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Vienna Symphonic Library - Wagner Tuba

Vienna Symphonic Library Wagner Tuba

Die Wagner Tuba der Vienna Symphonic Library ist ein unverzichtbares Instrument für alle, die das spätromantische Klangideal oder monumentale Filmmusik anstreben. Von Richard Wagner eigens für den Ring des Nibelungen in Auftrag gegeben, schließt dieses Instrument die klangliche Lücke zwischen dem Horn und der Posaune.

VSL hat dieses charakterstarke Instrument sowohl als Einzelinstrument als auch im Ensemble (meist 4 Spieler) eingefangen, um die volle dynamische Bandbreite abzubilden.

1. Der Klangcharakter: Mystisch und Edel

Die Wagner-Tuba wird von Hornisten geblasen, hat aber eine weitere Bohrung. Das Ergebnis ist ein völlig eigenständiges Timbre:

  • Dunkle Wärme: In der Tiefe klingt sie wesentlich runder und "breiter" als eine Posaune, aber direkter und weniger "verschwommen" als eine Basstuba.
  • Heroische Kraft: Im Fortissimo entwickelt sie eine feierliche, fast sakrale Wucht, die jedoch weicher bleibt als das schmetternde Blech der Trompeten oder Posaunen.
  • Die "Wald-Stimmung": Sie behält die Geschmeidigkeit des Horns bei, was sie perfekt für weite, tragende Melodien macht.

2. Einsatzgebiete

  • Das Wagner-Repertoire: Absolut essenziell für die authentische Umsetzung von Wagner, Bruckner oder Richard Strauss (Eine Alpensinfonie).
  • Modernes Scoring: In der modernen Filmmusik (z. B. bei Howard Shore in Der Herr der Ringe) wird die Wagner-Tuba oft eingesetzt, um eine archaische, mystische oder heroische Atmosphäre zu schaffen.
  • Blechbläser-Chöre: Sie verleiht einem Blechbläsersatz eine enorme Tiefe und "Grundierung", ohne die Aggressivität von tiefen Posaunen.

3. Artikulationen & Performance

Wie bei VSL-Blechbläsern üblich, liegt der Fokus auf der organischen Spielbarkeit:

  • Performance Legato: Da die Wagner-Tuba ein sehr träges Ansprechverhalten hat, sind die VSL-Legatos so programmiert, dass sie diese natürliche physikalische Verzögerung perfekt abbilden – die Töne "gleiten" majestätisch ineinander.
  • Variabeles Vibrato: Es gibt sowohl "Senza Vibrato" (Standard im deutschen Orchester) als auch ausdrucksstärkere Varianten für solistische Passagen.
  • Dynamik-Layer: Die Library bietet extrem feine Abstufungen von einem hauchzarten Piano bis zum kräftigen, aber stets edlen Forte.

4. Versionen: Silent Stage vs. Synchronized

  • VI Series (Silent Stage): Die trockene Aufnahme ist ideal, wenn man die Wagner-Tuben mittels MIR Pro oder MIRx räumlich exakt hinter den Hörnern platzieren möchte, wie es in der Partitur vorgesehen ist.
  • Synchronized Wagner Tuba: Diese für den Synchron Player optimierte Version nutzt die Akustik der Synchron Stage Vienna. Sie sorgt dafür, dass das Instrument sofort diesen großen "Kino-Sound" hat und sich nahtlos in moderne Synchron-Libraries einfügt.

5. Technische Übersicht

Merkmal Details
Spielertyp Wird von Hornisten gespielt (mit Hornmundstück)
Klangfarbe Sonor, dunkel, feierlich, weich
Besonderheit Einzigartiger Hybrid aus Horn- und Tubaklängen
Empfehlung Ideal für orchestrale Schwellklänge und Helden-Themen


Fazit:
Die VSL Wagner Tuba ist kein Ersatz für ein Waldhorn oder eine Tuba – sie ist eine eigene klangliche Welt. Sie bringt jene Tiefe und Ernsthaftigkeit in ein Arrangement, die man mit Standard-Blechbläsern oft vermisst.

