Editoren im Studio-Einsatz

Professionelle Editoren für die Arbeit im Sound-Studio.

Steinberg - Nuendo 15

Steinberg Nuendo15

Steinberg Nuendo 15, das am 25. März 2026 veröffentlicht wurde, markiert einen weiteren großen Schritt in der Entwicklung der marktführenden DAW für Audio-Postproduktion, Game-Audio und professionelles Sounddesign. Während Cubase das Flaggschiff für Musiker bleibt, ist Nuendo die zentrale Plattform für alles, was Ton mit Bild verbindet.

Hier ist eine umfassende Übersicht der wichtigsten Neuerungen und Funktionen:

1. Fokus auf Workflow & Effizienz

Nuendo 15 führt über 35 neue Funktionen ein, die vor allem darauf abzielen, komplexe Projekte schneller zu bewältigen.

  • Überarbeitetes Automationssystem: Parameter können nun durch einfaches Berühren der Plugin-Regler ausgewählt werden. Zudem gibt es echtes Copy & Paste für Automationsdaten sowie einen verbesserten „Write on Play“-Modus mit Preview-Indikatoren.
  • Flexible Kanal-Konvertierung: Surround-Clips lassen sich blitzschnell in strukturierte Stems zerlegen oder Monofiles zu Stereo-Paaren kombinieren.
  • Folder-to-Group Routing: Eine lang gewünschte Funktion ist da: Ordnerspuren (Folder Tracks) können nun direkt ihrem eigenen Gruppenkanal zugewiesen werden, was das Signalmanagement in massiven Projekten drastisch vereinfacht.

2. Fortschrittliches Sounddesign & Editing

Die Werkzeuge für die kreative Audiobearbeitung wurden massiv erweitert:

  • Multi-FX Compressor: Dieser neue High-End-Kompressor kombiniert Transient Shaping, Clip Limiting und EQ-Sculpting in einem Tool. Er eignet sich sowohl für subtile Dynamikkorrekturen als auch für extremes Sounddesign.
  • ADR-Panel 2.0: Das System für Dialog-Aufnahmen (Automated Dialogue Replacement) wurde optisch komplett modernisiert und strukturell gestrafft, um den Aufnahmeprozess flüssiger zu gestalten.
  • Verbessertes Headphones Match: Die Liste der Kompensationskurven für Studiokopfhörer (u.a. von Audeze, Beyerdynamic, Sennheiser und Shure) wurde deutlich erweitert, um auch über Kopfhörer einen verlässlichen Mix zu garantieren.

3. Video- & Export-Optimierungen

Da Nuendo im Zentrum der Postproduktion steht, wurden die Video-Schnittstellen verbessert:

  • GPU-Video-Encoding: Der Video-Export nutzt nun die Grafikkarte des Rechners, was die Renderzeiten erheblich verkürzt. Zudem gibt es flexiblere Optionen für Auflösung und Codecs.
  • Verbesserte Engine: Die Video-Engine ist stabiler und unterstützt modernere Formate nativ, was den Import von Rohmaterial aus Schnittprogrammen vereinfacht.

4. Partitur & Notation (Score Editor)

Nuendo 15 übernimmt den radikal verbesserten Score Editor, der auf der Technologie von Dorico basiert.

  • Die Noteneingabe und das Layouting sind nun intuitiver und professioneller, was besonders für Komponisten wichtig ist, die Partituren für Orchester-Aufnahmen vorbereiten müssen.

Technische Details im Überblick

Bereich Spezifikation / Neuerung
Plattformen Windows 10/11 (64-Bit), macOS 11/12/13+ (Apple Silicon nativ)
Immersive Audio Volle Unterstützung für Dolby Atmos, Auro-3D und MPEG-H
Speicherplatz ca. 75 GB für die Vollinstallation
RAM Minimum 8 GB (16 GB oder mehr empfohlen für große Bibliotheken)


Zusammenfassung: 

Nuendo 15 ist das ultimative Werkzeug für Post-Production-Häuser, Sounddesigner in der Spieleindustrie und Komponisten, die mehr als nur Stereo-Mixe abliefern müssen. Die Neuerungen im Bereich der Automation und des Kanal-Routings sparen in der täglichen Praxis Stunden an Kleinstarbeit.

Besonders für Nutzer von Nuendo 14 oder Crossgrader von Cubase bietet die Version 15 durch die GPU-Beschleunigung und die neuen Sounddesign-Tools einen massiven Mehrwert.

