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Vienna Symphonic Library - Cimbasso

Vienna Symphonic Library Cimbasso

Der Cimbasso der Vienna Symphonic Library ist eine faszinierende klangliche „Geheimwaffe“ im tiefen Blech. Ursprünglich von italienischen Komponisten wie Verdi und Puccini gefordert, um den Posaunensatz nach unten abzurunden, hat sich das Instrument in der modernen Filmmusik zu einem Favoriten für aggressive, kernige und rhythmische Basslinien entwickelt.

Optisch wirkt er wie eine Mischung aus Posaune und Tuba (eine Ventil-Kontrabassposaune in aufrechter Bauform), und genau so klingt er auch: Er besitzt die Tiefe einer Tuba, aber die direkte, metallische Schärfe einer Posaune.

1. Der Klangcharakter: Kernig und Unbeugsam

Der Cimbasso (meist in F oder B gestimmt) unterscheidet sich deutlich von der Tuba:

  • Die Textur: Während eine Tuba den Klang „breit“ und rund macht, bleibt der Cimbasso extrem fokussiert und gerichtet. Sein Klangbild ist „trockener“ und besitzt eine markante metallische Kante.
  • Das Schmettern: Im Fortissimo entwickelt er einen brachialen, fast schon sägenden Charakter, der wesentlich aggressiver ist als der einer Bass-Tuba.
  • Präzision: Da der Schallbecher nach vorne gerichtet ist (wie bei einer Posaune), klingen die Anstöße sehr definiert und direkt.

2. Einsatzgebiete

  • Italienische Oper: Unverzichtbar für die authentische Interpretation von Verdi-Partituren.
  • Action- & Thriller-Scores: In der modernen Filmmusik wird der Cimbasso oft genutzt, um dem Blechsatz einen gefährlichen, aggressiven Unterton zu geben. Er ist das perfekte Instrument für schnelle, tiefe Repetitionen.
  • Verstärkung der Posaunen: Er bildet die perfekte vierte Stimme unter einem Posaunentrio, da er deren Timbre wesentlich besser ergänzt als eine weich klingende Tuba.
  • Hybride Musik: Aufgrund seiner Schärfe lässt er sich hervorragend mit Synthesizern und verzerrten Bässen kombinieren.

3. Artikulationen: Agilität im Bassbereich

VSL hat die technische Wendigkeit des Cimbasso meisterhaft umgesetzt:

  • Performance Legato: Trotz der Tiefe klingen die Übergänge sehr präzise. Da es ein Ventilinstrument ist, sind die Legati flüssiger und direkter als bei einer Zug-Posaune.
  • Staccato & Marcato: Hier glänzt der Cimbasso. Die kurzen Noten haben einen unglaublichen „Biss“ und sind ideal für perkussive Bass-Rhythmen.
  • Sforzato: Ein Cimbasso-Sforzato schneidet durch den Mix wie ein Messer – ein hocheffektiver dramatischer Akzent.
  • Flatterzunge: Erzeugt ein sehr raues, fast schon industrielles Grollen, das in Action-Szenen für maximale Spannung sorgt.

4. Integration: VI Series & Synchronized

  • VI Series (Silent Stage): Die trockene Aufnahme ist ein enormer Vorteil, da man mit MIR Pro die Direktheit des Instruments exakt steuern kann. So bleibt die rhythmische Präzision auch in großen Räumen erhalten.
  • Synchronized Cimbasso: Optimiert für den Synchron Player. Durch den Raumklang der Synchron Stage Vienna bekommt der Cimbasso eine beeindruckende Tiefe und Größe, klingt aber dank der speziellen Mikrofonierung dennoch „in-your-face“.

5. Technische Übersicht

Merkmal Details
Bauweise Ventil-Kontrabassposaune (meist in F oder B)
Klangfarbe Direkt, metallisch, fokussiert, aggressiv
Besonderheit Schließt die Lücke zwischen Posaune und Tuba
Empfehlung Ideal für Action-Rhythmik und scharfe, tiefe Blechbläser-Akzente


Fazit:
Der VSL Cimbasso ist das perfekte Instrument, wenn Sie die Tiefe der Tuba benötigen, aber den „Schlamm“ vermeiden und stattdessen eine aggressive, rhythmische Definition suchen. Er ist der Kraftprotz, der Ihrem Blechsatz die nötige Gefährlichkeit verleiht.

