
Die Synchron-ized Chamber Strings der Vienna Symphonic Library sind die moderne Evolution der legendären Chamber Strings I. VSL hat hier die bewährten, extrem detaillierten Aufnahmen der Silent Stage genommen und sie vollständig für den Synchron Player neu aufbereitet.
Der entscheidende Unterschied zur ursprünglichen Version ist die Integration in die Akustik der Synchron Stage Vienna mittels aufwendiger Impulsantworten (Convolution), was den Workflow und den Realismus auf ein neues Level hebt.
1. Das Konzept: Intimität trifft auf Raum
Die Besetzung bleibt das bewährte Ensemble aus 6 Violinen, 4 Bratschen, 3 Celli und 2 Kontrabässen. Diese kleine Gruppe bietet eine Transparenz, die bei großen Orchestern oft verloren geht.
- Der Sound: Durch das "Synchron-izing" klingen die Streicher nun so, als wären sie direkt auf der großen Stage A der Synchron Stage aufgenommen worden. Der Klang ist sofort "ready-to-mix".
- Platzierung: Jedes Register ist bereits exakt an seinem orchestralen Platz positioniert. Dank der Velocity-Crossfade-Optimierungen reagieren die Instrumente extrem kohärent auf die Dynamik.
2. Technische Highlights des Synchron Players
Die Umstellung auf den Synchron Player bringt massive Vorteile in der Spielbarkeit:
- Neustrukturierung der Artikulationen: Das komplexe System der ursprünglichen VI-Serie wurde in das intuitive Tab-System des Synchron Players überführt. Das Wechseln zwischen Staccato, Legato und Sforzato ist nun wesentlich flüssiger.
- Integrierter Hall: Da der Raumklang der Synchron Stage als Teil des Patches fungiert, mischen sich diese Chamber Strings nahtlos mit anderen "echten" Synchron-Libraries (wie den Synchron Strings Pro).
- Time-Stretching: Im Player lassen sich Artikulationen wie Crescendo oder Diminuendo in Echtzeit an das Tempo des Projekts anpassen.
3. Klangliche Eigenschaften
- Detailzeichnung: Man hört den Anstrich des Bogens und die feinen Artikulationsgeräusche wesentlich deutlicher als bei einem 14-Mann-Register. Das macht sie perfekt für Pop, Indie-Filmscores oder komplexe polyphone Sätze.
- Agilität: Die kleineren Ensembles reagieren flinker auf schnelle Passagen. Die Performance Legatos sind berühmt dafür, selbst bei hohem Tempo nicht "schwammig" zu werden.
- Layering: Viele Komponisten nutzen die Synchron-ized Chamber Strings, um großen String-Ensembles den nötigen "Biss" und die Definition zu verleihen.
4. Enthaltene Artikulationen (Auszug)
- Kurz: Staccato, Detaché (verschiedene Längen), Pizzicato.
- Lang: Sustained (mit/ohne Vibrato), Tremolo.
- Performance: Das legendäre VSL-Legato und Portamento.
- Dynamik: Sforzato, Forte-Piano, verschiedene Crescendo-Variationen.
5. Vergleich: VI Chamber Strings vs. Synchron-ized
| Merkmal | VI Chamber Strings | Synchron-ized Chamber Strings |
| Player | VI Player / Vienna Ensemble | Synchron Player |
| Raumklang | Staubtrocken (Silent Stage) | Synchron Stage A (integriert) |
| Workflow | Erfordert manuellen Hall/Platzierung | Instant Cinema-Sound |
| Dynamik | Klassische Layer | Optimierte Velocity-Kurven |
Fazit: Die Synchron-ized Chamber Strings sind das ideale Werkzeug für alle, die den Detailreichtum eines Kammerorchesters suchen, aber die Geschwindigkeit und den modernen Sound der Synchron-Serie benötigen. Sie sind weniger "breit" als die großen Ensembles, dafür aber wesentlich "tiefer" in ihrer klanglichen Struktur.
Firma: Vienna Symphonic Library


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