Firma: Steinberg


Steinberg - Wavelab 13

Steinberg Wavelab13

Steinberg WaveLab 13 ist ein umfassendes Major-Update für Steinbergs renommierte Mastering- und Audiobearbeitungs-Suite. Die wichtigste Neuerung dieser Version ist die tiefe Integration von Dolby Atmos, gepaart mit einer modernisierten Engine und optimierten Workflows für High-End-Mastering-Studios.

Hier sind die wichtigsten Kernfeatures und Neuerungen im Überblick:

Immersives Mastering & Dolby Atmos

Das absolute Highlight von WaveLab 13 ist der Einstieg in die Welt des immersiven Audio-Masterings:

  • Dolby Atmos Master-Montage: Ermöglicht das flexible und effiziente Bearbeiten und Mastern einer einzelnen ADM-Datei (Audio Definition Model). Herzstück ist der innovative Immersive Plug-in Hub, über den Standard-VST3-Plug-ins über bis zu 128 Audiokanäle hinweg in einer einzigen Instanz geladen werden können.
  • Dolby Atmos Album-Montage: Ermöglicht es, mehrere ADM-Dateien nahtlos zu einem kompletten immersiven Album zusammenzufügen, zu sequenzieren und im Pegel (Loudness und TruePeak) aneinander anzupassen.
  • ADM-Import & Analyse: Jedes ADM-Objekt erhält eine eigene Waveform-Darstellung; zudem lassen sich Kanäle isoliert vorhören oder ungenutzte Leerkanäle direkt beim Import ausschließen.

Performance & Workflow-Optimierungen

  • Multicore-Rendering: Die Audio-Montage unterstützt nun echtes Multicore-Processing. Komplexe Projekte mit vielen Clips, Spuren und rechenintensiven Plug-ins rendern dadurch drastisch schneller.
  • Erweiterter Sidechain-Support: Track-Plug-ins mit Sidechain-Eingang können jetzt direkt mit den Audiosignalen einzelner Clips angesteuert werden. Pegel lassen sich für jeden Clip individuell justieren, was Techniken wie Ducking im Mastering-Prozess stark vereinfacht.
  • Automatisierte Farbregeln: Zur besseren visuellen Organisation in komplexen Sessions lassen sich Spuren und Clips basierend auf Namen, Effekten oder Positionen automatisch einfärben.
  • Präzisere Hüllkurven-Werkzeuge: Neue Funktionen wie das Clone Editing (Änderungen auf alle selektierten Clips spiegeln) und ein Fine Control Mode (Dämpfung der Mausbewegung für mikro-präzise Kurven) sorgen für extrem sauberes Arbeiten.

Neue Tools & Plugins

  • MasterRig 2: Die hauseigene Mastering-Suite wurde visuell und funktional komplett überarbeitet. Die Module für EQ, Kompression, Limiting, Saturation und Imaging bieten präzisere Kontrollen und modernere Algorithmen.
  • UltraShaper: Ein hochentwickelter Dynamikprozessor, der klassische Kompression mit einem Transienten-Shaper kombiniert – ideal, um Signalen im finalen Schliff mehr Punch zu verleihen oder Ausreißer exakt abzufangen.
  • Vocal Chain: Ein spezialisiertes Toolset zur gezielten Bearbeitung und Veredelung von Gesangs- und Sprachspuren direkt in WaveLab.

Detail-Verbesserungen im Studio-Alltag

  • Plug-in Scaling & Management: VST-Oberflächen lassen sich stufenlos skalieren, und Plug-ins können per Drag-and-Drop direkt aus der Signalkette entfernt werden.
  • Dateipfade via Text: Dateien lassen sich direkt durch das Einfügen von textbasierten Dateipfaden öffnen oder in die Montage einfügen.
  • Erweiterte Kompatibilität: Optimierte Einbindung spezialisierter Drittanbieter-Tools wie Sound Radix AutoAlign oder TDR SimuLathe.

WaveLab 13 festigt damit seinen Status als die professionelle "Schweizer Taschenmesser"-Plattform für Stereo-, Surround- und moderne Immersive-Audio-Produktionen.

Steinberg WaveLab 13 bringt einen massiven Entwicklungsschritt für die renommierte Mastering- und Editing-Suite. Der absolute Fokus dieser Version liegt auf der nahtlosen Integration von Immersive Audio (Dolby Atmos) sowie massiven Workflow- und Performance-Schubs.

