Musik-Instrumente von GForce Software

Gute Software-Emulationen aus den Tagen der Analog-Technik

Native-Instruments - VC 76

VC 76

Der VC 76 ist die Emulation des wohl berühmtesten FET-Kompressors aller Zeiten: dem Urei 1176. In der Welt der Tontechnik gilt er als das „Arbeitstier“ schlechthin.

Während der VC 2A sanft und träge ist und der VC 160 eher trocken und hart, steht der VC 76 für Präsenz, Geschwindigkeit und Charakter. Er ist ein Kompressor, den man nicht nur einsetzt, um die Dynamik zu bändigen, sondern um dem Sound eine aggressive „Attitüde“ zu verleihen.

Was macht den VC 76 besonders?

  1. Extrem hohe Geschwindigkeit: Der 1176 war einer der ersten Kompressoren, der Attack-Zeiten im Mikrosekunden-Bereich ($20$ bis $800$ Mikrosekunden) erreichte. Er ist schnell genug, um wirklich jede Spitze eines Signals einzufangen.
  2. FET-Technologie (Field Effect Transistor): Die Schaltung verleiht dem Sound eine sehr markante, leicht verzerrte Färbung, wenn man ihn hart anfährt. Das sorgt für die berühmte „Griffigkeit“.
  3. Die „verkehrte“ Bedienung: Ein Markenzeichen (auch in der NI-Version): Die Regler für Attack und Release arbeiten „rückwärts“ – im Uhrzeigersinn werden sie schneller, nicht langsamer.

Der legendäre „All Buttons In“ Modus

Beim Original konnte man alle Ratio-Knöpfe gleichzeitig drücken. Native Instruments hat dies als All-Buttons-Modus integriert:

  • Dieser Modus erzeugt eine extrem aggressive, fast schon zerstörerische Kompression mit einer sehr eigenen Verzerrung.
  • Einsatz: Legendär für „Exploding Drums“ (denkt an den Schlagzeug-Sound von Led Zeppelin).

Einsatzgebiete

  • Vocals: Wenn eine Stimme im Mix ganz weit nach vorne soll und jedes Wort gestochen scharf klingen muss, ist der VC 76 die erste Wahl.
  • Drums: Er ist perfekt für den Drum-Bus oder die Snare. Er verleiht den Trommeln ein „Atmen“ oder „Pumpen“, das sehr energetisch wirkt.
  • Gitarren: Besonders bei verzerrten Gitarren oder Clean-Funky-Sounds hilft er, den Anschlag perfekt zu betonen oder den Sustain zu verlängern.

Vergleich der drei NI Vintage Compressors

Feature VC 2A (Opto) VC 76 (FET) VC 160 (VCA)
Charakter Warm, seidig, edel Präsent, bissig, energetisch Trocken, knackig, direkt
Tempo Langsam (sanft) Extrem schnell Schnell & programmabhängig
Haupteinsatz Vocals, Bass, Pads Vocals, Drums, Gitarren Snare, Kick, Slap-Bass
Färbung Röhren-Wärme FET-Sättigung (Aggressiv) Dezente VCA-Farbe

Die NI-Modernisierung

Native Instruments hat auch hier nützliche Features hinzugefügt, die das Original nicht hatte:

  • Sidechain-Eingang: Um die Kompression durch ein externes Signal zu steuern.
  • Dry/Wet: Für Parallel-Kompression – besonders wichtig beim VC 76, um die Energie der Kompression zu nutzen, ohne die Transienten komplett zu plätten.

Fazit für dein Rack

In Kombination mit deinen Moog-Effekten ist der VC 76 ein echtes Biest. Wenn du ein Signal durch den MF-102 Ring Modulator schickst und es danach durch den VC 76 jagst, kannst du die metallischen Obertöne extrem weit nach vorne holen und den Sound regelrecht „aufpumpen“.

Firma: Native Instruments


Output - Movement

Steinberg - HALion Symphonic Orchestra

Moog - MF-107 Freqbox

Universal Audio - Manley Massive Passive EQ

Universal Audio - Ocean Way Studios

Universal Audio - Precision Buss Compressor

Vienna Symphonic Library - Bass Clarinet

Vienna Symphonic Library - Vienna Dimension Brass II

Vienna Symphonic Library - Cimbasso

Sonnox - Oxford DeNoiser

Eventide - TriceraChorus

Tone Empire - Loc-Ness

INA GRM - GRM Tools - Creative

Harrison Consoles - 32C Vocal Intensity Processor

KiloHearts - 3-Band EQ

KiloHearts - Distortion

Brainworx - bx_dynEQ

Softube - Marshall Silver Jubilee 2555

Native-Instruments - VC 76

Waves - NLS Non-Linear Summer

Waves - Manny Marroquin EQ

Waves - Scheps 73

Waves - The Kings Microphones

Waves - L2 Ultramaximizer

Waves - X-Click

Best Service - Titan 2

Sample Logic - Drum Fury

Air Music Technology - Air Delay Pro

Roland Music - RD 2000

Roland Music - Juno 106

FabFilter - Pro-C 2

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