
Das Roland Cloud – SRX Brass ist das softwarebasierte Gegenstück zum SRX-02 "Concert Piano" (nein, warte – es ist die SRX-06 "Complete Orchestra" oder spezifische Brass-Karten, die Roland in die Cloud integriert hat). Genau wie bei den Strings nutzt dieses Instrument die Digital Circuit Behavior (DCB)-Technologie, um den Klangcharakter der klassischen Roland-Hardware-Soundmodule (insbesondere der JV- und XV-Serie) präzise zu emulieren.
Hier ist, was dieses Plugin für deine Arbeit in Nuendo oder Cubase bietet:
Der Klangcharakter
Während moderne Brass-Libraries oft auf extreme Detailtiefe bei der Artikulation setzen, ist das SRX Brass eher auf Durchsetzungskraft und Spielbarkeit optimiert.
- Charakter: Es liefert den klassischen Roland-Blechbläsersound der 90er und frühen 2000er: druckvoll, hell und sehr „mix-ready“. Diese Sounds wurden damals so entworfen, dass sie sich in einem dichten Arrangement sofort durchsetzen.
- Einsatzgebiete: Perfekt für Pop-Produktionen, Funk-Section-Layering, cineastische Akzente oder schnelle Orchesterskizzen, bei denen ein realistisches „Legato-Sustain“ weniger wichtig ist als ein markanter „Punch“.
Technische Highlights
- Struktur: Wie bei der gesamten SRX-Serie basiert das Plugin auf einer strukturierten Bedienoberfläche, die schnelles Sound-Design ermöglicht. Du hast Zugriff auf:
- Filter-Sektion: Um den Blechbläsern bei Bedarf mehr Wärme zu geben oder sie noch schneidender zu machen.
- Enveloppe-Steuerung: Für schnelle Staccato-Ansprachen, was besonders bei Brass-Sektionen essenziell für den Groove ist.
- Multieffekte: Die internen MFX-Einheiten sind bei der Brass-Version oft ein „Geheimtipp“, um den Sounds mit etwas Verzerrung oder speziellen Reverbs das gewisse Etwas zu verleihen.
- Workflow: Da es extrem effizient läuft (im Vergleich zu den massiven RAM-Anforderungen von modernen VSL-Instrumenten), ist es ein fantastisches Werkzeug für das Pre-Producing. Du kannst komplexe Bläsersätze arrangieren, ohne dass deine Systemressourcen unter der Last massiver Sample-Libraries zusammenbrechen.
Vergleich zu deinem Setup
Da du intensiv mit hochwertigen VSL-Libraries arbeitest, solltest du SRX Brass nicht als Konkurrenz zur VSL-Engine sehen. Es ist eher eine kreative Ergänzung:
- Wenn du einen „synthetischen“, aber dennoch organisch basierten Bläser-Sound suchst, der den nostalgischen Vibe einer professionellen Studio-Produktion der 2000er Jahre einfängt, ist SRX Brass ideal.
- Es eignet sich hervorragend zum Layern: Du kannst beispielsweise eine VSL-Basis für den Realismus nutzen und das SRX-Brass-Plugin dezent dazumischen, um dem Ganzen den „Druck“ und die Durchsetzungskraft im Mix zu geben, für die die alte Roland-Hardware berühmt war.
Firma: Roland Music

