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Maserati GTI

Das Waves Maserati GTi (Guitar Toner) ist das Schweizer Taschenmesser für E-Gitarren. Wie alle Plugins der Signature-Serie bündelt es Tony Maseratis jahrzehntelange Erfahrung in einem einzigen Interface, das komplexe Signalwege (Amp-Simulation, EQ, Kompression und Effekte) in fünf grundlegende Modi übersetzt.

Egal ob du eine DI-Aufnahme lebendig machen oder einem bereits aufgenommenen Verstärker den letzten Schliff geben willst – das GTi liefert sofortige Ergebnisse.

Die 5 spezialisierten Modi

Jeder Modus verändert die interne Architektur des Plugins radikal:

  1. Clean: Optimiert für glasklare, perlende Sounds. Ideal für Funk-Rhythmen oder poppige Arpeggios. Er sorgt für Brillanz und eine sehr stabile Dynamik.
  2. Clean Chorus: Basierend auf dem Clean-Modus, fügt dieser eine wunderschöne, breite Modulation hinzu. Perfekt für 80er-Jahre-Vibes oder atmosphärische Clean-Parts.
  3. Heavy: Der Modus für Rock-Rhythmusgitarren. Er dickt den Sound an, fügt Sättigung hinzu und sorgt dafür, dass die Gitarren eine massive Wand im Mix bilden.
  4. Scream: Speziell für Lead-Gitarren und Soli entwickelt. Er hebt die Mitten hervor, damit die Gitarre förmlich aus dem Mix "singt", und sorgt für viel Sustain.
  5. Ultra High: Wenn es richtig aggressiv werden soll. Dieser Modus ist für modernen Metal oder Hardcore gedacht, wo maximale Verzerrung bei gleichzeitiger Definition gefragt ist.

Die wichtigsten Funktionen

  • Sensitivity: Wie gewohnt das Herzstück. Stelle den Regler so ein, dass die LED grün/gelb leuchtet. Dies triggert die interne Sättigung und Kompression optimal.
  • Presence: Hiermit regelst du, wie weit die Gitarre "vorne" im Mix steht. Es ist kein einfacher EQ-Regler, sondern verändert die Durchsetzungskraft im Kontext anderer Instrumente.
  • T-Plate & Spring: Das Plugin verfügt über integrierte Hall-Algorithmen (Plate für moderne, Spring für klassische Sounds), um der Gitarre direkt Räumlichkeit zu geben.
  • FX-Sektion: Je nach Modus verbergen sich hier Chorus-, Delay- oder Doubler-Effekte, die den Sound "breit" machen.

Warum sollte man das Maserati GTi nutzen?

  • Vom DI-Signal zum fertigen Sound: Wenn du zu Hause nur über ein Interface aufnimmst, kann das GTi einen flachen DI-Sound in einen amtlichen Gitarrensound verwandeln, der klingt, als käme er aus einem erstklassigen Studio.
  • Platz im Mix: Tony Maserati hat die Frequenzen so gewählt, dass die Gitarren den Vocals und den Drums nicht in die Quere kommen.
  • Intuitive Bedienung: Statt Mikrofone virtuell vor Boxen zu schieben, arbeitest du hier mit Begriffen wie "Presence" oder "Vibe".

Typische Einsatzgebiete

  • Pop-Produktionen: Um cleane Gitarrenlayer seidig und professionell klingen zu lassen.
  • Rock-Mixe: Um gedoppelten Rhythmusgitarren mehr "Chug" und Gewicht im Bassbereich zu verleihen.
  • Soli: Um eine Lead-Gitarre mit dem "Scream"-Modus sofort an die Spitze des Mixes zu befördern.

Profi-Tipp: Layering mit dem GTi

Wenn du eine Rhythmusgitarre doppelt eingespielt hast (L/R), versuche auf der einen Seite den Heavy-Modus und auf der anderen Seite den Ultra High-Modus mit etwas weniger Gain. Die unterschiedlichen Frequenzkurven sorgen dafür, dass das Stereobild noch breiter und interessanter wirkt, als wenn du zwei identische Plugins nutzt.

