
Die Piccolo Trumpet (Pickolotrompete) der Vienna Symphonic Library ist die höchstklingende Vertreterin der Trompetenfamilie. Bekannt für ihren strahlenden, königlichen Glanz, ist sie das Instrument der Wahl für barocke Pracht, virtuose Clarino-Passagen und moderne Akzente, die über dem gesamten Orchester schweben müssen.
Wie bei VSL üblich, wurde dieses Instrument mit höchster Präzision eingefangen, um sowohl die technische Agilität als auch die spezifische Obertoncharakteristik der kleinen Bauform abzubilden.
1. Der Klangcharakter: Strahlend und Durchdringend
Die Piccolo-Trompete (meist in B oder A gestimmt, eine Oktave über der Standardtrompete) bietet ein einzigartiges Timbre:
- Die Höhe: Ihr Klang ist extrem hell, klar und besitzt eine silbrige Brillanz. Sie erreicht mühelos Register, die auf einer normalen C- oder B-Trompete nur unter größter Anstrengung spielbar wären.
- Das Volumen: Sie klingt „schlanker“ als eine große Trompete, aber keineswegs dünn. Ihre Durchsetzungsfähigkeit im Mix ist phänomenal; selbst ein einzelnes Instrument kann sich gegen einen großen Streichersatz behaupten.
- Präzision: Die kurzen Noten haben eine laserartige Schärfe, was sie perfekt für schnelle, ornamentale Verzierungen macht.
2. Einsatzgebiete
- Barockmusik: Unverzichtbar für die Werke von Bach (z. B. 2. Brandenburgisches Konzert) oder Händel. Sie liefert den authentischen „Clarino“-Sound.
- Festliche Fanfaren: Wenn ein Thema triumphaler und „höher“ klingen soll als eine Standard-Fanfahre.
- Pop & Rock: Denken Sie an das berühmte Solo in Penny Lane der Beatles – die Piccolo-Trompete verleiht Pop-Arrangements eine edle, klassische Kante.
- Modernes Scoring: In der Filmmusik wird sie oft genutzt, um heldenhaften Motiven eine zusätzliche Ebene an Brillanz und Noblesse zu verleihen.
3. Artikulationen & Spielweisen
Die Piccolo-Trompete ist ein hochvirtuoses Instrument, was VSL durch eine breite Palette an Artikulationen unterstützt:
- Performance Legato: Ermöglicht extrem flüssige, schnelle Läufe und lyrische Melodien in der hohen Lage, ohne dass die Töne „abreißen“.
- Triller & Ornamete: Die Library enthält spezialisierte Samples für Triller, die aufgrund der kleinen Bauweise des Instruments besonders spritzig und lebendig klingen.
- Staccato & Repetitions: Die kurzen Noten sind das Herzstück für virtuose Passagen. Sie klingen sehr definiert und besitzen einen trockenen, edlen Anstoß.
- Sforzato: Ein kurzer, spitzer Akzent in der Piccolo-Lage wirkt wie ein funkelnder Lichtreflex im Orchestergefüge.
4. Integration: VI Series & Synchronized
- VI Series (Silent Stage): Die trockene Aufnahme ist ideal, um das Instrument mit MIR Pro perfekt zu positionieren. Da die Piccolo-Trompete sehr richtungsorientiert strahlt, ist die präzise räumliche Staffelung entscheidend für einen realistischen Klang.
- Synchronized Piccolo Trumpet: Für den Synchron Player optimiert. Die Einbettung in die Akustik der Synchron Stage Vienna verleiht dem Instrument eine natürliche Luftigkeit und sorgt dafür, dass die sehr hohen Frequenzen organisch in den Raumklang eingebunden werden.
5. Technische Übersicht
| Merkmal | Details |
| Stimmung | Meist B/A (klingt eine Septime/Sexte höher als notiert) |
| Klangfarbe | Hell, silbrig, brillant, königlich |
| Besonderheit | Enorm hohe Lage und technische Agilität |
| Empfehlung | Ideal für Barock-Stile, virtuose Soli und strahlende Spitzen |
Fazit: Die VSL Piccolo Trumpet ist die „Krone“ des Blechsatzes. Sie bietet die nötige Brillanz für festliche Momente und die technische Flexibilität für hochanspruchsvolle Soli. Sie ist das perfekte Werkzeug, wenn Sie Ihrem Arrangement eine Schicht puren Glanzes hinzufügen möchten.
