Musik-Instrumente von Ugritone

Metall-Sound für das Studio-Equipment

PSP Audioware stompFilter

PSP Audioware stompFilter ist ein kreatives Werkzeug, das die Eigenschaften eines klassischen Filter-Pedals mit modernen Modulationsmöglichkeiten kombiniert. Es wurde entwickelt, um sowohl subtile Klangformung als auch extreme, rhythmische Filtereffekte zu ermöglichen.

Hier ist eine Übersicht der wichtigsten Funktionen und Merkmale:

1. Die Filter-Sektion

Das Herzstück des Plugins ist ein variabel einstellbares Filter, das auf den bewährten Algorithmen von PSP basiert.

  • Filtertypen: Es bietet verschiedene Modi, darunter Low-Pass, Band-Pass, High-Pass sowie spezialisierte Modi wie Auto-Wah.
  • Resonanz: Das Filter kann bis zur Selbstoszillation getrieben werden, was aggressive und zwitschernde Synthesizer-ähnliche Sounds ermöglicht.

2. Modulationsquellen

Was den stompFilter besonders macht, ist die Kombination aus zwei verschiedenen Modulationsarten:

  • LFO (Low Frequency Oscillator): Dieser kann zum Host-Tempo synchronisiert werden und bietet verschiedene Wellenformen (Sinus, Sägezahn, Rechteck etc.), um das Filter rhythmisch zu bewegen.
  • Envelope Follower: Das Filter reagiert auf die Dynamik des Eingangssignals. Je lauter du spielst (oder je härter der Drum-Schlag ist), desto weiter öffnet oder schließt sich das Filter. Dies ist ideal für den klassischen "Wah-Wah"-Effekt bei Gitarren oder Funk-Bässen.

3. Zusätzliche Features

  • Sättigung (Saturation): Das Plugin verfügt über eine integrierte Sättigungsstufe, die dem Signal Wärme oder analogen Schmutz verleiht.
  • Einstellbare Kennlinie: Du kannst das Verhältnis zwischen LFO und Envelope Follower stufenlos mischen, um komplexe Modulationsmuster zu erstellen.
  • Sidechain-Eingang: Du kannst das Filter durch ein externes Signal (z. B. eine Kick-Drum) steuern lassen, um rhythmische "Ducking"- oder Filter-Effekte zu erzielen.

Typische Einsatzgebiete

  1. Gitarren & Bässe: Ersetzt ein physisches Wah-Pedal oder fügt statische Filter-Texturen hinzu.
  2. Drums & Percussion: Verleiht statischen Loops durch den Envelope Follower mehr Bewegung und "Snap".
  3. Synthesizer: Transformiert einfache Flächen (Pads) in rhythmisch pulsierende Sequenzen.
  4. Sound Design: Durch die Selbstoszillation lassen sich komplett neue Sound-Effekte generieren.

Zusammenfassung

Der PSP stompFilter ist kein simples statisches Filter, sondern ein Performance-Effekt. Er überzeugt durch den typischen "analogen" PSP-Klang und eine Benutzeroberfläche, die trotz der vielen Möglichkeiten sehr übersichtlich bleibt. Es eignet sich hervorragend für Produzenten, die ihren Spuren mehr Dynamik und Charakter verleihen wollen.

Firma: PSP Audioware


psp audioware oldTimerMB

Das PSP oldTimerMB ist die konsequente Weiterentwicklung des beliebten oldTimer-Konzepts in die Welt der Multiband-Dynamikbearbeitung. Während der klassische oldTimer für seine Vintage-Wärme und Einfachheit geschätzt wird, bietet der oldTimerMB die gleiche musikalische Kompression, aufgeteilt auf drei separate Frequenzbänder.

Es ist kein chirurgisches Mastering-Tool, sondern ein „Vibe-Multiband-Kompressor“, der darauf ausgelegt ist, einen Mix zusammenzuhalten, ohne ihn leblos zu machen.

1. Die drei Bänder: Kontrolle mit Charakter

Der oldTimerMB teilt das Signal in tiefe, mittlere und hohe Frequenzen auf. Jedes Band verfügt über die klassischen oldTimer-Parameter:

  • Frequenzweichen: Du kannst die Übergangspunkte zwischen den Bändern präzise einstellen, wobei die Filter so optimiert sind, dass sie keine hörbaren Phasenprobleme verursachen.
  • Unabhängige Kompression: Du kannst den Bassbereich massiv kontrollieren, während die Höhen fast unberührt bleiben (oder umgekehrt).

