Musik-Instrumente von Have Audio

Nahezu keltisch klingende Orchester-Instrumente durch Klangfärbung

Cherry Audio Lowdown

Cherry Audio Lowdown ist eine virtuelle Emulation des legendären Moog Taurus MK I, eines Bass-Synthesizers in Pedalform, der den Sound des Progressive Rock der 70er und 80er Jahre entscheidend geprägt hat (bekannt durch Bands wie Genesis, Rush oder The Police).

Hier ist eine Übersicht über das, was dieses Plugin ausmacht:

Der Sound: "Earth-Shaking"

Das Hauptmerkmal des Lowdown ist die Emulation des gewaltigen, tiefen und druckvollen Bass-Sounds. Cherry Audio hat sich hier darauf konzentriert, die speziellen Interaktionen der Oszillatoren und des Filters nachzubilden, die diesen „Raum-beben-Effekt“ erzeugen.

  • Oszillatoren: Zwei massiv klingende Oszillatoren, die den typischen „Growl“ liefern.
  • Filter: Eine akkurate Nachbildung des klassischen 24dB/Oktav-Kaskaden-Tiefpassfilters.

Die Benutzeroberfläche

Cherry Audio ist bekannt für seine visuell ansprechenden Oberflächen. Lowdown bildet das physische Erscheinungsbild des Originals nach:

  • Pedal-Optik: Das Interface sieht aus wie das Fußpedal-Board, inklusive der markanten Schalter für die Presets (Bull, Tuba, Bass).
  • Einfachheit: Im Gegensatz zu komplexen Workstations ist der Lowdown minimalistisch. Es geht um schnellen Zugriff auf den "Big Sound" ohne stundenlanges Menü-Tapping.

Wichtige Features

  • Presets: Enthält die originalen Werks-Presets des Taurus sowie eine Vielzahl neuer Sounds.
  • Anpassungen: Über ein "verstecktes" Panel (durch Klicken auf das Logo oder eine Klappe) lassen sich Parameter wie Glide, Decay und die Oszillator-Stimmung feiner justieren.
  • Format: Erhältlich als VST, VST3, AU, AAX und als Standalone-Version für Windows und macOS.
  • Preis-Leistung: Wie bei Cherry Audio üblich, ist das Plugin im Vergleich zu Mitbewerbern sehr erschwinglich (meist um die 25–30 €).

Für wen ist es geeignet?

Es ist das ideale Werkzeug für Produzenten, die:

  1. Einen authentischen Vintage-Analogsound suchen.
  2. Synthwave, Prog-Rock oder elektronische Musik produzieren, bei der der Bass im Vordergrund stehen muss.
  3. Einen Bass-Synth wollen, der sich im Mix fast von alleine durchsetzt, ohne viel EQ-Nachbearbeitung.

Kurz gesagt: Wenn du den Sound suchst, der den Boden unter den Füßen vibrieren lässt, ist der Lowdown eine der authentischsten und preiswertesten Optionen auf dem Markt.

Firma: Cherry Audio


Cherry Audio Eight Voice

Cherry Audio Eight Voice ist eine Emulation des gewaltigen Oberheim Eight Voice, der 1976 auf den Markt kam. Während der oben genannte Memorymode auf dem Moog-Sound basiert, bringt der Eight Voice den klassischen, hellen und breiten Oberheim-Klang in die DAW.

Hier ist das Wichtigste im Überblick:

1. Das Konzept: Acht Synthesizer in einem

Das Besondere am originalen Oberheim war, dass er aus acht einzelnen SEM-Modulen (Synthesizer Expansion Module) bestand. Da jedes Modul separat eingestellt werden musste, war es fast unmöglich, acht exakt identische Sounds zu erzeugen – was zu einem unglaublich lebendigen, leicht "verstimmten" und breiten Klangbild führte.

2. Die Cherry Audio Umsetzung

Cherry Audio hat dieses komplexe System für die Software-Welt optimiert:

  • Voice Control Section: Damit lassen sich alle acht Stimmen gleichzeitig steuern, was beim Original extrem mühsam war. Dennoch kann man jede Stimme individuell bearbeiten, um diesen organischen Charakter zu erhalten.
  • Der SEM-Sound: Bekannt für sein charakteristisches Multi-Mode-Filter (Tiefpass, Hochpass, Bandpass und Notch), das einen ganz anderen Charakter hat als das Moog-Kaskadenfilter.
  • Moderne Erweiterungen: Ein acht-stimmiger Step-Sequenzer sowie eine Effekt-Sektion (Modulation, Echo, Reverb) sind integriert.

3. Klangcharakter

Im Vergleich zum Memorymode (Moog-Stil) klingt der Eight Voice (Oberheim-Stil) oft:

  • Offener und luftiger in den Höhen.
  • Breiter im Stereofeld, da die acht Stimmen im Panorama verteilt werden können.
  • Hervorragend für "Lush Pads" (weiche Flächen-Sounds) und cineastische Texturen.

Der direkte Vergleich

Feature Memorymode Eight Voice
Vorbild Moog Memorymoog Oberheim Eight Voice
Filter-Typ 24dB Ladder Filter (warm/druckvoll) Multi-Mode Filter (klar/flexibel)
Stärken Druckvolle Bässe, Lead-Sounds Breite Flächen, orchestrale Synth-Sounds
Besonderheit 16 Stimmen Emulation 8-fache SEM-Architektur


Firma: Cherry Audio


Cherry Audio Dreamsynth

Der Cherry Audio Dreamsynth DS-1 ist eine Hommage an die hybriden Digital-Analog-Synthesizer der späten 80er Jahre. Im Gegensatz zu vielen anderen Cherry Audio-Produkten ist er keine direkte Emulation eines speziellen Geräts, sondern ein eigenständiges Design, das PCM-Samples mit virtuell-analoger Synthese kombiniert.

