Musik-Instrumente von Sonokinetic

Orchestrale Klänge für das Sound-Studio

Tronsonic - The System 1000M

Tronsonic The System 1000M

Tronsonic - The System 1000M ist eine außergewöhnliche Library für Native Instruments Kontakt, die tief in die Ära der frühen modularen Synthesizer eintaucht. Wie der Name schon andeutet, ist sie eine Hommage an das legendäre Roland System 100M, eines der flexibelsten und am besten klingenden modularen Systeme der späten 70er und frühen 80er Jahre.

Tronsonic hat hier nicht einfach nur Oszillatoren gesampelt, sondern versucht, die gesamte „Seele“ und das elektrische Verhalten eines riesigen Modularschranks einzufangen.

1. Die Klangquelle: Wahre modulare Kraft

Die Basis für diese Library ist echte, diskret aufgebaute analoge Hardware. Das Roland System 100M ist bekannt für seine unfassbar schnellen Hüllkurven und seine präzisen, aber dennoch charakterstarken Filter.

  • Echtes Sampling: Tronsonic hat die Oszillatoren und Filterkombinationen durch hochwertige analoge Signalwege aufgenommen.
  • Tape & Valve: Um den "Tronsonic-Sound" zu garantieren, wurden viele Samples durch Röhrenverstärker und Bandmaschinen geschleift, was für eine natürliche Kompression und harmonische Wärme sorgt.

2. Das Interface: Ein virtuelles Modularsystem

Das Design der Library ist so gestaltet, dass man das Gefühl hat, direkt vor den Modulen zu sitzen:

  • Verschachtelte Architektur: Du kannst verschiedene Wellenformen und Rauschgeneratoren mischen, genau wie du es an der echten Hardware tun würdest.
  • Moderne Flexibilität: Obwohl die Quelle modular ist, bietet die Kontakt-Oberfläche direkten Zugriff auf Filter-Hüllkurven, LFOs und eine umfangreiche Modulationsmatrix, die weit über das hinausgeht, was mit dem ursprünglichen System (ohne hunderte Patchkabel) möglich gewesen wäre.

3. Die "Round Robin" Magie

Eines der größten Probleme vieler Sample-Libraries ist der „Maschinengewehr-Effekt“ (wenn derselbe Ton immer exakt gleich klingt). Tronsonic umgeht dies durch:

  • Mehrfache Samples pro Note: Jede Taste triggert leicht unterschiedliche Aufnahmen. Da analoge Hardware nie exakt gleich schwingt, bleibt der Sound in der Library lebendig und organisch.
  • Drift-Kontrolle: Es gibt Regler, mit denen du die „Instabilität“ der alten Hardware simulieren kannst, sodass der Sound subtil eiert oder verstimmt klingt – genau wie ein 40 Jahre altes Modularsystem.

4. Klangcharakter

  • Rohe Energie: Der System 1000M klingt sehr direkt. Die Bässe sind trocken und extrem druckvoll, während die Leads eine elektrische Schärfe besitzen, die niemals billig oder "digital" wirkt.
  • Vintage Sci-Fi: Er ist prädestiniert für jene klopfenden, zwitschernden und blubbernden Sounds, die man aus frühen Elektronik-Pionierwerken kennt.

Einsatzbereiche

  • Techno & Electro: Für kompromisslose Analog-Bässe und perkussive Sequenzen, die keine Nachbearbeitung brauchen.
  • Minimal & Ambient: Durch die lebendigen Texturen und das sanfte Rauschen der analogen Kette entstehen sehr atmosphärische Klanglandschaften.
  • Sounddesign: Ideal, um modernen Produktionen eine Schicht „echten Strom“ hinzuzufügen.

Fazit: Tronsonic - The System 1000M ist kein Synthesizer für weichgespülte Radio-Popsounds (obwohl er das auch kann). Er ist ein Instrument für Leute, die den Charakter von fließendem Strom und die ungebändigte Kraft eines modularen Systems suchen, ohne sich mit instabiler Hardware oder Kabelsalat herumschlagen zu müssen.

Firma: Tronsonic


Tronsonic - The System 1000M