Musik-Instrumente von Korg

Beste Sounds aus alten Tagen, neu aufgelebt als Studio-Software

Roland Music - XV-5080

Roland XV 5080

Der Roland XV-5080, veröffentlicht im Jahr 2000, gilt als der absolute Höhepunkt und "König" der Roland Sample-basierten Synthesizer (Rompler). Er war das Flaggschiff der XV-Serie und vereinte die DNA der legendären JV-1080 und JV-2080 mit modernster Technik der Jahrtausendwende.

Für viele Sounddesigner ist er das ultimative Modul, da er den warmen, musikalischen Charakter der 90er Jahre mit der Brillanz und Rechenleistung des beginnenden 21. Jahrhunderts kombiniert.

1. Die ultimative Sound-Bibliothek

Der XV-5080 war als die zentrale Sound-Zentrale für Profi-Studios konzipiert. Sein größter Trumpf war die Kompatibilität:

  • Abwärtskompatibel: Er konnte alle Patches der JV-Serie (wie dem JV-1080/2080) laden.
  • Sample-Import: Er war in der Lage, Samples im Akai S1000-Format und Roland S-700-Format zu lesen – eine Brücke zwischen Synthesizer und Sampler.
  • Massive Erweiterbarkeit: Er verfügt über vier Slots für SRX-Boards und vier weitere für die älteren SR-JV80-Boards. Voll ausgebaut beherbergt er tausende Sounds aus allen Musikgenres.

2. Technische Überlegenheit

Zum Zeitpunkt seines Erscheinens bot der XV-5080 Spezifikationen, die die Konkurrenz blass aussehen ließen:

  • 128 Stimmen Polyphonie: Damals ein Spitzenwert, der komplexe Layer-Sounds ohne "Stimmen-Klau" ermöglichte.
  • Stereo-Tones: Im Gegensatz zur JV-Serie konnten die einzelnen Wellenformen innerhalb eines Patches in echtem Stereo vorliegen.
  • Matrix-Modulation: Ein extrem tiefgreifendes System, um Modulationsquellen (LFOs, Hüllkurven, Controller) mit fast jedem Klangparameter zu verknüpfen.
  • Digitale Ausgänge: Er bot bereits R-BUS sowie optische und koaxiale Digitalausgänge, was ihn perfekt für die Integration in digitale Studioumgebungen machte.

3. Die Effekt-Sektion

Der XV-5080 übernahm die hochwertigen Algorithmen der Roland V-Drums und der SRV-Halleffekte. Die Effekte sind nicht bloß "Beigabe", sondern integraler Bestandteil des Sounds – besonders der Chorus und die COSM-basierten Amp-Simulationen verliehen den Klängen eine enorme Durchsetzungskraft.

Technische Übersicht

Feature Details
Synthese-Typ PCM (Sample-basiert) + Matrix Modulation
Polyphonie 128 Stimmen
Multitimbralität 32-fach (über zwei MIDI-Eingänge)
Speicher SmartMedia-Slot zur Sicherung von Daten und Samples
Erweiterung 4x SRX-Slots, 4x SR-JV80-Slots, bis zu 128MB SIMM-RAM
Display Großes, grafikfähiges LCD für komfortables Editieren

Warum ist er heute noch ein Geheimtipp?

Während viele alte Rompler heute "dünn" klingen, hat der XV-5080 eine Hi-Fi-Qualität, die zeitlos ist. Seine Wandler klingen druckvoll und "teuer". Er deckt alles ab:

  • Orchestrale Klänge: Bis heute in der Filmmusik geschätzt.
  • Synthetische Pads: Die typischen, breiten Roland-Flächen.
  • Ethno- & Spezial-Sounds: Durch die SRX-Boards fast unendlich erweiterbar.

Die moderne Version:

Roland hat die gesamte XV-5080 Engine in die Roland Cloud portiert. Zudem bildet sie das Herzstück der modernen FANTOM-Serie und des INTEGRA-7. Dennoch bevorzugen viele Enthusiasten die Original-Hardware wegen der speziellen analogen Ausgangsstufen.

Firma: Roland Music

Rob Papen - RevSane

Roland Music - XV-5080