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Waves - Scheps Parallel Particles

Scheps Parallel Particles

Das Waves Scheps Parallel Particles ist ein spezialisiertes Sound-Design- und Mixing-Tool, das in Zusammenarbeit mit Andrew Scheps entwickelt wurde. Im Gegensatz zu herkömmlichen Plugins, die auf technischen Parametern wie Frequenz oder Ratio basieren, arbeitet dieses Plugin mit vier „Partikeln“, die komplexe Prozesse (wie Sättigung, Kompression und EQ) unter einer Haube vereinen.

Die Philosophie dahinter: Man schraubt nicht an der Technik, sondern am Gefühl und der Einstellung des Sounds.

Die vier "Particles" (Klang-Elemente)

Jeder Regler steuert eine Kombination aus verschiedenen Bearbeitungsschritten, die parallel zum Originalsignal beigemischt werden:

1. Sub (Harmonischer Bass)

  • Was es tut: Es fügt tieffrequente Obertöne hinzu und nutzt Resonanzfilter.
  • Der Effekt: Es macht den Bass nicht einfach nur lauter (wie ein EQ), sondern erzeugt ein massives, physisches Fundament, das man eher „fühlt“ als hört. Ideal, um dünnen Kicks oder Bässen mehr Gewicht zu verleihen.

2. Air (Präsenz & Glanz)

  • Was es tut: Es fokussiert sich auf die obersten Frequenzen und nutzt eine spezifische Form der parallelen Sättigung.
  • Der Effekt: Es verleiht dem Signal eine seidige Luftigkeit und Offenheit, ohne dass es scharf oder zischend klingt. Perfekt für Vocals oder Overheads.

3. Bite (Attack & Energie)

  • Was es tut: Es bearbeitet die Transienten und die oberen Mitten.
  • Der Effekt: Es macht den Sound aggressiver und sorgt dafür, dass er sich im Mix nach vorne schiebt. Es gibt einer Snare mehr „Knall“ oder einer Stimme mehr „Biss“.

4. Thick (Körper & Dichte)

  • Was es tut: Es arbeitet vor allem in den unteren Mitten und nutzt Kompression sowie Sättigung.
  • Der Effekt: Es verleiht dem Sound mehr Fleisch und Wärme. Es füllt die Lücken in einem dünnen Signal auf und lässt es „teurer“ und solider klingen.

Die Besonderheit: Parallele Bearbeitung

Das entscheidende Wort im Namen ist Parallel. Das Plugin verändert nicht das Originalsignal direkt, sondern mischt die bearbeiteten Anteile hinzu. Dadurch bleibt die Dynamik und der Grundcharakter deines Instruments erhalten, während die Partikel den Sound lediglich „anreichern“.

Warum sollte man Scheps Parallel Particles nutzen?

  • Schnelligkeit: Wenn du weißt, was dem Sound fehlt (z. B. „mehr Eier“ untenrum oder „mehr Glanz“ oben), musst du nicht drei verschiedene Plugins laden. Ein Regler genügt.
  • Andrew Scheps' "Secret Sauce": Die Algorithmen basieren auf den komplexen Ketten, die Andrew normalerweise in seinen Mixen verwendet. Du bekommst also seinen High-End-Sound in einer extrem einfachen Bedienoberfläche.
  • Musikalität: Es ist fast unmöglich, den Sound mit diesem Plugin komplett zu zerstören. Da alles parallel abläuft, klingt es selbst bei hohen Einstellungen oft noch sehr musikalisch.

Typische Einsatzgebiete

  • Drums: Sub für die Kick, Bite für die Snare und Air für das ganze Kit.
  • Vocals: Air für den modernen Pop-Glanz und Thick, um eine dünne Stimme kräftiger zu machen.
  • Synthesizer: Bite hilft dabei, digitale Synths durch eine dichte Wand aus Gitarren schneiden zu lassen.
  • Mix-Bus: Sehr vorsichtig eingesetzt, kann es einem gesamten Mix den finalen „Varnish“ (Schliff) geben.

Profi-Tipp: Das Gain-Staging

Da das Plugin sehr viel Energie hinzufügt, achte unbedingt auf die Input- und Output-Anzeigen. Wenn du die Partikel stark aufdrehst, wird das Signal deutlich lauter. Nutze den Output-Regler, um die Lautstärke wieder anzugleichen. Nur so kannst du wirklich hören, ob die Partikel den Sound besser machen oder ob es nur die psychoakustische Täuschung durch die höhere Lautstärke ist.

Firma: Waves


Waves - Scheps Parallel Particles