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Beste Sounds aus alten Tagen, neu aufgelebt als Studio-Software

Arturia - Synthi V

Arturia Synthi V

Synthi V von Arturia ist eine außergewöhnlich detailgetreue Emulation des legendären EMS (Electronic Music Studios) Synthi AKS aus den frühen 70er Jahren. Das Original ist berühmt für seinen "Koffer-Look" und wurde durch Bands wie Pink Floyd (besonders auf The Dark Side of the Moon), Jean-Michel Jarre und Brian Eno unsterblich.

Es ist einer der eigenwilligsten und experimentellsten Synthesizer, die jemals gebaut wurden – und Arturia hat sowohl den unberechenbaren Charakter als auch die moderne Flexibilität eingefangen.

1. Die Matrix: Das Herzstück

Das markanteste Merkmal des Synthi V ist das Steckfeld (Matrix) anstelle von herkömmlichen Kabeln oder festen Routings:

  • Pin-System: Verbindungen zwischen Modulen (z. B. Oszillator zu Filter) werden durch das "Stecken" von virtuellen Pins in ein 16x16-Raster hergestellt.
  • Vorteil: Dies ermöglicht extrem komplexe und oft unvorhersehbare Modulationen. Man kann fast alles mit allem verbinden, was den Synthi V zu einer Spielwiese für "Happy Accidents" (glückliche Zufälle) macht.

2. Die Oszillatoren & Der Sound

Der Synthi V klingt anders als ein typischer Moog oder Prophet:

  • Drei Oszillatoren: Sie liefern sehr rohe, instabile Wellenformen, die dem Plugin einen enormen analogen "Schmutz" und Charakter verleihen.
  • Einzigartiges Filter: Das 18-dB-Tiefpassfilter hat eine ganz eigene Resonanz-Charakteristik, die von sanftem Formant-Klang bis hin zu aggressivem Kreischen reicht.
  • Noise Generator: Der Rauschgenerator im Synthi V ist besonders hochwertig und essentiell für die berühmten "Wind"- und "Weltraum"-Effekte der 70er Jahre.

3. Der Sequenzer & Joystick

Arturia hat die speziellen Interface-Elemente des Originals übernommen und erweitert:

  • Der Joystick: Ein X/Y-Controller, mit dem man zwei Parameter gleichzeitig in Echtzeit manipulieren kann – ideal für lebendige Performances.
  • KS-Sequenzer: Eine Emulation des originalen "Keyboard Sequencer", der sehr eigenwillig zu programmieren ist, aber genau dadurch diese typischen, hypnotischen Arpeggios erzeugt.

4. Arturias moderne Erweiterungen

Wie gewohnt hat Arturia das Original um Funktionen ergänzt, die 1972 technisch unmöglich waren:

  • Moderne Modulations-Sektion: Ein zusätzlicher LFO und ein komplexer Funktionsgenerator (ähnlich wie bei Pigments) erlauben noch bewegtere Sounds.
  • On-Board Effekte: Ein dediziertes Effekt-Rack mit Delay, Reverb, Chorus und Distortion macht externe Plugins oft überflüssig.
  • Stabilisator: Da das Original extrem stimminstabil war, kann man beim Synthi V wählen, ob man den "perfekten" digitalen Sound oder das authentische, driftende Verhalten der alten Hardware möchte.

5. Technische Daten

Merkmal Details
Plattform VST, AU, AAX (PC & Mac), Standalone
Technologie TAE® (True Analog Emulation)
Kategorie Semi-modularer Analog-Synthesizer
Besonderheit Einzigartige Pin-Matrix-Steuerung


Fazit:
Der Synthi V ist kein Synthesizer für "Brot-und-Butter"-Sounds. Er ist eine Sound-Design-Maschine für Sci-Fi-Effekte, generative Texturen, schmutzige Bässe und spacige Leads. Wenn du den klassischen Sound von Pink Floyds "On the Run" suchst oder deine Musik mit organischem, analogem Chaos bereichern willst, ist dieses Plugin unschlagbar.

Firma: Arturia


Arturia - Synthi V