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Xtant Audio - Elkatwin 61

Xtant Audio Elkatwin

Der Xtant Audio Elkatwin 61 ist eine spezialisierte Kontakt-Library, die einen oft übersehenen Klassiker der italienischen Synthesizer-Geschichte wiederbelebt: den Elka Elkatwin 61.

Während viele bei Elka sofort an den luxuriösen Synthex (siehe Xils-Lab Syn'X) denken, war der Elkatwin 61 ein eher erschwingliches, aber charakterstarkes Instrument der späten 70er und frühen 80er Jahre. Er basierte auf der Technologie von Heimorgeln, bot aber erstaunlich warme Analogsounds.

1. Das Konzept: Sample-basierte Authentizität

Da der Elkatwin 61 kein klassischer subtraktiver Synthesizer mit freiem Signalweg ist, sondern auf festen Presets mit Modifikationsmöglichkeiten basiert, eignet er sich hervorragend für das Sampling:

  • Multi-Samples: Xtant Audio hat jede Taste des Originals akribisch aufgezeichnet, um das natürliche Verhalten der analogen Hardware (inklusive kleiner Unvollkommenheiten) einzufangen.
  • Preset-Layering: Wie bei der Hardware können die verschiedenen Sektionen (Strings, Brass, Piano etc.) kombiniert werden, um jenen dichten, "schwebenden" Sound zu erzeugen, für den diese Ära bekannt ist.

2. Die Benutzeroberfläche & Features

Xtant Audio hat das Interface modernisiert, ohne den Charme des Originals zu verlieren:

  • Zwei-Layer-System: Du kannst zwei verschiedene Sounds des Elkatwin mischen und unabhängig voneinander bearbeiten.
  • Erweiterte ADSR-Hüllkurven: Während das Original oft sehr eingeschränkt in der Formung der Lautstärke war, bietet die Library volle Kontrolle über Attack, Decay, Sustain und Release.
  • Effekt-Sektion: Integrierte Effekte wie Hall, Delay und vor allem ein Chorus, der den originalen analogen Ensemble-Effekt nachempfindet, sind direkt an Bord.

3. Der Klangcharakter

Was den Elkatwin 61 auszeichnet, ist sein "Lo-Fi-Analog-Charme":

  • Strings: Sie klingen weniger poliert als ein Solina, eher etwas rauer und nostalgischer.
  • Brass: Typisch 80er-Jahre "Synth-Brass", der hervorragend in Retrowave-Produktionen passt.
  • Organ-Vibe: Man merkt dem Instrument seine Herkunft aus der Orgelwelt an, was ihm eine ganz eigene, fast sakrale Wärme verleiht.

Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteil Nachteil
Einzigartiger Sound: Keine der üblichen 80er-Kopien; liefert frische, unverbrauchte analoge Texturen. Eingeschränkte Flexibilität: Da es auf Samples basiert, kann man nicht so tief in die Synthese eingreifen wie bei einem VST.
Geringer Ressourcenverbrauch: Als Kontakt-Instrument sehr CPU-schonend. Kontakt-Voraussetzung: Benötigt die Vollversion von Native Instruments Kontakt (oder läuft im Demo-Modus des Players).
Preiswert: Oft deutlich günstiger als große Synthesizer-Emulationen.

Fazit: Warum den Elkatwin 61?

Diese Library ist ein Geheimtipp für:

  1. Synthwave-Produzenten, die nach analogen Klängen suchen, die nicht jeder nutzt.
  2. Lo-Fi-Beatmaker, die die warme, leicht instabile Charakteristik alter italienischer Hardware schätzen.
  3. Keyboarder, die den speziellen Workflow und Sound der Elka-Orgeln/Synths in ihrer DAW haben möchten.

Es ist eine liebevolle Hommage an ein Instrument, das den Sound vieler europäischer Produktionen der frühen 80er geprägt hat, ohne jemals den Star-Status eines Jupiter oder Juno zu erreichen.

Firma: Xtant Audio


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Xtant Audio - Elkatwin 61