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Heavyocity - Fury

Heavyocity Fury

Heavyocity Fury ist das „bösartige Geschwisterkind“ von Punish. Während Punish eher ein Channelstrip für Druck und Energie ist, ist Fury ein hochgradig modulares Distortion-Labor. Es wurde entwickelt, um Verzerrung in all ihren Facetten zu erforschen – von sanfter Röhrensättigung bis hin zu völlig instabilen, digitalen Wellenform-Zerstörungen.

Das Plugin zeichnet sich durch seine Flexibilität aus, da es die Verzerrung in verschiedene Stufen unterteilt und ein massives Modulationssystem bietet.

Die Architektur der Zerstörung

Fury ist in drei Hauptsektionen unterteilt, die den Signalweg bestimmen:

1. Die Drive-Sektion (Pre-Amp)

Hier wird das Fundament gelegt. Du wählst aus verschiedenen Algorithmen, wie das Signal angefahren wird. Du kannst den Eingangspegel heiß ansteuern, um die erste Stufe der Sättigung zu erreichen.

2. Die Distortion-Sektion (Das Herzstück)

Hier bietet Fury über 120 verschiedene Distortion-Typen, die in Kategorien unterteilt sind:

  • Analog: Röhren, Transistoren und Bandmaschinen-Emulationen.
  • Digital: Bit-Crushing, Clipping und Alias-Effekte.
  • Physical: Simulationen von Lautsprechern, Gehäusen und Schaltkreisen.
  • Synth: Aggressive Waveshaping-Algorithmen, die den Sound grundlegend verändern.

3. Die Tone- & Feedback-Sektion

Nach der Verzerrung kannst du den Klang mit Filtern (Low-Pass, High-Pass) formen. Besonders spannend ist der Feedback-Regler, der das Signal in sich selbst zurückschleift und so kreischende, resonante Obertöne oder instabile Drones erzeugen kann.

Das Modulations-System (Bewegte Verzerrung)

Was Fury von einem einfachen Verzerrer-Pedal unterscheidet, ist die Fähigkeit, die Verzerrung „tanzen“ zu lassen. Das Modulations-Panel ist fast so komplex wie bei einem Synthesizer:

  • Envelope Follower: Die Stärke der Verzerrung reagiert auf die Anschlagsdynamik deines Instruments (perfekt für Drums).
  • LFOs: Erzeuge pulsierende Distortion-Sweeps.
  • Step-Sequenzer: Erstelle rhythmische "Distortion-Patterns", die synchron zu deinem Host-Tempo laufen.
  • Macro-Controls: Verknüpfe mehrere Parameter mit einem Regler für dramatische Klangverläufe.

Key Features

  • Movement-Sektion: Ermöglicht rhythmisches Panning und Gating des verzerrten Signals.
  • Mix-Regler: Essenziell für Parallel-Processing, um die Klarheit des Originalsignals mit dem Schmutz von Fury zu mischen.
  • Randomizer: Wie bei Heavyocity üblich, gibt es eine intelligente Zufallsfunktion, die oft erstaunlich brauchbare (wenn auch extreme) Ergebnisse liefert.

Typische Einsatzbereiche

  1. Synthesizer: Verwandle ein steriles Digital-Pad in eine lebendige, knurrende Textur.
  2. Drums: Gib deinen Beats einen industriellen Touch oder nutze das Bit-Crushing für Lo-Fi-Hip-Hop.
  3. Gitarren & Bass: Nutze die Cabinet-Simulationen und die analogen Drive-Modi, um DI-Signale in amtliche Rock-Sounds zu verwandeln.
  4. Sound Design: Erstelle cinematische Übergänge, "Trailer-Hits" oder aggressive Sound-Effekte für Sci-Fi-Szenarien.

Fazit

Heavyocity Fury ist ein Spielplatz für alle, denen ein einfacher "Drive"-Regler nicht ausreicht. Es ist eines der tiefgründigsten Distortion-Plugins auf dem Markt und glänzt besonders dann, wenn du Verzerrung als rhythmisches Element einsetzen möchtest.

Firma: Heavyocity


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