Die wichtigsten Merkmale

  • Hybride Engine: Er verfügt über drei Dual-Waveform-Oszillatoren. Das bedeutet, man kann bis zu sechs Wellenformen gleichzeitig nutzen und dabei analog modellierte Wellen mit einer Bibliothek aus 430 PCM-Samples (Loops, One-Shots, Single-Cycles) mischen.
  • Separate String Machine: Zusätzlich zur Haupt-Engine gibt es eine dedizierte, vollpolyphone String-Machine-Sektion. Diese kann mit dem Haupt-Synth gelayert oder per Split-Modus auf der Tastatur verteilt werden.
  • Filter: Ein vielseitiges 12 dB/Oktave Multimode-Stereofilter, das auf dem klassischen OB-Design (State-Variable) basiert (Tiefpass, Hochpass, Bandpass und Notch).
  • Modulation: Die Modulationsmatrix bietet 20 Quellen und über 40 Ziele. Er unterstützt zudem polyphonen Aftertouch und MPE.
  • Effekt-Sektion: Mit dabei sind Studio-Effekte wie der „Galactic“-Reverb, ein 12-stufiger Phaser, Chorus, Flanger und ein Tape-Delay.

Technische Daten

Feature Spezifikation
Polyphonie Bis zu 16 Stimmen
Oszillatoren 3 Dual-Wave (Analog + PCM)
Presets Über 1.100 Patches inklusive
Formate AU, VST, VST3, AAX und Standalone
System Windows 7+ (64-bit), macOS 10.13+ (Native Apple Silicon Unterstützung)

Warum der Dreamsynth interessant ist

Er fängt genau die Ära ein, in der die Rauheit früher Digitalsounds auf die Wärme analoger Filter traf. Er eignet sich hervorragend für atmosphärische Pads, sich entwickelnde Texturen und die typischen, breiten Streichersounds der 80er-Jahre-Filmmusik.

Firma: Cherry Audio


Cherry Audio Quadra

Cherry Audio Quadra ist eine detailgetreue und gleichzeitig erweiterte Emulation des legendären ARP Quadra, eines seltenen und komplexen Synthesizers aus dem Jahr 1978. Das Besondere an diesem Instrument ist sein Aufbau als "Multi-Synthesizer", der vier separate Sektionen in einem Gehäuse vereint.

Hier ist eine Übersicht über die wichtigsten Merkmale und Funktionen:

1. Die vier Sektionen

Wie das Original ist der Quadra in vier unabhängige Klangschichten unterteilt, die gelayert oder über die Tastatur gesplittet werden können:

  • Bass: Eine monophone Sektion für tiefe, druckvolle Klänge (mit 8' und 16' Fußlagen). Cherry Audio hat hier einen zusätzlichen Oktav-Bereich hinzugefügt.
  • Strings: Eine wunderbare, klassische "String-Machine" für warme, chorartige Ensemblesounds.
  • Poly Synth: Eine polyphone Sektion für klassische Synthesizer-Pads und Leads.
  • Lead Synth: Ein duophoner (zwei Noten gleichzeitig) Lead-Synthesizer mit variablen Wellenformen und ausgeprägten Modulationsmöglichkeiten.

2. Moderne Erweiterungen (The Cherry Audio Touch)

Cherry Audio ist bekannt dafür, die Schwachstellen der Original-Hardware zu beheben, ohne den Vintage-Charakter zu verlieren:

  • Erweiterte Effekte: Das Plugin enthält eine leistungsstarke Effektsektion mit Chorus, Flanger/Phaser, Echo/Delay und Hall. Besonders wichtig ist der integrierte Phase Shifter, der entscheidend für den typischen 70er-Jahre ARP-Sound ist.
  • Flexible Modulation: Während das Original bei den Routing-Optionen etwas eingeschränkt war, bietet das Plugin deutlich mehr Freiheit (z.B. Drift-Regler für analogen Schwebungs-Charakter).
  • Arpeggiator: Ein dedizierter Arpeggiator wurde integriert, der mit dem Host-Tempo synchronisiert werden kann.
  • Preset-Management: Das Plugin wird mit hunderten von Presets geliefert, die von klassischen 70er-Prog-Rock-Sounds (Genesis, Pink Floyd) bis hin zu modernen elektronischen Texturen reichen.

3. Bedienung und Interface

  • Einfacher Workflow: Da alle vier Sektionen gleichzeitig im Zugriff sind, lädt das Plugin zum Experimentieren ein. Man kann schnell die Strings lauter drehen, während der Lead-Synth einen Filter-Sweep macht.
  • Resizable GUI: Das Interface ist hochauflösend und lässt sich stufenlos in der Größe anpassen.

Zusammenfassung

Der Cherry Audio Quadra ist ideal, wenn du den satten, orchestralen Sound der späten 70er suchst. Er klingt deutlich organischer und "breiter" als ein einfacher Standard-Synthesizer, da er im Grunde vier Instrumente gleichzeitig spielt.

Firma: Cherry Audio