Nie war eine Orchester-Library so [...], nie gab es so viele, qualitativ höchstwertige Samples in Verbindung mit einem intelligent gemachten Sampleplayer. Gerade letzterer stellt nicht nur für alle Computer-Orchestratoren einen großen Sprung nach vorne dar, sondern er festigt auch die Positionierung von VSL als Speerspitze technischer Innovation gepaart mit orchestraler Authentizität gegenüber der Konkurrenz. 
Martin Gerke, Sound & Recording, März 2007

I have both the Vienna Instruments brass libraries and I find them to be really incredible. The sheer number of articulations plus the multiple speed legatos and repetitions are just a joy to work with. Really outstanding sound quality and sample performers as well. Can't say enough good things about the VI brass.
Cheers, Art
posted in the Vienna’s user forum, January 2007

It’s fair to say that Vienna Instruments are pushing the boundaries of how sampled instruments sound and play. Offering unprecedented control over articulations and expression, VSL’s Vienna Instruments afford professional composers and mockup masters with one of the most comprehensive and sophisticated instruments on the market. The recording quality is uniformly excellent, the performances are consistently superb, and the range of articulations is exhaustively comprehensive.
John Krogh, Keyboard, August 2006

I simply couldn’t believe that a handful of people beavering away had come up with such a slick user interface that even a software dunce such as myself hardly needed to glance at the manual. In a nutshell, Vienna Instruments take VSL’s trademark crisp sound to a new level. Rarely have I encountered such a complex, powerful tool that’s so instantly accessible, transparent and quick to use. For once, an instrument interface feels like something that wasn’t designed by a committee, but by a group of like-minded musicians and composers who understand what we want.
VI Second Opinions –  Hilgrove Kenrick, Sound on Sound, July 2006

Es ist schon unglaublich, wie VSL es geschafft hat, eine Bedienoberfläche auf die Beine zu stellen, welche im Grunde die Quadratur des Kreises vollführt: eine unfassbare Fülle von Möglichkeiten UND ergonomische Simplizität. Ein weiteres kleines Wunder ist die Velocity-X-Fade-Funktion, welche beliebige Multi-Layer-Patches (also mit mehreren gesampelten Dynamikstufen) mit einem Klick in Multi-Layer Crossfade-Patches verwandelt. Maximale Rauschfreiheit, große Dynamik, gute Balance, klangliche Konsistenz und ein perfektes Mapping sind nur einige Stichworte zu einem nahezu konkurrenzlosen Sample-Pool und dessen professioneller Aufbereitung in 24 Bit/44,1 kHz. Die Sample-Engine toppt mit einer Fülle von innovativen Konzepten selbst die geheimsten Wünsche ausgefuchster Power-User. Die Messlatte für Orchester-Samples hat VSL jedenfalls mal wieder ganz hoch gehängt. Um diese zu toppen, nützen der Konkurrenz weder Geld noch gute Ideen, hier hilft nur eins: noch ein Wunder. Oder besser gleich zwei.
Roman Beilharz, PC & Musik, Aug./Sept. 2006

Sometimes it’s hard to believe that you’re actually playing what you hear – the transitions are that smooth. Nothing else can do that. [The player’s] interface is very clear, and it takes no time to learn your way around it. I was able to load 1.745 GB of samples into the 2GB installed on the Windows machine, which is absolutely phenomenal – over half a gig more than anything else has ever loaded on that computer. Still subjectively, VSL’s greatest strength – apart from the subtlety of expression you’re able to achieve with such a vast selection of articulations – is somewhat intangible: the notes all have a meaning. This especially true for the short woodwinds; rather than just going “toot”, their possibilities are immediately obvious. All the major software samplers have improved by leaps and bounds in many important areas, but they haven’t necessarily focused their efforts on making the wonderful new libraries they spawned easy to manage. The Vienna Instruments player sets new standards in that category, and also in its memory access performance. That, combined with the incredible breadth of the library itself, allows you to do some things nothing else can do.
Nick Batzdorf, Virtual Instruments Magazine June/July 2006

Firma: Vienna Symphonic Library

Vienna Symphonic Library - Wagner Tuba