Hier sind die wichtigsten Neuerungen und Kernfeatures im Überblick:

1. Voller Dolby Atmos & Immersive Workflow

WaveLab 13 schließt die Lücke im Immersive-Mastering und bietet nun eine komplett native Umgebung für dreidimensionale Audioformate:

  • Master- & Album-Montage für ADM: Du kannst ADM-Dateien (Audio Definition Model) direkt importieren, editieren, arrangieren und finalisieren. Die räumlichen Objekt-Metadaten bleiben dabei vollständig erhalten.
  • Immersive Plug-in Hub: Ermöglicht es dir, standardmäßige VST3-Plug-ins über eine einzige Oberfläche auf bis zu 128 Audiokanäle anzuwenden.
  • Integrierte Tools: Werkzeuge wie der Bass Manager (für kontrolliertes Low-Frequency-Routing bei Multikanal-Systemen) und MixerDelay (zur Laufzeitkorrektur von Lautsprechern) sind direkt an Bord.

2. Performance & Audio-Montage

  • Multi-Core-Rendering: Endlich nutzt WaveLab die volle Prozessor-Power moderner CPUs beim Rendern der Audio-Montage. Das parallele Verarbeiten von Spuren, Regionen und Effekten senkt die Exportzeiten drastisch.
  • Tab-Synchronisiertes Playback: Extrem stark für den direkten A/B-Vergleich. Schaltest du zwischen verschiedenen Tabs um, läuft die Wiedergabe nahtlos an exakt derselben Zeitposition weiter – perfekt, um verschiedene Mix- oder Mastering-Versionen zu vergleichen.
  • Regelbasierte Farbcodierung: Clips und Spuren lassen sich automatisch nach benutzerdefinierten Regeln einfärben, was bei komplexen Post-Production- oder Mastering-Projekten für deutlich mehr Übersicht sorgt.

3. Neue und überarbeitete Plug-ins

  • MasterRig 2: Das hauseigene modulare Mastering-Flaggschiff hat nicht nur ein modernes, frei skalierbares GUI bekommen, sondern wurde um hochkarätige Module erweitert. Neu dabei sind der Raiser-Limiter sowie exzellente Emulationen der Klassiker Pultec EQP-1A (EQ P1A) und Pultec MEQ-5 (EQ M5).
  • VocalChain: Ein mächtiges All-in-One-Werkzeug für Sprach- und Gesangsbearbeitung, das Equalizer, Kompressor, De-Esser, Pitch-Shifter, Sättigung und Reverb in einer intuitiven Oberfläche vereint.
  • UltraShaper: Kombiniert Transienten-Shaping mit dynamischer Kompression und automatischem Make-up-Gain für punchige Signale ohne Pegelsprünge.
  • Weitere Effekte: Ein neuer PitchShifter (mit Tape-, Tube- und Distortion-Modi) sowie das Underwater-Modul zur Simulation dumpfer, untergetauchter Akustikräume.

4. Editierung & Detail-Workflows

  • Direktes Gain-Handling: Direkt am Clip-Fenster befinden sich nun Icons für Gain Before Effects (Input) und Gain After Effects (Output), um Pegelanpassungen ohne Umwege vorzunehmen.
  • Erweiterte Hüllkurven (Envelopes): Änderungen lassen sich per Clone-Editing synchron auf mehrere ausgewählte Clips spiegeln. Ein neuer "Fine Control"-Modus dämpft zudem Mausbewegungen für mikro-präzise Kurvenkorrekturen.
  • Smartes Plug-in-Handling: Plug-ins lassen sich jetzt ganz einfach per Drag-and-Drop aus der Signalkette ziehen, um sie zu entfernen.

Kurz gesagt: Während ältere Versionen vor allem das klassische Stereo-Mastering perfektionierten, macht WaveLab 13 die Suite fit für die Zukunft des Immersive Audio, ohne dabei die Workstation-Performance für klassische Stereo-Projekte zu vernachlässigen.

Firma: Steinberg


Steinberg - SpectraLayers 10 Pro

Steinberg SpectraLayers10

Steinberg SpectraLayers 10 ist eines der fortschrittlichsten Werkzeuge für die visuelle Audiobearbeitung auf dem Markt. Während herkömmliche Audio-Editoren Wellenformen (Zeit/Amplitude) anzeigen, arbeitet SpectraLayers im Spektralbereich (Zeit/Frequenz). Das ermöglicht es dir, Klänge fast wie in einem Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop zu „sehen“ und chirurgisch präzise zu bearbeiten.

