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Metall-Sound für das Studio-Equipment

Softube - Marshall Plexi Super Lead 1959

Softube Marshall Plexi Super Lead 1959

Das Softube Marshall Plexi Super Lead 1959 ist für viele Gitarristen und Produzenten der "Heilige Gral" unter den Amp-Simulationen. Es emuliert den Verstärker, der den Sound des Rock 'n' Roll definiert hat – genutzt von Legenden wie Jimi Hendrix, Jimmy Page, Angus Young und Eddie Van Halen.

Der "Plexi" (benannt nach der Plexiglas-Frontplatte der Originale) ist berühmt für seinen gewaltigen Druck, seine Dynamik und die Tatsache, dass er eigentlich keine Verzerrung im modernen Sinne hat, sondern durch pure Lautstärke in die Knie gezwungen werden muss.

Der Sound: Dynamik pur

Das Plugin fängt die wichtigste Eigenschaft des Originals ein: Die Fähigkeit, allein durch den Anschlag oder das Volume-Poti der Gitarre zwischen glasklarem Clean und sattem Crunch zu wechseln.

Die Kanäle (Interaktives Patching)

Wie beim echten Amp gibt es zwei Kanäle mit jeweils zwei Eingängen:

  1. Channel I (High Treble): Sehr hell, aggressiv und durchsetzungsstark.
  2. Channel II (Normal): Dunkler, basslastiger und runder.
  • Das "Jumper"-Kabel: Das Plugin erlaubt es dir (wie in der Realität), die Kanäle mit einem kurzen Kabel zu verbinden. So kannst du beide Lautstärkeregler mischen, um die perfekte Balance zwischen dem "Biss" von Kanal I und dem Fundament von Kanal II zu finden.

Exklusive Features der Softube-Version

Softube ist hier einen Schritt weiter gegangen als bei einer simplen Amp-Kopie:

1. Tony Platt’s Recording-Kette

Die Boxen-Sektion (Cabinet) wurde vom legendären Toningenieur Tony Platt (bekannt für AC/DC’s Back in Black) aufgenommen. Er nutzte dafür eine originale 1960B-Box aus dem Jahr 1960.

  • Du hast Zugriff auf ein fertig gemischtes Setup aus drei Mikrofonen (z. B. FET-Kondensator, Dynamisch und Bändchen).
  • Du kannst die Mikrofone im integrierten kleinen Mixer selbst pegeln und pannen.

2. Der "Main"-Sektor (Experten-Einstellungen)

Im Seitenmenü findest du Regler, die über das Frontpanel des Amps hinausgehen:

  • Channel Strip: Ein kleiner EQ und ein Limiter helfen dabei, den Sound direkt im Plugin mixfertig zu machen.
  • Variac (Spannungsregler): Hier kannst du die Betriebsspannung virtuell senken. Das sorgt für den berühmten "Brown Sound" (mehr Sättigung, weicheres Ansprechverhalten), für den Eddie Van Halen bekannt war.

Warum dieser Marshall?

Eigenschaft Wirkung im Mix
Kein "Matsch" Selbst bei voll aufgedrehtem Gain bleiben Akkorde klar definiert und jede Saite ist hörbar.
Mittenpräsenz Der Sound setzt sich mühelos gegen Bass und Drums durch, ohne zu laut sein zu müssen.
Echtes Spielgefühl Die Latenz und das Feedback des Plugins fühlen sich sehr "analog" an – es "atmet".

Tipps für den Einsatz

  • Der "Sweet Spot": Drehe beide Volume-Regler (I und II) auf etwa 7 oder 8 und aktiviere das Jumper-Kabel. Das gibt dir den klassischen Blues-Rock-Crunch.
  • Clean-Pedal-Plattform: Der Plexi eignet sich hervorragend als Basis für Overdrive-Pedale. Wenn du Amp Room nutzt, kannst du ein Softube-Pedal davor schalten, um den Plexi in modernere Gain-Gefilde zu führen.

Fazit: Wenn du den authentischen Sound der 60er und 70er Jahre suchst – ungeschönt, ehrlich und kraftvoll – ist dieses Plugin die Referenz. Es ist kein Metal-Amp, aber für Rock gibt es kaum etwas Besseres.

Firma: Softube


Softube - Marshall Plexi Super Lead 1959