-Mics: Es wurden verschiedene Stereo-Raummikrofone verwendet, um die Räumlichkeit perfekt an den Song anpassen zu können.

4. Ausstattung und Schlägel

  • Snares: Eine exzellente Auswahl, darunter die legendäre Ludwig Supraphonic und eine Sonor D506.
  • Becken: Eine riesige Palette von Zildjian-Becken (viele aus der A- und K-Serie).
  • Artikulationen: Aufgenommen mit Sticks, aber auch mit Hot-Rods für leisere, texturierte Parts.

Technische Daten

  • Größe: Die Library ist recht massiv und benötigt ca. 14 GB (komprimiert für BFD3).
  • Einsatzgebiete: Classic Rock, Hard Rock, Progressive Rock, aber auch moderner Indie oder Pop, der ein „echtes“ Fundament braucht.

Fazit: BFD Modern Retro ist perfekt für dich, wenn du den massiven Vibe der 70er Jahre liebst (den „Bonham-Sound“), aber die klangliche Flexibilität und Sauberkeit einer modernen Produktion benötigst. Es klingt deutlich kraftvoller als die Vintage Recording Techniques und ist „rockiger“ als die Imperial Drums.

Firma: FXpansion


BFD3 Vintage Recording Techniques

BFD Vintage Recording Techniques ist ein spezielles Expansion Pack für BFD3, das einen völlig anderen Ansatz verfolgt als die meisten modernen Drum-Libraries. Während viele Erweiterungen versuchen, möglichst viele Mikrofone und Kanäle zu bieten, konzentriert sich diese Library auf das Prinzip „Weniger ist mehr“.

Sie bildet die klassischen Aufnahmetechniken der 60er und 70er Jahre nach, als Schlagzeuge oft mit nur sehr wenigen Mikrofonen aufgenommen wurden, um einen kohärenten, charakterstarken Sound zu erzielen.

1. Das Konzept: Authentischer Retro-Vibe

Anstatt jede Trommel einzeln mit einem Mikrofon zu „jagen“, wurde hier Wert auf die Interaktion der Instrumente im Raum gelegt.

  • Minimalistische Mikrofonierung: Die Library nutzt klassische Setups wie die Glyn Johns Technik (nur 3–4 Mikrofone für das ganze Set) oder das Mono-Overhead-Setup.
  • Klangbild: Der Sound ist warm, extrem dynamisch und hat eine natürliche Tiefenstaffelung. Er klingt „nach Schallplatte“ und bietet diesen unverkennbaren Vintage-Glue, den man mit modernen Multi-Mikrofon-Setups nur schwer simulieren kann.

2. Das Instrumentarium

Für diese Library wurden seltene und ikonische Vintage-Instrumente ausgewählt:

  • Kits: Ein Ludwig Super Classic (ähnlich dem Set von Ringo Starr) und ein Rogers Holiday Kit aus den 60ern.
  • Snares: Klassiker wie die Ludwig Acrolite und verschiedene Holz-Snares, die für ihren trockenen, „thumpy“ Sound bekannt sind.
  • Becken: Zeitgenössische Zildjian A-Serien aus den 60ern, die einen dunkleren, erdigeren Ton haben als heutige Becken.

3. Besonderheit: Die Aufnahmekette

Die Signalkette wurde so authentisch wie möglich gehalten:

  • Es wurden ausschließlich Vintage-Mikrofone (z.B. Bändchenmikrofone von Coles oder Röhrenmikrofone von AKG/Neumann) verwendet.
  • Die Signale liefen durch klassische Preamps und wurden teilweise auf Analogband (Tape) aufgenommen, um die natürliche Sättigung und Wärme zu erhalten.

