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Gute Software-Emulationen aus den Tagen der Analog-Technik

KORG - Multi/Poly native

KORG Multi Poly native

Der KORG multi/poly native ist die Software-Version des im Jahr 2024 vorgestellten Hardware-Synthesizers. Er ist eine moderne Hommage an den legendären KORG Mono/Poly aus dem Jahr 1981, geht aber technologisch weit über die Grenzen des Originals hinaus.

Hier ist eine Analyse dessen, was dieses Plugin auszeichnet:

1. Das Konzept: Analog-Spirit mit digitaler Power

Während das Original ein vier-stimmiger analoger Synthesizer war, ist der multi/poly ein digitales Kraftpaket. Die Software-Version ist 1:1 kompatibel mit der Hardware, sodass Patches nahtlos zwischen Computer und Synthesizer ausgetauscht werden können.

2. Kernmerkmale der Engine

Das Herzstück des multi/poly ist seine enorme Flexibilität in der Klangerzeugung:

  • Vier Oszillatoren pro Programm: Jeder Oszillator kann verschiedene Wellenformen nutzen – von klassischen analogen Modellen über Wavetables bis hin zu Rauschgeneratoren.
  • Layering: Man kann bis zu vier komplette Programme (Layer) übereinanderlegen. Das ermöglicht extrem komplexe, orchestrale oder massiv gestackte Sounds.
  • Virtuelle Karten-Stimmen (VCS): Um den organischen Charakter alter Analog-Hardware zu emulieren, simuliert der multi/poly die leichten Instabilitäten von Bauteilen. Jede Stimme klingt minimal anders, was zu einem lebendigen, "breiten" Sound führt.

3. Fortschrittliche Modulation und Sequencing

KORG hat hier moderne Konzepte integriert, die weit über das hinausgehen, was 1981 möglich war:

  • Kaoss Physics: Eine interaktive Modulationsquelle, die ein physikalisches Modell (wie eine Kugel auf einer Oberfläche) nutzt. Man kann die "Kugel" anstoßen, und ihre Bewegung steuert Parameter wie Filter oder Effekte.
  • Motion Sequencing 2.0: Ein extrem tiefgreifendes System, um Rythmen, Tonhöhen und Klangfarben in Echtzeit zu animieren. Jede Spur (Timing, Pitch, Step) kann eine andere Länge haben, was zu sich ständig weiterentwickelnden Mustern führt.

4. Filter-Vielfalt

Das Plugin bietet Emulationen verschiedenster klassischer Filter:

  • Den aggressiven MS-20 LP/HP Filter.
  • Den cremigen Mono/Poly Filter.
  • Sowie diverse moderne 2-Pol- und 4-Pol-Filter.

5. Warum "Native"?

Der Zusatz "native" bedeutet, dass die Software direkt auf der CPU Ihres Rechners (Mac oder PC) läuft, ohne dass die KORG-Hardware angeschlossen sein muss.

  • Interface: Die Benutzeroberfläche ist skalierbar und bietet eine deutlich bessere Übersicht über die Modulationsmatrix als das kleine Display am Hardware-Gerät.
  • Workflow: Ideal für Produzenten, die den Sound der Hardware im Studio nutzen möchten, aber die Bequemlichkeit von Plugin-Presets und Automatisierung in der DAW (wie Ableton, Logic oder Cubase) bevorzugen.

Vergleich auf einen Blick

Feature Mono/Poly (1981) multi/poly native (Heute)
Technologie Analog Digital (Virtual Analog / Wavetable)
Stimmen 4 (Paraphon) Bis zu 60 (Abhängig von CPU)
Oszillatoren 4 4 pro Layer (bis zu 16 insgesamt)
Modulation Simples Routing Kaoss Physics & Motion Sequencing


Fazit:
Der multi/poly native ist ein hervorragendes Werkzeug für alle, die klassische Analogsounds mit der Komplexität moderner digitaler Synthese verbinden wollen – besonders stark in den Bereichen Pads, aggressive Leads und polyphone Sequenzen.

Firma: Korg


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