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Rhizomatic - Plasmonic

Rhizomatic Plasmonic

Rhizomatic - Plasmonic ist ein außergewöhnlicher Software-Synthesizer, der von Brian Clevinger entwickelt wurde – dem Kopf hinter dem legendären Native Instruments Absynth. Wer Absynth kennt, weiß, dass Plasmonic kein gewöhnlicher Synthesizer ist, sondern ein Instrument für tiefe, organische und oft jenseitige Klangforschung.

Im Kern ist Plasmonic ein Physical-Modeling-Synthesizer, der jedoch mit subtraktiver Synthese kombiniert wird, um Klänge zu erzeugen, die sich „echt“ anfühlen, aber physikalisch unmöglich sind.

1. Das Konzept: Akustische Resonanz trifft Synthese

Das Herzstück von Plasmonic ist die Interaktion zwischen zwei verschiedenen Welten:

  • Die Anreger (Exciters): Du hast zwei Oszillatoren (virtuell-analog oder Wavetable) und zwei Noise-Generatoren. Diese dienen als „Plektren“ oder „Bogen“, die das eigentliche Resonanz-Modell in Schwingung versetzen.
  • Der Resonator: Hier passiert die Magie. Plasmonic nutzt ein komplexes Delay-basiertes Resonanz-System, das wie ein physischer Körper (z. B. eine Saite, eine Röhre oder eine Membran) reagiert.
  • Organische Lebendigkeit: Da das Modell auf physikalischen Prinzipien basiert, reagieren die Klänge extrem dynamisch auf die Spielweise – ähnlich wie eine echte Violine oder eine Trommel.

2. Klangcharakter: "Uncanny Valley" des Sounds

  • Organisch & Fremdartig: Die Klänge haben oft eine hölzerne, metallische oder gläserne Qualität, die sehr akustisch wirkt, aber durch die Synthese-Engine in Bereiche vordringt, die kein echtes Instrument erreichen kann.
  • Tiefe & Details: Plasmonic glänzt bei Klängen, die sich verändern, je länger man eine Taste hält. Es entstehen komplexe Obertöne und Resonanzen, die sehr lebendig wirken.
  • Präzision: Trotz der organischen Natur kann Plasmonic auch messerscharfe Leads, tiefe Bässe und perkussive Texturen liefern.

3. Workflow und Modulation

  • Intuitives Design: Trotz der komplexen Technik unter der Haube ist das Interface sehr klar und modern gestaltet. Man sieht sofort, wie der Klang durch die verschiedenen Stufen fließt.
  • MPE-Unterstützung: Plasmonic ist vollständig kompatibel mit MPE (MIDI Polyphonic Expression). Das bedeutet, wenn du einen Controller wie ein Roli Seaboard oder ein LinnStrument besitzt, kannst du jede einzelne Note individuell in Druck, Tonhöhe und Timbre formen.
  • Kreative Effekte: Die integrierten Effekte sind nicht bloßes Beiwerk, sondern integraler Bestandteil der Klangerzeugung, um den Resonanzen den letzten Schliff zu geben.

Technische Übersicht

Feature Details
Synthese-Typ Physical Modeling & Subtraktiv (Hybrid)
Oszillatoren 2 Analog-Style/Wavetable + 2 Noise-Exciter
Resonatoren Hochgradig konfigurierbare Delay-Resonatoren
Besonderheit Entwickelt vom Schöpfer von Absynth
MPE Volle Unterstützung für polyphone Expression

Warum Plasmonic?

  • Einzigartigkeit: In einer Welt voller Serum-Klone und Analog-Emulationen sticht Plasmonic durch seinen völlig eigenen Klangcharakter hervor.
  • Sounddesign-Spielplatz: Es ist ein Traum für jeden, der Sounds erschaffen möchte, die die Grenze zwischen "akustisch" und "elektronisch" verwischen.
  • Ausdrucksstärke: Durch die MPE-Fähigkeit und die dynamische Engine ist es eines der spielbarsten und ausdrucksstärksten Software-Instrumente der letzten Jahre.

Fazit: Rhizomatic Plasmonic ist ein Meisterwerk des modernen Synthesizer-Designs. Es ist kein Synth für Standard-EDM-Patches, sondern ein Instrument für Klangkünstler, Filmkomponisten und Produzenten, die nach Texturen suchen, die eine Seele haben.

Firma: Rhizomatic


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