Firma: Waves


waves PRS SuperModels

Archon, Dallas, Blue Sierra/V9

Das Waves PRS SuperModels Plugin-Bundle ist das Ergebnis einer exklusiven Zusammenarbeit zwischen Waves und dem legendären Gitarrenbauer Paul Reed Smith. Es emuliert drei spezifische PRS-Verstärker mit einer Detailtreue, die über Standard-Modeler hinausgeht, indem sie jede Komponente der Original-Hardware (Röhren, Transformatoren, Schaltkreise) digital nachbildet.

Die drei Verstärkermodelle

Das Bundle deckt das gesamte Spektrum von glasklaren Clean-Sounds bis hin zu modernem High-Gain ab:

1. PRS Archon

Der moderne Klassiker. Er ist bekannt für seine unglaubliche Vielseitigkeit.

  • Clean: Liefert glitzernde, transparente Sounds mit viel Headroom.
  • Lead: Bietet eine straffe, aggressive Verzerrung, die besonders im Metal und Hard Rock geschätzt wird, ohne dass der Sound "matschig" wird.

2. PRS Dallas

Dieser Verstärker ist eine Hommage an die klassischen amerikanischen Reverb-Amps.

  • Charakter: Er bietet einen warmen, leicht komprimierten Vintage-Ton.
  • Sweet Spot: Ideal für Blues, Jazz und Country. Er reagiert extrem dynamisch auf den Anschlag und das Volume-Poti der Gitarre.

3. PRS Blue Sierra/Sewell

Basierend auf einer sehr seltenen, handverdrahteten Schaltung (ähnlich dem J-Mod 100).

  • Charakter: Ein "Boutique"-Amp-Sound, der einen sehr singenden Sustain und cremige Mitten liefert.
  • Anwendung: Perfekt für melodische Soli und klassische Rock-Rhythmen.

Besondere Features der SuperModels

  • Phase IX Stomp Box: Jedes der drei Plugins enthält ein integriertes Modell des PRS Phase IX Pedals, um dem Sound sofort Modulation und Tiefe zu geben.
  • Cabinet IRs: Du kannst aus einer Vielzahl von hochwertigen Impulsantworten (IRs) wählen, die von PRS-Mitarbeitern in erstklassigen Räumen aufgenommen wurden.
  • Smart Mix & Air: Mit dem "Air"-Regler kannst du die Menge der Raumreflexionen (Ambience) einstellen, während der "Mix"-Regler das Verhältnis zwischen dem Direkt-Signal und dem Cabinet bestimmt.
  • Integrierter Tuner & Boost: Jedes Plugin verfügt über ein präzises Stimmgerät und einen zuschaltbaren Vorverstärker (Boost), um die Röhren-Emulation härter anzufahren.

Warum sollte man PRS SuperModels nutzen?

  • Kein "Digitaler Fizz": Viele Amp-Simulatoren klingen in den Höhen künstlich. Die PRS-Modelle fühlen sich beim Spielen sehr "echt" an und behalten die natürliche Wärme von Röhren bei.
  • Effizienz: Die Plugins sind so programmiert, dass sie eine sehr geringe Latenz haben, was sie ideal für das Einspielen in Echtzeit macht.
  • PRS-DNA: Wenn du den Sound von Paul Reed Smith magst – präzise, edel und definiert –, findest du hier genau diesen Charakter wieder.

Profi-Tipp: Gain-Staging ist alles

Da diese Plugins echte Röhrenschaltkreise simulieren, reagieren sie sehr empfindlich auf den Eingangspegel. Achte darauf, dass das Signal von deinem Interface (High-Z Eingang) nicht zu heiß in das Plugin geht. Wenn die Anzeige im Plugin gelb oder leicht rot flackert, simulierst du das natürliche Übersteuern der Eingangsstufe – genau wie bei einem echten Amp.

