Musik-Instrumente von GForce Software

Gute Software-Emulationen aus den Tagen der Analog-Technik

Native Instruments Sequis

Mit Orchestral Tools - Sequis (entwickelt in Kooperation mit Native Instruments) betrittst du eine Spielwiese für rhythmische Patterns und organische Loops. Diese Library ist im Grunde ein hochentwickelter Sequenzer, der erstklassige Orchester-Aufnahmen in eine pulsierende, motorische Engine verwandelt.

Aufgenommen in der Teldex Scoring Stage, kombiniert Sequis die klangliche Eleganz Berlins mit einem modernen, fast schon "step-basierten" Kompositionsansatz.

1. Das Konzept: Das Orchester im Loop

Sequis ist darauf ausgelegt, komplexe rhythmische Schichten zu erzeugen, die weit über einfache Arpeggios hinausgehen:

  • Polyphoner Sequenzer: Du kannst verschiedene Rhythmen und Artikulationen für verschiedene Noten programmieren, was zu hochkomplexen, ineinandergreifenden Mustern führt.
  • Organische Quellen: Die Library nutzt Streicher, Holzbläser, Percussion und sogar menschliche Stimmen, die speziell für kurze, perkussive und repetitive Spielweisen aufgenommen wurden.
  • Akkord-Modus: Du spielst einen Akkord, und Sequis verwandelt ihn sofort in ein lebendiges, atmendes rhythmisches Geflecht.

2. Der Klang: Frisch, Agil und Modern

Der Sound von Sequis ist geprägt von einer gewissen Leichtigkeit und Präzision:

  • Minimalistischer Vibe: Die Library erinnert klanglich oft an die Arbeiten von Steve Reich oder moderne "Scandi-Noir"-Scores. Es klingt nie statisch, da die Engine ständig kleine Variationen in den Samples nutzt.
  • Teldex-Transparenz: Da die Rhythmen sehr filigran sein können, hilft die Akustik der Teldex-Halle dabei, dass jeder einzelne Anschlag klar definiert bleibt, ohne in einem Hallschleier zu versinken.
  • Hybrid-Potential: Obwohl die Quellen rein akustisch sind, wirken die resultierenden Patterns oft sehr modern und lassen sich hervorragend mit elektronischen Beats kombinieren.

3. Einsatzgebiete: Puls, Drive und Atmosphäre

  • Spannungs-Underscore: Ideal für Dialogszenen, die eine subtile Vorwärtsbewegung brauchen, ohne melodisch abzulenken.
  • Minimal Music & Neo-Klassik: Wenn du schnell fließende, repetitive Texturen für Klavier- oder Streicherstücke suchst.
  • Dokumentationen: Perfekt für die Vertonung von Prozessen, Technik oder Naturphänomenen, die einen konstanten "Puls" erfordern.

Besonderheit: Die intuitive Engine

Das Interface von Sequis ist radikal anders als die klassischen SINE-Oberflächen. Es ist darauf ausgelegt, dass du innerhalb von Sekunden neue Rhythmen "würfeln" oder manuell feinjustieren kannst. Es ist ein Werkzeug, das dich zum Experimentieren einlädt.

Fazit: Die Engine der Bewegung

Sequis ist die Library für Komponisten, die weg von der statischen Orchestrierung und hin zu dynamischen, rhythmischen Strukturen wollen. In deinem Setup ist sie der Spezialist für Motorik und Textur. Sie ist das perfekte Werkzeug, um einem Arrangement sofort Leben und einen modernen, pulsierenden Herzschlag einzuhauchen.

Firma: Orchestral Tools over Native Instruments


native instruments ARKHIS

Mit Orchestral Tools - Arkhis (ebenfalls in Kooperation mit Native Instruments entstanden) wechselst du von der rhythmischen Verspieltheit eines Sequis zur monumentalen, düsteren Atmosphäre. Arkhis ist das ultimative Werkzeug für underscoring und cinematische Texturen, die auf Knopfdruck eine sofortige, meist beklemmende oder heroische Wirkung erzielen.

Aufgenommen in der Teldex Scoring Stage, nutzt Arkhis ein innovatives Layering-System, um orchestrale Klänge in massive, sich entwickelnde Soundwände zu verwandeln.

1. Das Konzept: Die Architektur des Klangs

Arkhis ist um eine Triple-Layer-Engine herum aufgebaut. Das Ziel ist es, nicht einzelne Noten zu spielen, sondern ganze Klangwelten zu schichten:

  • Drei Ebenen: Du kannst drei verschiedene Orchester- oder Sounddesign-Layer übereinanderlegen und diese mit einem zentralen Mod-Wheel-Controller stufenlos ineinander überblenden.
  • Evolvierende Presets: Viele Klänge sind "Longs", die sich über die Zeit verändern. Ein Patch kann sanft mit Streichern beginnen, in tiefe Blechbläser übergehen und in einem verzerrten Hybrid-Climax enden.
  • Quick Workflow: Es wurde für Komponisten entwickelt, die unter extremem Zeitdruck arbeiten (z. B. im TV-Bereich), um mit nur einer Hand komplexe, dramatische Verläufe zu steuern.

2. Der Klang: Mächtig, Breit und Düster

Der Sound von Arkhis ist "Larger-than-Life" und stark auf das moderne Blockbuster-Kino getrimmt:

  • Die Teldex-Signatur: Trotz der starken Bearbeitung und des Layerings behält der Klang die edle Weite der Berliner Scoring Stage.
  • Hybrid-Charakter: Arkhis mischt klassische Orchesterinstrumente mit spezialisierten Sounddesign-Elementen. Das Ergebnis ist ein Sound, der organisch wirkt, aber eine Kraft besitzt, die ein reines Orchester oft nicht erreicht.
  • Fokus auf Dynamik: Die Library lebt vom Mod-Wheel. Die Übergänge zwischen den Layern sind so sauber programmiert, dass man die Steigerung der Spannung förmlich physisch spüren kann.

3. Einsatzgebiete: Sci-Fi, Noir und Drama

  • Dystopische Welten: Ideal für düstere Sci-Fi-Settings (denk an Blade Runner 2049 oder Dune), in denen massive, dröhnende Flächen den Raum füllen müssen.
  • Crime & Thriller: Perfekt für lang anhaltende Spannungsszenen, in denen die Musik fast unmerklich immer intensiver wird.
  • Trailer-Pads: Arkhis liefert die perfekten "Bed"-Sounds, auf denen dann die Percussion und die Action-Elemente von Ark 1 oder Junkie XL aufbauen können.

Fazit: Das orchestrale Kraftwerk

Arkhis ist die Library für Komponisten, die maximale Wirkung mit minimalem Aufwand erzielen wollen. In deinem Setup ist es der Spezialist für Stimmung und Größe. Es ist weniger ein Instrument für komplexe Melodien, sondern vielmehr ein Werkzeug, um den emotionalen Raum einer Szene komplett einzunehmen.

Firma: Orchestral Tools over Native-Instruments