2. Das Beste aus dem "oldTimer"-Erbe

Das Plugin nutzt denselben Algorithmus, der den Standard-oldTimer so berühmt gemacht hat:

  • Zeitkonstanten: Die Attack- und Release-Zeiten sind nicht starr, sondern reagieren musikalisch auf das Eingangssignal.
  • Valve-Charakter: Wie sein kleiner Bruder emuliert der oldTimerMB die Sättigung einer Röhrenschaltung. Das verleiht den Bändern eine angenehme Dichte und Wärme.
  • Kein Schwellenwert-Stress: Anstatt eines klassischen "Threshold"-Reglers nutzt man den Compression-Knopf, um das Signal in den festen Threshold hineinzufahren – sehr intuitiv und analog gedacht.

3. Profi-Features für den Mix-Bus

  • M/S-Bearbeitung: Du kannst die Mitten (M) und die Seiten (S) getrennt bearbeiten. Das ist ideal, um beispielsweise den Bass in der Mitte straff zu halten, während man den Seiten im Hochtonbereich mehr Dynamik lässt.
  • Sidechain-Optionen: Jedes Band kann separat getriggert werden.
  • Mix-Regler: Ein globaler Mix-Knopf ermöglicht eine schnelle parallele Kompression für den gesamten Multiband-Prozessor.

Einsatzbereiche

Szenario Anwendung des oldTimerMB
Mix-Bus / Summe Um den Mix zu „kleben“ (Glue), ohne die Transienten der Snare oder den Druck der Kick zu verlieren.
Bass-Gitarre Um die tiefen Frequenzen festzunageln, während die Saitengeräusche in den Mitten lebendig bleiben.
Vocals Um harsche Mittenfrequenzen nur dann zu komprimieren, wenn sie wirklich stören, ohne den Rest der Stimme zu beeinflussen.
Mastering Als sanfter „Finishing-Touch“, um eine ausgewogene Frequenzbalance und analoge Wärme zu erreichen.


Fazit:
Der PSP oldTimerMB ist die perfekte Wahl, wenn du die Kontrolle eines Multiband-Kompressors brauchst, aber den warmen, organischen Klang alter Hardware bevorzugst. Er klingt weniger nach „Prozessor“ und mehr nach „Instrument“.

Firma: PSP Audioware


PSP Twin L

Das PSP Twin-L ist ein zweikanaliger Limiter/Algorithmus-Kompressor, der ein sehr spezifisches Ziel verfolgt: Er möchte die besten Eigenschaften aus der Welt der analogen Dynamikbearbeitung in einem Plugin vereinen, ohne dabei ein exaktes 1-zu-1-Abbild eines einzigen Geräts zu sein.

Das „Twin“ im Namen steht für die zwei grundlegend verschiedenen Algorithmen, die du umschalten kannst.

1. Die zwei Gesichter: Opto & VCA

Das Herzstück des Plugins ist der Wahlschalter zwischen zwei klassischen Kompressions-Typen:

  • Opto-Modus: Inspiriert von Legenden wie dem LA-2A. Er arbeitet mit einer simulierten Fotozelle. Die Regelzeiten sind eher träge und hängen stark vom Eingangssignal ab. Das Ergebnis ist eine sehr natürliche, „musikalische“ Kompression, die ideal für Vocals oder Bass ist.
  • VCA-Modus: Inspiriert von modernen Klassikern wie den dbx-Geräten. Dieser Modus reagiert extrem schnell, präzise und bietet einen knackigen, kontrollierten Sound. Perfekt, um Transienten bei Drums zu bändigen oder einem Mix mehr „Snap“ zu verleihen.

2. Moderne Flexibilität

Obwohl das Design an klassische Hardware erinnert, bietet das PSP Twin-L Funktionen, die in der analogen Welt nur schwer umzusetzen wären:

  • Look-Ahead: Das Plugin kann das Signal kurz im Voraus analysieren, um Spitzen (Peaks) abzufangen, bevor sie den Schwellenwert erreichen.
  • Sidechain-Filter: Du kannst tiefe Frequenzen aus dem Detektor-Pfad herausfiltern, damit die Kompression nicht bei jedem Kick-Drum-Schlag „pumpt“.
  • Soft Knee: Der Übergang zur Kompression kann sehr sanft gestaltet werden, was das Plugin fast unsichtbar im Mix macht.

3. Sättigung und Charakter

PSP ist bekannt für exzellente Algorithmen zur Sättigung. Auch das Twin-L verfügt über eine einstellbare Saturation, die dem Signal harmonische Obertöne hinzufügt. Dadurch klingt das Signal nicht einfach nur „leiser geregelt“, sondern bekommt die typische analoge Wärme und Dichte.