Wichtig für den Mix: Da Gitarren-Amps oft sehr viele Mitten liefern, nutze den integrierten EQ der Plugins, um Platz für den Bass und die Vocals zu schaffen, bevor du zu weiteren externen EQs greifst.

Firma: Waves


Waves Harmony

Das Waves Harmony ist ein hochmodernes Vocal-Performance-Tool, das weit über einfache Harmonisierung hinausgeht. Es ist ein Echtzeit-Vocal-Synthesizer und Harmonizer, mit dem du aus einer einzigen Stimme sofort bis zu 8 zusätzliche Stimmen generieren kannst – von dichten Background-Chören bis hin zu experimentellen, roboterartigen Texturen.

Es konkurriert direkt mit Tools wie Antares Auto-Harmony oder dem Eventide Octavox, bietet aber durch seine integrierte Modulations-Matrix deutlich mehr kreativen Spielraum.

Die drei Arbeitsmodi

Waves Harmony ist extrem flexibel, je nachdem, wie viel Kontrolle du über die Tonhöhen haben möchtest:

  1. Automatic Mode: Das Plugin schlägt dir basierend auf einer gewählten Tonart (Key) und Skala automatisch passende Harmonien vor. Perfekt für schnelles Songwriting.
  2. Playable MIDI Mode: Du verbindest ein MIDI-Keyboard und spielst die Harmonien in Echtzeit ein. Das Plugin nutzt deine Stimme als Klangquelle und zwingt sie auf die gespielten Noten.
  3. Graphical Mode: Du zeichnest die Harmonien auf einer visuellen Oberfläche ein. Jede Stimme wird als Punkt dargestellt, den du im Stereofeld und in der Tonhöhe frei verschieben kannst.

Die wichtigsten Parameter pro Stimme

Für jede der 8 Stimmen hast du absolute Kontrolle:

  • Pitch & Formant: Du kannst jede Stimme transponieren und den Formanten (den Charakter) unabhängig anpassen. So kannst du eine Frauenstimme mit tiefen, männlichen Backings unterfüttern.
  • Panning & Delay: Erzeuge eine enorme Breite, indem du die Stimmen im Panorama verteilst und sie leicht zeitversetzt abspielst.
  • Modulation (Der "Harmony"-Faktor): Jede Stimme kann moduliert werden. Du kannst Pitch, Amplitude oder Filter durch LFOs oder Sequencer bewegen lassen, um lebendige, organische Texturen zu schaffen.

Warum sollte man Waves Harmony nutzen?

  1. Instant Background Vocals: Wenn du keine Zeit oder kein Budget hast, 20 Spuren Background-Gesang einzusingen, erledigt dieses Plugin das in Sekunden.
  2. Kreatives Sound-Design: Verwandle eine Stimme in einen Synthesizer-Pad-Sound oder erzeuge glitzernde, gepitchte Effekte, die perfekt für modernen Pop oder EDM sind.
  3. Live-Performance: Dank der geringen Latenz kannst du es auf der Bühne nutzen, um solo wie ein ganzer Chor zu klingen.

Profi-Tipp: Die "Vocal Spread" Technik

Nutze den Graphical Mode und erstelle vier zusätzliche Stimmen. Setze alle auf die gleiche Note wie das Original (Unisono). Verändere nun bei jeder Stimme den Formanten minimal in verschiedene Richtungen und verstimm sie leicht um $3$ bis $7$ Cents. Verteile diese Stimmen hart im Stereofeld.

Das Ergebnis: Deine Lead-Vocal klingt plötzlich massiv und "breit", ohne dass künstliche Harmonien den Song überladen.

Vergleich mit anderen Waves-Tools

  • Waves Tune Real-Time: Korrigiert nur die eine vorhandene Stimme.
  • UltraPitch: Ein klassischer Pitch-Shifter für Harmonien, aber weniger visuell und ohne die komplexen Modulationsmöglichkeiten von Harmony.
  • Vocal Bender: Fokus auf die radikale Verformung einer einzelnen Stimme, nicht auf den Aufbau von Akkorden.

