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Xils-Lab - Syn`X

Xils Labs SynX

Syn'X (aktuell in der Version 2) ist Xils-Labs prestigeträchtige Emulation des legendären Elka Synthex, eines italienischen Kult-Synthesizers aus den frühen 80ern. Der Synthex ist berühmt für seinen luxuriösen, breiten Klang und wurde vor allem durch Jean-Michel Jarres „Laser Harp“-Sound unsterblich gemacht.

Xils-Lab hat hier jedoch nicht nur eine einfache Kopie erstellt, sondern das Konzept des Multitimbral-Synthesizers auf ein völlig neues Level gehoben.

1. Die Multilayer-Architektur

Das herausragende Merkmal des Syn'X 2 ist seine Fähigkeit, bis zu 8 unabhängige Synthesizer-Layer in einem einzigen Patch zu verwalten.

  • Komplexes Layering: Jeder der 8 Layer ist ein kompletter Synthex mit eigenen Oszillatoren, Filtern und Hüllkurven. Du kannst diese Layer stacken (für massiven Sound), splitten (verschiedene Sounds auf verschiedenen Keyboard-Zonen) oder im Round-Robin-Verfahren rotieren lassen.
  • Individuelle Kontrolle: Trotz der Komplexität erlaubt das Interface den schnellen Zugriff auf alle Layer, um sie separat im Panorama zu verteilen oder unterschiedlich zu modulieren.

2. Die Oszillatoren und das Filter

  • DCO-Emulation: Der originale Synthex nutzte digital gesteuerte analoge Oszillatoren (DCOs), was ihm eine stabilere Stimmung als dem Jupiter-8 verlieh, aber dennoch den analogen Druck bewahrte. Xils-Lab fängt diesen speziellen Charakter perfekt ein.
  • Multimode-Filter: Das berühmte CEM-basierte Filter bietet Low-Pass, High-Pass, Band-Pass und einen speziellen Notch-Modus. Besonders die Resonanz klingt in der Xils-Emulation extrem seidig und musikalisch.

3. Der integrierte Sequenzer

Wie das Original besitzt auch der Syn'X einen sehr fähigen Sequenzer, der jedoch modernisiert wurde:

  • Er verfügt über 4 Tracks und kann extrem komplexe, polyphone Muster erzeugen, die perfekt zum Layer-Konzept passen.
  • Jede Sequenzer-Linie kann einem anderen Layer zugewiesen werden, was den Syn'X fast zu einer kompletten Workstation für elektronische Sequenzen macht.

4. Einzigartige Modulationsmöglichkeiten

Xils-Lab hat Funktionen hinzugefügt, die das Original nie hatte:

  • Chaos-Modulator: Erzeugt unvorhersehbare, organische Schwankungen im Klang.
  • Polyphone Modulation: LFOs können pro Stimme agieren, was zu einem unglaublich lebendigen und breiten Klangbild führt.

Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteil Nachteil
Der ultimative "Laser Harp" Sound: Niemand emuliert diesen spezifischen Klang besser. Komplexität: Die Verwaltung von 8 Layern kann für Einsteiger schnell unübersichtlich werden.
Unglaubliche Breite: Durch das Layering entstehen Sounds, gegen die Standard-Synths "dünn" wirken. CPU-Hunger: Wenn alle 8 Layer gleichzeitig mit vielen Stimmen genutzt werden, benötigt das Plugin ordentlich Rechenleistung.
Cross-Modulation: Die FM-Fähigkeiten der Oszillatoren liefern großartige metallische Texturen.

Fazit: Für wen ist der Syn'X?

Der Syn'X ist ein Synthesizer für epische Klänge. Er ist die erste Wahl für:

  1. Jean-Michel Jarre-Fans: Die den authentischen Elka-Sound für ihre Produktionen suchen.
  2. Sounddesigner für Soundtracks: Die massive, orchestrale Synth-Pads und komplexe, pulsierende Sequenzen benötigen.
  3. Analog-Puristen: Die die Stabilität von DCO-Sounds schätzen, aber nicht auf die Wärme analoger Filter verzichten wollen.

Es ist ein Instrument, das nach „Größe“ klingt. Wenn du einen Track hast, dem es an Tiefe und Fundament fehlt, kann ein einziger Syn'X-Patch das oft im Alleingang lösen.

Expansions:

Firma: Xils-Lab


Xils-Lab - Syn`X