4. Technische Highlights

  • Detailgrad: Trotz der wenigen Mikrofone bietet die Library die gewohnte BFD3-Detailtiefe mit vielen Velocity-Layern.
  • Einsatzgebiete: Perfekt für Classic Rock, Soul, Funk, Jazz-Fusion oder modernen Indie-Pop, der einen organischen „Retro-Touch“ benötigt.
  • Presets: Enthält fertige Mixer-Konfigurationen, die genau diese historischen Aufnahmetechniken (z.B. „1968 Rock“ oder „Motown Style“) nachbilden.

Fazit: BFD Vintage Recording Techniques ist die ideale Wahl, wenn du den „Sound einer Ära“ suchst und nicht nur ein technisch perfektes Schlagzeug. Es ist die perfekte Ergänzung zu Vintage Rock Grooves, da der Sound und das Spielgefühl dieser Zeit hier eine perfekte Einheit bilden.

Firma: FXpansion


BFD3 London Sessions

BFD London Sessions ist keine klassische Erweiterung, sondern ein zentraler Bestandteil der BFD-Historie. Ursprünglich war dies die Core-Library von BFD2. Als BFD3 veröffentlicht wurde, wurde diese Bibliothek unter dem Namen „London Sessions“ neu aufbereitet und als separates Expansion Pack (oder als Bonus für Umsteiger) verfügbar gemacht.

Sie gilt bis heute als eine der besten und vielseitigsten Libraries, die jemals für BFD aufgenommen wurden.

1. Der Aufnahmeort: AIR Studios

Die Library wurde in den legendären AIR Studios in London aufgenommen (gegründet von Beatles-Produzent George Martin). Die Drums wurden im „Lyndhurst Hall“-Aufnahmeraum eingespielt, der für seine gigantische, aber präzise kontrollierbare Akustik weltberühmt ist.

2. Der Sound: „Der britische Rock-Standard“

  • Charakter: Der Sound ist massiv, luftig und sehr „teuer“. Er hat diesen typischen britischen Studio-Glanz, der sowohl für kraftvollen Rock als auch für feine Pop-Produktionen funktioniert.
  • Die Räumlichkeit: Die Raum-Mikrofone der London Sessions sind legendär. Sie fangen den Charakter der Lyndhurst Hall perfekt ein und ermöglichen es, das Schlagzeug extrem groß klingen zu lassen, ohne dass es im Mix matschig wird.

3. Das Instrumentarium

Die Auswahl ist ein „Best-of“ klassischer und moderner Drum-Geschichte:

  • Kits: Enthält Sets von DW, Ludwig, Pearl, Gretsch und Orange.
  • Snares & Kicks: Eine riesige Auswahl an verschiedenen Kesseln, die für nahezu jedes Genre passen.
  • Becken: Fokus auf Zildjian, Paiste und Sabian.

4. Technische Besonderheiten

  • Detailtiefe: Da dies ursprünglich eine Core-Library war, ist die Anzahl der Velocity-Layer (Anschlagstärken) extrem hoch. Das sorgt für ein sehr natürliches Spielgefühl ohne den gefürchteten „Maschinengewehr-Effekt“.
  • Umfang: Mit über 50 GB an Rohdaten (unkomprimiert) gehört sie zu den umfangreichsten Paketen im BFD-Sortiment. In der BFD3-Version ist sie jedoch durch effiziente Kompression platzsparender.

Warum sollte man "London Sessions" heute noch nutzen?

Obwohl die Library schon einige Jahre auf dem Buckel hat, bleibt sie für viele BFD-Nutzer der Goldstandard. Während neuere Expansions oft sehr spezifisch sind (wie Horsepower oder Oblivion), ist London Sessions der ultimative Allrounder. Wenn du den klassischen, großen Studio-Sound der 90er und 2000er Jahre suchst, ist dies die richtige Wahl.

Ein wichtiger Hinweis zur Lizenz: Falls du von BFD2 auf BFD3 aktualisiert hast, ist diese Library oft bereits in deinem Account enthalten. Seit dem Wechsel zu inMusic musst du sicherstellen, dass die Library über den neuen BFD License Manager korrekt migriert wurde.

Firma: FXpansion