Nie war eine Orchester-Library so [...], nie gab es so viele, qualitativ höchstwertige Samples in Verbindung mit einem intelligent gemachten Sampleplayer. Gerade letzterer stellt nicht nur für alle Computer-Orchestratoren einen großen Sprung nach vorne dar, sondern er festigt auch die Positionierung von VSL als Speerspitze technischer Innovation gepaart mit orchestraler Authentizität gegenüber der Konkurrenz.
Martin Gerke, Sound & Recording, März 2007
I have both the Vienna Instruments brass libraries and I find them to be really incredible. The sheer number of articulations plus the multiple speed legatos and repetitions are just a joy to work with. Really outstanding sound quality and sample performers as well. Can't say enough good things about the VI brass.
Cheers, Art
posted in the Vienna’s user forum, January 2007
It’s fair to say that Vienna Instruments are pushing the boundaries of how sampled instruments sound and play. Offering unprecedented control over articulations and expression, VSL’s Vienna Instruments afford professional composers and mockup masters with one of the most comprehensive and sophisticated instruments on the market. The recording quality is uniformly excellent, the performances are consistently superb, and the range of articulations is exhaustively comprehensive.
John Krogh, Keyboard, August 2006
I simply couldn’t believe that a handful of people beavering away had come up with such a slick user interface that even a software dunce such as myself hardly needed to glance at the manual. In a nutshell, Vienna Instruments take VSL’s trademark crisp sound to a new level. Rarely have I encountered such a complex, powerful tool that’s so instantly accessible, transparent and quick to use. For once, an instrument interface feels like something that wasn’t designed by a committee, but by a group of like-minded musicians and composers who understand what we want.
VI Second Opinions – Hilgrove Kenrick, Sound on Sound, July 2006
Es ist schon unglaublich, wie VSL es geschafft hat, eine Bedienoberfläche auf die Beine zu stellen, welche im Grunde die Quadratur des Kreises vollführt: eine unfassbare Fülle von Möglichkeiten UND ergonomische Simplizität. Ein weiteres kleines Wunder ist die Velocity-X-Fade-Funktion, welche beliebige Multi-Layer-Patches (also mit mehreren gesampelten Dynamikstufen) mit einem Klick in Multi-Layer Crossfade-Patches verwandelt. Maximale Rauschfreiheit, große Dynamik, gute Balance, klangliche Konsistenz und ein perfektes Mapping sind nur einige Stichworte zu einem nahezu konkurrenzlosen Sample-Pool und dessen professioneller Aufbereitung in 24 Bit/44,1 kHz. Die Sample-Engine toppt mit einer Fülle von innovativen Konzepten selbst die geheimsten Wünsche ausgefuchster Power-User. Die Messlatte für Orchester-Samples hat VSL jedenfalls mal wieder ganz hoch gehängt. Um diese zu toppen, nützen der Konkurrenz weder Geld noch gute Ideen, hier hilft nur eins: noch ein Wunder. Oder besser gleich zwei.
Roman Beilharz, PC & Musik, Aug./Sept. 2006
Sometimes it’s hard to believe that you’re actually playing what you hear – the transitions are that smooth. Nothing else can do that. [The player’s] interface is very clear, and it takes no time to learn your way around it. I was able to load 1.745 GB of samples into the 2GB installed on the Windows machine, which is absolutely phenomenal – over half a gig more than anything else has ever loaded on that computer. Still subjectively, VSL’s greatest strength – apart from the subtlety of expression you’re able to achieve with such a vast selection of articulations – is somewhat intangible: the notes all have a meaning. This especially true for the short woodwinds; rather than just going “toot”, their possibilities are immediately obvious. All the major software samplers have improved by leaps and bounds in many important areas, but they haven’t necessarily focused their efforts on making the wonderful new libraries they spawned easy to manage. The Vienna Instruments player sets new standards in that category, and also in its memory access performance. That, combined with the incredible breadth of the library itself, allows you to do some things nothing else can do.
Nick Batzdorf, Virtual Instruments Magazine June/July 2006
Firma: Vienna Symphonic Library