Vergleichstabelle der Modi

Feature Opto-Modus VCA-Modus
Reaktionszeit Langsam / Abhängig vom Signal Schnell / Präzise
Klangcharakter Warm, seidig, sanft Transparent, knackig, direkt
Beste Anwendung Vocals, Akustikgitarre, weiche Pads Snare, Bassdrum, Percussion, Bus-Limiting

Warum man es nutzt

Das PSP Twin-L ist ein hervorragendes „Arbeitstier“. Es ist nicht so kompliziert wie ein Multiband-Kompressor, bietet aber mehr Charakter als ein Standard-Digital-Limiter. Es eignet sich perfekt als letztes Glied in der Signalkette eines Kanals, um das Signal abzurunden und ihm ein professionelles Finish zu geben.

Kurz gesagt: Ein extrem vielseitiger Limiter, der von sanfter Vintage-Kompression bis hin zu modernem Peak-Limiting alles beherrscht – und das bei sehr geringer Latenz.

Firma: PSP Audioware


PSP Audioware E27

Ähnlich wie von Avedis Audio Electronics. 

Das PSP E27 ist eine präzise Emulation des Hardware-Equalizers E27 von Avedis Audio Electronics. Während viele EQs auf chirurgische Präzision setzen, ist der E27 ein klassischer „Charakter-EQ“, der für seine seidigen Höhen und seine enorme Musikalität bekannt ist.

Es handelt sich um einen dreibändigen Equalizer, der im API™ 500-Format-Stil gehalten ist und für seinen besonders breiten, offenen Klang geschätzt wird.

1. Die Architektur: Dreiband-Design

Das Plugin ist so aufgebaut, dass es trotz seiner Einfachheit extrem vielseitig ist:

  • Drei Bänder: Low, Mid und High. Jedes Band bietet neun auswählbare Frequenzen mit bis zu 16 dB Anhebung oder Absenkung.
  • Pro-Band-Optionen: Jedes Band kann individuell per Knopfdruck aktiviert oder deaktiviert werden.
  • 27-Modus: Durch Klicken auf die "27"-Taste wird eine zusätzliche Filterstufe aktiviert, die das Verhalten der Filterkurven leicht verändert und dem EQ noch mehr analogen "Vibe" verleiht.

2. Der „Avedis-Sound“

Was das PSP E27 von Standard-Digital-EQs unterscheidet, ist die Art und Weise, wie es mit dem Signal umgeht:

  • Phasentreue: Er wurde so programmiert, dass er die Phasenlage auch bei extremen Boosts bemerkenswert stabil hält.
  • Sättigung: PSP hat die analoge Sättigung der Ein- und Ausgangsstufen eingefangen. Wenn man den EQ heiß anfährt, bekommt der Sound eine angenehme Dichte und Wärme.
  • High-End-Glanz: Besonders das Hochtonband (10 kHz, 12 kHz, 16 kHz etc.) ist legendär dafür, Vocals oder Mixen „Air“ zu verleihen, ohne dass es jemals scharf oder anstrengend klingt.

3. Erweiterte Features im Plugin

Im Gegensatz zur Hardware bietet die Software-Version einige moderne Vorteile:

  • PA11-Modul: Das Plugin enthält ein zusätzliches Modul (inspiriert vom Avedis PA11), das einen Hochpassfilter und einen speziellen "Drive"-Regler bietet, um die harmonische Verzerrung gezielt zu steuern.
  • Stereo-Optionen: Du kannst den EQ im Dual-Mono- oder Mid-Side-Modus betreiben, was ihn zu einem mächtigen Werkzeug für das Mastering macht.

Einsatzbereiche

Quelle Warum der E27?
Vocals Um Brillanz und Präsenz hinzuzufügen, ohne die Zischlaute (S-Laute) zu verstärken.
Mix-Bus Ein sanfter Boost bei 16 kHz oder 20 kHz öffnet den gesamten Mix.
Akustikgitarre Verleiht Saiteninstrumenten eine wunderbare Textur und Definition.
Drums Perfekt, um einer Snare "Snap" zu geben oder den Bassbereich einer Kick aufzuräumen.


Fazit:
Das PSP E27 ist kein EQ für das Reparieren von Fehlern (dafür gibt es parametrische EQs mit schmalen Güten). Es ist ein EQ für die Verschönerung. Er klingt teuer, edel und ist intuitiv zu bedienen.

Firma: PSP Audioware