
Die Cherry Audio KR-55C ist eine virtuelle Emulation der klassischen Korg Rhythm 55 (KR-55) Drumcomputer aus den Jahren 1979 und 1982.
Das „C“ im Namen steht dabei für eine Art „Best-of“-Edition: Cherry Audio hat hier die Features und Sounds der beiden Original-Modelle KR-55A und KR-55B in einem einzigen Plugin kombiniert und massiv erweitert.
Die wichtigsten Merkmale:
- A + B = C: Das Plugin enthält alle 240 originalen Rhythmus-Patterns, Intros und Fills beider Hardware-Versionen.
- Analog Modeling statt Samples: Wie schon bei der CR-78 nutzt Cherry Audio mathematische Modelle der analogen Schaltkreise. Das macht den Klang lebendiger und erlaubt tiefgreifende Eingriffe in die Klangerzeugung.
- Deep Editing: Jedes Instrument (Kick, Snare, Hi-Hat, Congas etc.) hat eigene Regler für Tuning, Decay, EQ und Tone. Das Original war hingegen eine reine „Preset-Schleuder“ mit kaum Editier-Möglichkeiten.
- Moderner Sequenzer: Es gibt einen X0X-Style-Step-Sequenzer (16 oder 24 Steps), mit dem du eigene Beats erstellen kannst, sowie einen Song-Modus für komplexe Arrangements.
- Effekte & Mixer: Ein integrierter Mixer mit Solo/Mute-Funktion sowie Effekte wie Overdrive, Flanger, Delay und Reverb sind direkt mit an Bord.
Historischer Kontext
Die originalen Korg-Maschinen waren damals für ihren realistischen (für damalige Verhältnisse) und warmen Sound bekannt. Sie prägten den Sound vieler New-Wave- und Post-Punk-Künstler:
- Joe Jackson nutzte sie prominent in seinem Hit Steppin' Out.
- Depeche Mode, Soft Cell und Jean-Michel Jarre gehörten ebenfalls zu den bekannten Nutzern der Hardware.
Kurzgefasst: Während die CR-78 (Roland-Emulation) eher für den charmanten, "tickenden" 70er-Jahre-Pop-Sound steht, liefert die KR-55C den etwas kräftigeren, hölzernen und organischen Korg-Sound der frühen 80er, jedoch mit vollem Zugriff auf alle Sound-Parameter.
Firma: Cherry Audio

