
Firma: Steinberg

Steinberg - LoopMash 2.0 ist ein legendäres, innovatives Performance-Tool und virtuelles Instrument, das mit einer völlig anderen Philosophie an das Thema "Looping" herangeht. Anstatt Loops einfach nur synchron abzuspielen, nutzt LoopMash eine analysebasierte Synthese, um Audio-Material nahtlos miteinander zu verweben.
Obwohl es mittlerweile ein "Legacy"-Produkt ist (oft assoziiert mit älteren Cubase-Versionen), bleibt sein Konzept für das kreative Remixing und Mashup-Design bis heute einzigartig.
Das Besondere an LoopMash ist die Engine. Wenn du verschiedene Loops (Beats, Vocals, Synth-Lines) in das Instrument lädst, analysiert die Software das Audiomaterial auf Ähnlichkeiten in Bezug auf:
Du wählst einen Master-Loop aus, und LoopMash versucht, aus allen anderen geladenen Loops die Fragmente (Slices) herauszusuchen, die klanglich am besten zum Master passen. Das Ergebnis ist ein völlig neuer, hybrider Loop, der den Groove des Originals beibehält, aber die Klangfarbe der anderen Quellen nutzt.
Im Vergleich zur ersten Version wurde LoopMash 2.0 massiv erweitert:
Steinberg hat LoopMash in neueren Cubase-Versionen (ab Cubase 12/13) offiziell in den Ruhestand geschickt, da es technisch auf einer älteren VST-Architektur basierte. Viele User vermissen es jedoch schmerzlich, da es kaum ein anderes Plugin gibt, das "glückliche Unfälle" beim Produzieren so effektiv provoziert.
Tipp: Wenn du noch Zugriff auf eine ältere Cubase-Installation hast, ist LoopMash 2.0 ein fantastisches Werkzeug, um langweiligen Standard-Loops neues Leben einzuhauchen.

Steinberg - Mystic ist einer der drei „Klassiker“ unter den Synthesizern, die über Jahre hinweg fest in Cubase integriert waren (zusammen mit Spector und Prologue). Während Prologue der Allrounder ist, spezialisiert sich Mystic auf eine sehr faszinierende Form der Klangerzeugung: die Physical Modeling Synthese basierend auf Kammfiltern.
Mystic ist das Tool für Klänge, die „physisch“ wirken, aber in der Realität so nicht existieren könnten.
Anstatt wie ein gewöhnlicher Synthesizer einfach nur Wellenformen (Sägezahn, Rechteck) durch einen Filter zu schicken, simuliert Mystic einen physischen Körper, der zum Schwingen gebracht wird:
Mystic klingt selten nach „typischem Synthesizer“. Seine Stärken liegen in:
Das Design ist funktional und teilt sich in drei Hauptbereiche:
Ähnlich wie LoopMash oder Spector wurde Mystic in den neuesten Cubase-Versionen (seit Cubase 12) offiziell durch modernere Instrumente ersetzt oder in den Hintergrund gerückt, da Steinberg auf eine neue Plugin-Architektur ohne VST2-Altlasten umgestellt hat. Viele Sounddesigner nutzen ihn jedoch über Brücken-Lösungen weiter, weil sein spezifischer resonanter Charakter schwer exakt nachzubauen ist.
Steinberg - Mystic ist ein Spezialist für resonante, physische Texturen. Er ist nicht unbedingt der Synth, mit dem man eine Standard-Bassline schreibt, aber er ist unschlagbar, wenn man einen Sound braucht, der „greifbar“ und organisch klingt, aber dennoch eine außerweltliche Note hat.

Steinberg - Spector ist der dritte im Bunde der klassischen Cubase-Synthesizer (neben Prologue und Mystic) und konzentriert sich auf eine sehr spezifische Form der Klangerzeugung: die Spektral-Filter-Synthese.
Während Mystic auf physische Resonanzen setzt, nutzt Spector die Manipulation des Frequenzspektrums, um Klänge zu formen, die oft metallisch, schneidend oder extrem komplex in ihrer Textur sind.
Das Besondere an Spector ist die Art und Weise, wie das Filter arbeitet. Anstatt ein einfaches Low-Pass- oder High-Pass-Filter zu verwenden, bietet Spector zwei Spektral-Filter:
Spector ist kein Synth für warme, analoge Pads. Sein Sound ist eher:
Genau wie Mystic gehört Spector zur VST2-Generation von Steinberg. In den neuesten Versionen (Cubase 12, 13 und 14) ist er nicht mehr standardmäßig im Fokus, da Steinberg auf die modernere VST3-Architektur und Instrumente wie HALion Sonic oder Retrologue setzt.
Dennoch bleibt Spector ein Favorit für Sounddesigner, die diesen speziellen, kristallinen „Steinberg-Sound“ der 2000er und 2010er Jahre suchen, der in vielen Trance- und Sci-Fi-Produktionen dieser Ära zu hören war.
Steinberg - Spector ist ein „Chirurg“ unter den Synthesizern. Er ist das perfekte Werkzeug, wenn du Klänge suchst, die durch komplexe Obertonstrukturen definiert werden – sei es für glitzernde Leads, düstere Texturen oder rhythmische Filter-Effekte, die mit herkömmlichen Filtern schlicht unmöglich wären.