Nie war eine Orchester-Library so [...], nie gab es so viele, qualitativ höchstwertige Samples in Verbindung mit einem intelligent gemachten Sampleplayer. Gerade letzterer stellt nicht nur für alle Computer-Orchestratoren einen großen Sprung nach vorne dar, sondern er festigt auch die Positionierung von VSL als Speerspitze technischer Innovation gepaart mit orchestraler Authentizität gegenüber der Konkurrenz. 
Martin Gerke, Sound & Recording, März 2007

I have both the Vienna Instruments brass libraries and I find them to be really incredible. The sheer number of articulations plus the multiple speed legatos and repetitions are just a joy to work with. Really outstanding sound quality and sample performers as well. Can't say enough good things about the VI brass.
Cheers, Art
posted in the Vienna’s user forum, January 2007

It’s fair to say that Vienna Instruments are pushing the boundaries of how sampled instruments sound and play. Offering unprecedented control over articulations and expression, VSL’s Vienna Instruments afford professional composers and mockup masters with one of the most comprehensive and sophisticated instruments on the market. The recording quality is uniformly excellent, the performances are consistently superb, and the range of articulations is exhaustively comprehensive.
John Krogh, Keyboard, August 2006

I simply couldn’t believe that a handful of people beavering away had come up with such a slick user interface that even a software dunce such as myself hardly needed to glance at the manual. In a nutshell, Vienna Instruments take VSL’s trademark crisp sound to a new level. Rarely have I encountered such a complex, powerful tool that’s so instantly accessible, transparent and quick to use. For once, an instrument interface feels like something that wasn’t designed by a committee, but by a group of like-minded musicians and composers who understand what we want.
VI Second Opinions –  Hilgrove Kenrick, Sound on Sound, July 2006

Es ist schon unglaublich, wie VSL es geschafft hat, eine Bedienoberfläche auf die Beine zu stellen, welche im Grunde die Quadratur des Kreises vollführt: eine unfassbare Fülle von Möglichkeiten UND ergonomische Simplizität. Ein weiteres kleines Wunder ist die Velocity-X-Fade-Funktion, welche beliebige Multi-Layer-Patches (also mit mehreren gesampelten Dynamikstufen) mit einem Klick in Multi-Layer Crossfade-Patches verwandelt. Maximale Rauschfreiheit, große Dynamik, gute Balance, klangliche Konsistenz und ein perfektes Mapping sind nur einige Stichworte zu einem nahezu konkurrenzlosen Sample-Pool und dessen professioneller Aufbereitung in 24 Bit/44,1 kHz. Die Sample-Engine toppt mit einer Fülle von innovativen Konzepten selbst die geheimsten Wünsche ausgefuchster Power-User. Die Messlatte für Orchester-Samples hat VSL jedenfalls mal wieder ganz hoch gehängt. Um diese zu toppen, nützen der Konkurrenz weder Geld noch gute Ideen, hier hilft nur eins: noch ein Wunder. Oder besser gleich zwei.
Roman Beilharz, PC & Musik, Aug./Sept. 2006

Sometimes it’s hard to believe that you’re actually playing what you hear – the transitions are that smooth. Nothing else can do that. [The player’s] interface is very clear, and it takes no time to learn your way around it. I was able to load 1.745 GB of samples into the 2GB installed on the Windows machine, which is absolutely phenomenal – over half a gig more than anything else has ever loaded on that computer. Still subjectively, VSL’s greatest strength – apart from the subtlety of expression you’re able to achieve with such a vast selection of articulations – is somewhat intangible: the notes all have a meaning. This especially true for the short woodwinds; rather than just going “toot”, their possibilities are immediately obvious. All the major software samplers have improved by leaps and bounds in many important areas, but they haven’t necessarily focused their efforts on making the wonderful new libraries they spawned easy to manage. The Vienna Instruments player sets new standards in that category, and also in its memory access performance. That, combined with the incredible breadth of the library itself, allows you to do some things nothing else can do.
Nick Batzdorf, Virtual Instruments Magazine June/July 2006

Firma: Vienna Symphonic Library


Vienna Symphonic Library - Cimbasso