Musik-Instrumente von Korg

Beste Sounds aus alten Tagen, neu aufgelebt als Studio-Software

KORG - Modwave native

KORG Modwave native

Der KORG Modwave native ist das Software-Gegenstück zum Hardware-Synthesizer Modwave. Er wurde 2022 veröffentlicht und ist die moderne Reinkarnation der „Wavetable“-Synthese, inspiriert vom seltenen Korg DW-8000 aus den 80ern, aber mit einer Rechenpower, die weit in die Zukunft weist.

Während der Wavestate auf Samples und Sequenzen spezialisiert ist, ist der Modwave native ein echtes Wavetable-Monster für aggressive, moderne und hochdynamische Sounds.

1. Die Engine: Wavetable-Synthese auf Steroiden

Der Modwave native bietet über 200 Wavetables, die jeweils bis zu 64 Wellenformen enthalten.

  • Morphing: Du kannst stufenlos durch diese Wellenformen fahren, was metallische, digitale und sich drastisch verändernde Klänge ermöglicht.
  • Modifier: Jedes Wavetable kann mit über 30 verschiedenen Modifiern (wie "Mirror", "Pulse Width" oder "Sync") in Echtzeit verbogen werden.
  • A/B-Mischung: Pro Layer kannst du zwei Wavetables mischen, was eine fast unendliche Palette an Grundklängen ergibt.

2. Kaoss Physics

Das innovativste Feature des Modwave (sowohl Hardware als auch Software) ist Kaoss Physics.

  • Stell dir einen virtuellen Ball auf einer Fläche vor, den du anstößt. Er rollt, prallt an Wänden ab oder wird von einem „Schwerkraftloch“ angezogen.
  • Diese Bewegung wird als Modulationsquelle genutzt. Wenn der Ball eine Wand berührt, könnte sich z.B. das Filter öffnen.
  • Das Ergebnis ist eine physikalisch basierte Modulation, die deutlich lebendiger und unvorhersehbarer klingt als ein normaler LFO.

3. Motion Sequencing 2.0

Wie der Wavestate nutzt auch der Modwave das Konzept der unabhängigen Lanes (Timing, Pitch, Shape etc.). Hier ist es jedoch darauf optimiert, Wavetable-Parameter rhythmisch zu steuern. Das ermöglicht komplexe „Wavetable-Grooves“, die perfekt zum Tempo deiner DAW synchronisiert sind.

4. Software-Vorteile (Native)

  • Workflow: Die Modulations-Matrix ist im Plugin wesentlich übersichtlicher als am Hardware-Gerät. Per Drag-and-Drop lassen sich Quellen und Ziele blitzschnell verbinden.
  • Austauschbar: Sounds sind zu 100 % kompatibel mit der Hardware-Version. Du kannst im Studio am Rechner schrauben und den Sound für den Gig auf den Synthesizer laden.
  • Echtzeit-Analyse: Die Oszilloskope und grafischen Anzeigen für die Wavetables geben dir direktes visuelles Feedback, was gerade mit dem Sound passiert.

Technische Highlights

Feature Spezifikation
Synthese Wavetable + Virtual Analog + PCM
Filter Diverse Modelle (MS-20, Polysix, Multi-Filter)
Modulation Über 1.000 mögliche Ziele pro Performance
Layer 2 Layer pro Performance (Program A & B)
Zufall "Dice"-Funktion für zufälliges Sounddesign

Sound-Charakter: Wo gehört er hin?

Der Modwave native ist perfekt für:

  • Wobble-Bässe und aggressive Leads für Dubstep oder EDM.
  • Harte, digitale Texturen für Industrial oder Techno.
  • Hybrid-Sounds: Durch die Kombination von Wavetables mit klassischen PCM-Samples (wie Klavier oder Glocken) entstehen sehr moderne, cineastische Klänge.

Er ist die perfekte Wahl, wenn dir der Wavestate zu "verträumt" und der Opsix (Korgs FM-Synth) zu "mathematisch" ist. Der Modwave native ist das Werkzeug für kraftvolle, bewegte Digitalsounds.

Firma: Korg


KORG - Modwave native