Firma: Waves


Maserati ACG

Das Waves Maserati ACG (Acoustic Guitar Designer) ist Teil der Signature-Serie, die in Zusammenarbeit mit dem legendären Mix-Engineer Tony Maserati (Beyoncé, Black Eyed Peas, Jason Mraz) entwickelt wurde.

Das Ziel dieses Plugins ist es, den oft mühsamen Prozess des Mixens von akustischen Gitarren zu verkürzen. Maserati hat hier seine komplette Bearbeitungskette – bestehend aus EQ, Kompression und subtilen Effekten – in ein einziges, intuitives Interface gepackt.

Was macht das Maserati ACG besonders?

Es wurde entwickelt, um akustischen Gitarren mehr Präsenz, Wärme und Definition zu verleihen, ohne dass man sich durch komplexe Effektketten arbeiten muss. Es gibt zwei verschiedene Modi, die auf unterschiedliche Gitarrentypen oder Spielweisen optimiert sind:

  1. ACG 1: Dieser Modus ist ideal für voluminöse Sounds. Er hilft dabei, den "Körper" der Gitarre zu betonen und sorgt für ein stabiles, warmes Fundament.
  2. ACG 2: Dieser Modus ist schlanker und fokussierter. Er ist perfekt, wenn die Gitarre in einem dichten Mix mit vielen Instrumenten (Drums, Bass, Keyboards) ihren Platz finden muss, ohne zu "matschen".

Die wichtigsten Funktionen

  • Input-Level (Sensitivity): Das Herzstück des Plugins. Du musst den Regler so einstellen, dass die LED in der Mitte grün/gelb leuchtet. Nur dann arbeiten die internen Kompressoren und Prozessoren im "Sweet Spot" von Tonys Design.
  • Punch: Verleiht der Gitarre mehr Anschlag und Dynamik. Es sorgt dafür, dass die Saitenbewegungen deutlicher hörbar werden.
  • Body: Regelt die Fülle und Wärme im unteren Mittenbereich.
  • Excitement: Fügt den berühmten Maserati-Glanz hinzu. Es macht die Gitarre brillanter und lebendiger.
  • Vibe: Ein subtiler Effektanteil (Chorus/Doubling), der dem Klang mehr Breite und Tiefe verleiht.

Warum sollte man es nutzen?

  • Zeitersparnis: Anstatt drei verschiedene EQs und Kompressoren nacheinander zu laden und einzustellen, liefert dieses Plugin sofort einen "fertigen" Sound.
  • Natürlichkeit: Trotz der starken Bearbeitung unter der Haube behält die Gitarre meist ihren natürlichen Charakter. Maserati hat die Algorithmen so abgestimmt, dass sie auch bei extremen Einstellungen selten "digital" oder künstlich klingen.
  • Fokus auf das Gefühl: Die Regler sind nach klanglichen Eigenschaften benannt (Punch, Body) statt nach technischen Werten (ms, Hz). Das hilft dabei, nach Gehör statt nach Zahlen zu mischen.

Typische Einsatzgebiete

  • Akustik-Gitarren: Sowohl für sanftes Fingerpicking als auch für kräftiges Strumming.
  • Resonator-Gitarren / Dobros: Hilft dabei, die metallische Textur hervorzuheben.
  • Mandolinen & Ukulelen: ACG 2 eignet sich hervorragend, um diese kleinen Instrumente im Mix nach vorne zu holen.

Profi-Tipp: Den Mix-Regler nutzen

Das Maserati ACG hat einen Direct-Regler (oder Mix-Fader). Wenn der Effekt zu dominant wirkt, mische einfach etwas vom Originalsignal hinzu. Oft ist ein Verhältnis von 70% Plugin-Sound und 30% Dry-Signal der Schlüssel zu einer Gitarre, die professionell klingt, aber dennoch absolut organisch im Mix sitzt.

Tony Maserati sagt: "Das ACG ermöglicht es mir, den Fokus auf die Performance zu legen, anstatt Zeit mit dem 'Suchen' nach dem richtigen EQ-Punkt zu verschwenden."

Firma: Waves