Hier ist eine detaillierte Übersicht der wichtigsten Funktionen und Neuerungen der Version 10:

1. Das Herzstück: Die Spektrale Anzeige

SpectraLayers zerlegt Audiosignale in ihre Frequenzbestandteile. Du kannst einzelne Obertöne, Störgeräusche oder Instrumente isolieren, indem du sie mit Auswahlwerkzeugen (Lasso, Pinsel, Zauberstab) markierst.

  • Layer-basiertes Arbeiten: Wie in der Grafikbearbeitung kannst du verschiedene Audio-Elemente auf unterschiedliche Ebenen (Layer) verteilen, sie unabhängig voneinander bearbeiten, muten oder mischen.

2. KI-gestütztes „Unmixing“ (Entmischen)

Einer der größten Vorteile von Version 10 ist die massiv verbesserte Künstliche Intelligenz.

  • Unmix Song: Zerlegt einen fertigen Mix automatisch in Stems wie Gesang, Schlagzeug, Bass und weitere Instrumente.
  • Unmix Drums: Geht noch einen Schritt weiter und trennt innerhalb der Schlagzeugspur Kick, Snare und Cymbals voneinander.
  • Unmix Transcription: Erzeugt automatisch ein Transkript von Sprache direkt in der spektralen Ansicht – ideal für den Schnitt von Podcasts oder Interviews.
  • Unmix Noisy Speech: Trennt Sprache hocheffektiv von komplexen Hintergrundgeräuschen.

3. Neue Werkzeuge und Prozesse in Version 10

  • Reverb Match: Du kannst den Hall-Anteil eines Quell-Audios analysieren und exakt auf ein anderes Ziel-Audio übertragen. Das ist besonders in der Postproduktion nützlich, um ADR (nachsynchronisierte Dialoge) an den Original-Raumton anzupassen.
  • Voice Denoiser: Ein spezialisierter Algorithmus, der darauf trainiert ist, menschliche Stimmen zu erkennen und alles andere (Wind, Verkehr, Rauschen) drastisch zu reduzieren.
  • Multiple Process Dialogs: Du kannst nun mehrere Bearbeitungsfenster gleichzeitig offen haben und zwischen ihnen wechseln, ohne einen Prozess erst abschließen zu müssen.
  • Hardware-Beschleunigung: Die KI-Prozesse unterstützen nun GPU-Beschleunigung (NVIDIA, AMD, Intel), was die Rechenzeit bei großen Projekten erheblich verkürzt.

4. Workflow & Integration

SpectraLayers 10 funktioniert sowohl Standalone als auch als ARA 2 Plugin.

  • ARA 2 Support: In DAWs wie Nuendo, Cubase oder Studio One lässt sich SpectraLayers direkt in das Projektfenster integrieren. Du musst keine Dateien exportieren; die Änderungen werden in Echtzeit in der DAW übernommen.
  • Verschachtelte Effekte: Du kannst nun VST3-Plugins direkt in der SpectraLayers-Oberfläche auf einzelne Layer anwenden.

Vergleich: Elements vs. Pro

Feature SpectraLayers Elements SpectraLayers Pro
KI Unmixing Basis (Gesang/Begleitung) Vollständig (Stems, Drums, etc.)
Max. Abtastrate 96 kHz 192 kHz
Kanäle Stereo / Mono Bis zu 10.2 Surround
Werkzeuge Eingeschränkt Vollständiges Set (inkl. Klonen/Heilen)


Fazit

SpectraLayers 10 ist weniger ein „Effekt“ und mehr ein Präzisionsinstrument. Für Audio-Restaurierung, Sound Design oder das Erstellen von Remixen (Remixing/Sampling) ist es aufgrund der visuellen Kontrolle und der starken KI-Algorithmen eines der mächtigsten Tools in deiner Signalkette.

In Kombination mit Nuendo 15 ergibt sich ein extrem effizienter Workflow, da du chirurgische Eingriffe am Audiomaterial vornehmen kannst, ohne die DAW-Umgebung verlassen zu müssen.

Firma: Steinberg


Steinberg - Dorico Elements 6

Steinberg Dorico Elements6

Dorico Elements 6 (veröffentlicht im Frühjahr 2025) stellt den bisher größten Sprung für die „Mittelklasse“ von Steinbergs Notationssoftware dar. Während die Elements-Version früher stark eingeschränkt war, hat Steinberg mit der Version 6 die Grenzen deutlich verschoben, um sie zu einem ernsthaften Werkzeug für Komponisten, Arrangeure und Studenten zu machen.

Hier ist eine umfassende Beschreibung der wichtigsten Funktionen und Neuerungen:

Das neue Kernkonzept: „Unbegrenzte Möglichkeiten“

Die wichtigste Änderung in Dorico Elements 6 ist der Wegfall der Instrumenten-Beschränkung.

  • Keine Spieler-Limits mehr: Früher war Elements auf eine bestimmte Anzahl von Instrumenten (z. B. 24) begrenzt. In Version 6 können Sie Partituren für Ensembles jeder Größe erstellen – vom Soloinstrument bis zum riesigen Orchester-Apparat.
  • Vollwertiges Arrangement: Sie haben Zugriff auf alle wichtigen Schreib-Modi, die auch in der Pro-Version vorhanden sind, was den Workflow deutlich flüssiger macht.

Top-Features in Version 6

1. Intelligente Korrekturhilfe (Proofreading)

Dorico fungiert nun noch stärker als „digitaler Assistent“. Die neue Proofreading-Funktion erkennt automatisch potenzielle Fehler in der Notation (z. B. unmögliche Intervalle, rhythmische Unstimmigkeiten oder Kollisionen) und markiert diese, bevor die Partitur in den Druck geht.

2. Fill View

Zusätzlich zur klassischen Seitenansicht und der fortlaufenden Partituransicht (Galley View) gibt es nun den Fill View. Dieser nutzt den Bildschirmplatz optimal aus, indem er die Noten dynamisch skaliert – ideal für die Arbeit am Laptop oder an kleineren Monitoren, um immer die maximale Lesbarkeit zu gewährleisten.

3. Erweiterte Playback-Optionen

Dorico Elements 6 profitiert massiv von Steinbergs Audio-Expertise:

  • Key Editor: Ein integrierter MIDI-Editor (ähnlich wie in Cubase) erlaubt das präzise Bearbeiten von Velocity, CC-Daten und Pitchbend direkt in der Notationssoftware.
  • Neue Sounds: Die Integration neuer Percussion-Sounds (u. a. von Tapspace) sorgt für ein deutlich realistischeres Klangbild bei Schlagwerk-Passagen.
  • Custom MIDI Triggers: Sie können eigene Befehle definieren, um Artikulationen in Ihren VST-Libraries präziser anzusteuern.

4. Verbesserte Gitarren-Notation (Version 6.2)

Mit den Updates auf 6.1 und 6.2 wurden die Gitarren-Funktionen massiv ausgebaut. Es gibt neue Styles für Bending, Tapping und verbesserte Darstellungen für Flageoletts (Harmonics), die sich am Standard moderner Musikverlage orientieren.

Vergleich: Was unterscheidet Elements von Pro?

Obwohl Elements 6 enorm aufgewertet wurde, bleiben einige Profi-Funktionen der Pro-Version vorbehalten:

  • Engrave Mode: In Elements können Sie das Layout weitgehend automatisch steuern, haben aber keinen Zugriff auf den grafischen Feinabstimmungs-Modus (Engrave Mode), um jedes Symbol manuell auf den Millimeter zu verschieben.
  • Library Manager: Das komplexe Management von benutzerdefinierten Symbolen und Hausstilen ist in Pro umfangreicher.
  • Divisi & Condensing: Die automatische Zusammenfassung von zwei Flötenstimmen in ein System (Condensing) ist weiterhin ein Pro-Feature.

Zusammenfassung der technischen Details

Bereich Details in Dorico Elements 6
Maximale Spieler Unbegrenzt
Eingabe Maus, Tastatur, MIDI-Keyboard oder Stream Deck
Audio-Engine Steinbergs preisgekrönte Engine (wie in Nuendo/Cubase)
Format-Support MusicXML (Import/Export), MIDI, PDF, Audio (WAV/MP3)
Betriebssysteme Windows 10/11, macOS (Apple Silicon nativ)


Fazit:
Dorico Elements 6 ist die ideale Wahl für alle, die professionelle Partituren erstellen möchten, ohne die extrem tiefgreifenden grafischen Bearbeitungswerkzeuge der Pro-Version zu benötigen. Durch das Aufheben des Spieler-Limits ist es nun auch für komplexe orchestrale Übungen und Arrangements voll einsatzbereit.

Firma: Steinberg